Für die Vielfalt der Sprachen

Foto: Daniel A. Anderson/University Communication

Foto: Daniel A. Anderson/University Communication

In der April-Ausgabe unserer Kolumne im Gießener Anzeiger berichtet Sergej Gil über den kenianischen Autor Ngugi wa Thiