Ahmad Zeidabadi – Iran

Portrait Ahmad ZeidabadisAutor-Patenschaft 2010

Zur Person:

Ahmad Zeidabadi, 1965 in der iranischen Provinz Kerman geboren, zählt zu den bekanntesten reformorientierten Journalisten im Iran und gilt als Experte für die politische Situation des Nahen Ostens. Er promovierte an der Universität in Teheran mit der Arbeit „Religion and Government in Israel“. U.a. schrieb für die gemäßigte Zeitung Hamshahri und zuletzt für Rooz Online, eine Nachrichtenwebseite mit Sitz in Belgien. Er war Mitglied der prodemokratischen Studentenvereinigung Daftar-e Tahkim-e Vahdat und wurde 2008 zum Präsidenten der Graduierten- vereinigung Advar-e Tahkim-e Vahdat ernannt, welche sich für staatliche Reformen und die Verbesserung der Menschenrechtssituation im Iran einsetzen.

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Gefangenes Wort kämpft für den iranischen Journalisten Zeidabadi (Gießener Anzeiger)

Der folgende Artikel stammt aus dem Gießener Anzeiger vom 6.11.2010:

Hochschule

Initiative „Gefangenes Wort“ kämpft für iranischen Journalisten Ahmad Zeidabadi

06.11.2010

GIESSEN (fod). Ahmad Zeidabadi ist Journalist im Iran und setzt sich seit Jahren für staatliche Reformen und eine Verbesserung der Menschenrechtssituation ein. Hierfür wie auch für seine Beteiligung an den Massenprotesten auf Teherans Straßen verbüßt der 45-Jährige nun eine sechsjährige Haftstrafe, noch dazu wurde er zu fünf Jahren Verbannung ins Exil und einem lebenslangen Schreibverbot in seinem Heimatland verurteilt. Als die in der Initiative „Gefangenes Wort“ engagierten Studierenden der Justus-Liebig-Universität (JLU) davon hörten, war ihnen sofort klar: Zeidabadi muss geholfen werden.

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Gießener Studenten setzen sich für Freilassung des kubanischen Regimekritikers González ein (Gießener Anzeiger)

Artikel aus dem Gießener Anzeiger vom 21.07.2010:

Gießener Studenten setzen sich für Freilassung des kubanischen Regimekritikers González ein

Stefanie Füchter und Manuel Emmerich sind zwei der Gruppe Gießener Germanistik-Studierender, die sich erfolgreich für die Freilassung des Kubaners Normando Hernández González eingesetzt haben. Fotos: Docter

GIESSEN (fod). Über sieben Jahre musste er unter schlimmsten Haftbedingungen in einem kubanischen Gefängnis verbringen. Wurde von Wächtern und Mitinsassen misshandelt, zog sich Herz-, Magen- und Darmerkrankungen zu und saß zeitweise sogar mit psychisch kranken Schwerverbrechern in einer Zelle. Doch dieses Martyrium hat Normando Hernández González nun hinter sich. Mitte vergangener Woche nämlich wurde der 40-jährige Regimekritiker und Journalist auf Kuba aus der Haft entlassen und durfte nach Spanien ausfliegen. Einen großen Anteil daran hat eine Gruppe von 15 Studierenden des Instituts für Germanistik der Justus-Liebig-Universität (JLU), die sich mit Veranstaltungen für seine Freilassung eingesetzt, Geld und Unterschriften gesammelt hatte.

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Normando Hernández González – Kuba

Autor-Patenschaft 2009

Der kubanische Journalist der Website Cubanet und ehemalige Direktor des „Camagüey College für unabhängige Journalisten“ wurde am 13. Juli 2010 nach sieben Jahren und vier Monaten im Gefängnis zusammen mit seiner Frau und seiner Tochter ins Exil nach Spanien ausgeflogen, wo er nach vielen Jahren erstmals auch seine in Miami lebende Mutter in die Arme schloss.

Festgenommen wurde González bei einer Razzia gegen mutmaßliche Dissidenten im März 2003. Zusammen mit 74 weiteren Journalisten und Schriftstellern wurde ihm innerhalb eines Tages der Prozess gemacht, so dass keine Möglichkeit bestand, sich auf die Anschuldigungen juristisch vorzubereiten. So wurde er zu 25 Jahren Gefängnis verurteilt.

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Liu Xiaobo – China

Autor-Patenschaft 2008

Liu Xiaobo ist Literaturkritiker, Schriftsteller und politischer Aktivist aus Peking, der sich derzeit in Haft befindet. Von 2003 bis 2007 war er Präsident des PEN China und hat auch heute einen Sitz im Vorstand inne. Er arbeitete als Dozent an der Pädagogischen Universität Peking und hat außerdem als Gastdozent außerhalb Chinas gelehrt, so zum Beispiel an den Universitäten Oslo und Hawaii sowie der Columbia University in New York City.

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