Crowdfunding für den Film “Eine Hand voller Sterne”

852BWUmd_ID6 Marco und Michael STERNE-STARS_Header_StartnextDer Inhalt von Rafik Schamis Roman „Eine Hand voller Sterne“ ist aktueller denn je. Er erzählt die Geschichte des Bäckerjungen Sami, der Ende der 60er Jahre in den engen Altstadtgassen von Damaskus aufwächst. Samis großer Wunsch ist es, Schriftsteller zu werden – in einem Land, dessen totalitäres Regime jeden Ansatz von freier Meinungsäußerung mit Gefängnis und Folter beantwortet.
Als sein Vater ohne Grund vom Regime verhaftet und gefoltert wird, erkennt Sami, dass er sein Schreibtalent für etwas Wichtigeres einsetzen muss: Mit seinen Freunden Mahmud und Habib veröffentlicht er eine Untergrundzeitung, die Sockenzeitung – und bringt schnell die Geheimpolizei gegen sich auf.
Der Roman „Eine Hand voller Sterne“ wurde mit zahlreichen Preisen ausgezeichnet, ist in rund 20 Sprachen übersetzt und wird in knapp 40 Ländern verkauft. In Deutschland, Österreich und der Schweiz ist er zudem Schulliteratur. Der Regisseur und Drehbuchautor Michael Schäfer sowie der Produzent Marco Gilles und ihr Team stellen sich nun der Aufgabe den Roman zu verfilmen. Bei der internationalen Koproduktion geht es nicht nur um einen Kinofilm, sondern um ein Projekt von gesellschaftlicher und politischer Strahlkraft. Themen wie Presse- und Meinungsfreiheit, die Rolle der Frau, das Zusammenleben der Religionen und gesellschaftliche wie politische Missstände werden in
der Geschichte auf poetische und universelle Art und Weise erzählt.

Wir von Gefangenes Wort e.V. unterstützen dieses schöne und wichtige Filmprojekt, welches das Thema Meinungs- und Pressefreiheit für eine breite Zielgruppe zugänglich machen kann und sind gespannt auf die Umsetzung!

Zum weltweiten Tag der Pressefreiheit starteten Michael Schäfer, Marco Gilles und ihr Team am 3.Mai 2018 eine Crowdfunding Kampagne zur Teilfinanzierung der Verfilmung. Unterstützen und Teil des Projektes werden könnt ihr noch bis zum 10. Juni 2018 hier.

 

 

Veranstaltung mit Can Dündar

In Kooperation mit dem Literarischen Zentrum Gießen, dem Hessischen Literaturrat, der Universität Gießen und hr2 konnte am vergangenen Donnerstag eine Veranstaltung mit einem ganz besonderen Gast realisiert werden. Can Dündar, türkischer Journalist der inzwischen in Deutschland lebt, war zu Gast in der Aula der Universität. Als Chefredakteur der türkischen Zeitung Cumhuriyet wurde er in der Türkei aufgrund seiner Recherchen unter anderem über den illegalen Waffenhandel der türkischen Regierung inhaftiert und verurteilt. Einen Bericht des Gießener Anzeigers über den Abend findet man hier. Außerdem finden sich auf Youtube  die Begrüßungsreden von Prof. Dr. Joybrato Mukherjee, Präsident der Justus-Liebig-Universität Gießen (JLU) und Madelyn Rittner, Vorsitzende von Gefangenes Wort e.V und Geschäftsführerin des Hessischen Literaturrats. Ebenso ein Ausschnitt aus dem aktuellen Buch von Can Dündar, Verräter: Von Istanbul nach Berlin. gelesen von Roman Kurtz und das anschließende Gespräch mit Prof. Dr. Sascha Feuchert. IMG_5013 IMG_5017

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Erfolgreiche Teilnahme am WG-Flohmarkt 2018

Am 05.Mai haben wir uns mit einem Bücherstand am WG-Flohmarkt in Gießen beteiligt. Dabei konnten 514 Bücher verkauft und 486 € eingenommen werden!
Herzlichen Dank an alle Helfer_innen, die stundenlang auf den Beinen waren!  Danke auch an alle Spender_innen und Bücherfreund_innen die fleißig Bücher gekauft haben!

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“Habe nichts, wenn mir meine Arbeit weggenommen wird”

© Gefangenes Wort

© Gefangenes Wort

In unserer monatlichen Kolumne im Gießener Anzeiger berichtet Michael Weise über den kurdisch-alevitischen Schriftsteller Aziz Tunç. Seit der Verhaftungswelle im Zuge des gescheiterten Militärputschs im Juli 2016 ist er zum zweiten Mal in seinem Leben auf der Flucht. Zur Zeit lebt er in einem Asylbewerberheim in Hanau. Die permanente Angst bleibt.

Hier gehts zum Artikel auf der Seite des Gießener Anzeigers.

Asli Erdogan berichtet über ihre Zeit im Gefängnis

Seit dem 29.Dezember 2016 ist die Schritstellerin Asli Erdogan wieder in Freiheit. Vorerst, denn das Gerichtsverfahren gegen Sie dauert an. Wie vielen anderen Journalist*innen, die in der Türkei verhaftet wurden, wird ihr die Gründung und die Mitgliedschaft in einer terroristischen Organisation vorgeworfen.
In einem bewegenden Interview berichtet die Schritstellerin Asli Erdogan in der FAZ über ihre Zeit in einem türkischen Frauengefängnis.

Derzeit sitzen nach Informationen von Reporter ohne Grenzen (ROG) noch mehr als 80 Journalist*innen in türkischen Gefängnissen. In einer Petition fordert daher ROG, der deutsche PEN sowie der Börsenverein des Deutschen Buchhandels e.V. die Bundesregierung und die EU-Kommission auf, klar Position zur Lage in der Türkei zu beziehen, die Meinungs- und Pressefreiheitfreiheit in ihren Entscheidungen, Handlungen und Äußerungen kompromisslos und aktiv einzufordern und sie nicht zum Verhandlungsgegenstand zu machen. Hier kann man mitmachen.

Wortstark. Medien- und Meinungsfreiheit in Bangladesch

Der Verei2017-01-12 09.49.33n NETZ aus Wetzlar, der sich für Menschen in Bangladesch einsetzt, hat sich im vergangenen Jahr in einer Ausgabe der NETZ-Zeitschrift mit der Medien- und Meinungs-freiheit in Bangladesch auseinandergesetzt. Der Wandel der Medienlandschaft und die Rolle des Radios im bangladeschischen Unabhängigkeits- krieg werden dabei ebenso thematisiert wie der zunehmende Druck auf Medienmacher in Bangladesch. Die Ausgabe kann auf der Homepage der Organisation einzelnd bestellt oder heruntergeladen werden. 

Todesstrafe für Kritik an Missständen

In unserer ersten Kolumne des neuen Jahres berichtet Daniel Schneider über den mauretanischen Blogger Mohamed Cheikh Ould Mkhaitir, der seit 3 Jahren inhaftiert ist.
Sein Fall erinnert an den Blogger Raif Badawi mit einem entscheidenden Unterschied… Hier geht es zum Artikel auf der Homepage des Gießener Anzeigers.

Lyriklesung mit dem kamerunischen Autor Enoh Meyomesse

© Jean Joël Oana

© Jean Joël Oan

Dienstag, 5.7. – 19:30 Uhr

KiZ (Kongresshalle)
Südanlage 3a
35390 Gießen

Eintritt frei

Moderation: Julia Richter              (Gefangenes Wort)
Deutscher Leser: Daniel Schneider (Gefangenes Wort)

 

In Kooperation mit dem Literarischen Zentrum Gießen und dem Institut für Germanistik der Uni Gießen. Mit freundlicher Unterstützung des PEN-Zentrums Deutschland.

Der Lyriker, Politiker und Menschenrechtsaktivist Enoh Meyomesse saß aufgrund seiner regierungskritischen Texte und Äußerungen über drei Jahre in Kamerun im Gefängnis. Er sah sich nicht nur mit der Zensur seiner Texte, sondern auch mit Isolations- und Dunkelhaft, Schutzgelderpressung und Folter konfrontiert.

Im April 2015 kam der Lyriker aus der Haft frei. Seit Oktober 2015 lebt er in Darmstadt als Elsbeth-Wolffheim-Stipendiat im Writers-in-Exile-Programm des deutschen PEN. In seinen Lyrikbänden Gedichte eines Häftlings in Kondengui, Blumen der Freiheit und Darmstadt: Eine afrikanische Liebeserklärung leistet Meyomesse Gedächtnisarbeit, die die vielschichtige koloniale Vergangenheit Kameruns zur Sprache bringt. Seine Lyrik ist Aufbegehren gegen erfahrene existentielle Bedrohung und Inhaftierung und sie ist subjektive Neubestimmung unter der gegenwärtigen Exilerfahrung in Deutschland.

Enoh Meyomesses Gedichte werden in französischer und deutscher Sprache gelesen.

Jahreshauptversammlung & Klausurtag 2016

IMG-20160523-WA0002Am vergangenen Sonntag fand in Heuchelheim unsere diesjährige Jahreshauptversammlung statt. Dabei wurden auch die Aktionen und Veranstaltungen des vergangenen Jahres noch einmal in den Fokus genommen. Julia Richter verabschiedete sich als stellvertretende Vorsitzende. Für dieses Amt wurde Yuen-Yee Leung von den Anwesenden für das kommende Jahr gewählt. Ebenso gab unsere langjährige Schatzmeisterin Anne Krege ihr Amt ab. Lisa Weise wird diese Aufgabe nun übernehmen. Daniel Schneider wurde als Vorsitzender und Lisa Novian als stellvertretende Vorsitzende im Amt bestätigt.

Vielen Dank liebe Julia, liebe Anne, für euer Engagement in diesen Ämtern! Ebenso ein großer Dank an alle, die sich weiterhin oder ganz neu für ein Amt zur Verfügung gestellt haben.

Bei der anschließenden Klausurtagung wurden kommende Veranstaltungen, Ideen für neue Projekte, Verwendungszwecke von Spenden sowie neue Designs für Logo und Homepage besprochen und geplant. Detaillierte Informationen findet ihr hier auf der Homepage, sobals es konkreter wird. Wer aktuell auf dem Laufenden sein möchte, darf sich gerne in unseren Newsletter eintragen.

Der Vorstand für das kommende Jahr. Lisa Novian, Yuen-Yee Leung, Lisa Weise und Daniel Schneider (v.l.n.r.)

Der Vorstand für das kommende Jahr. Lisa Novian, Yuen-Yee Leung, Lisa Weise und Daniel Schneider (v.l.n.r.)

Vier Jahre Kolumne im Gießener Anzeiger

Nach vier Jahren, in denen knapp 50 Autorenschicksale von Mitgliedern unseres Vereins auf der Hochschulseite des Gießener Anzeigers veröffentlicht wurden, schließt Kathy Gareis mit dem Jubiläumsartikel einen Kreis. In ihrer Kolumne für den Mai berichtet sie über die syrische Schriftstellerin und Dokumentarfilmerin Samar Yazbek wie vor vier Jahren im allerersten Artikel. Sie schildert, was in diesem Zeitraum geschehen ist und wie sich das Leben von Yazbek, aber auch ihre Sichtweisen geändert haben.

Internationaler Tag der Pressefreiheit

Heute, am internationalen Tag der Pressefreiheit, wird der peruanische Journalist Rafael León Rodríguez (auch bekannt als Rafo León) nicht feiern, sondern er wird auf dem Weg zum Gericht sein, wo er unter Umständen wegen angeblicher krimineller Diffamierung eines anderen Journalisten verurteilt wird. Der PEN Deutschland fordert die Entkriminalisierung von Diffamierung in Peru. Hier gehts zum Beitrag über León Rodríguez und welche Möglichkeiten es gibt Protest an dem Vorgehen zu üben.

Rafael León Rodríguez (Quelle: PEN International)

Rafael León Rodríguez (Quelle: PEN International)

 

„Afrikanisches Nordkorea“ foltert Kritiker

In unserer monatlich erscheinenden Kolumne berichtet Leslie Kuhlmann in diesem MonatEritrea1 über Amanuel Asrat.Wobei es, genauer gesagt, nicht wirklich etwas über den Journalisten, Dichter und Songwriter, der seit 2001 in Eritrea inhaftiert ist, zu berichten gibt…

Warum das so ist, lesen Sie am Besten direkt unter diesem Link.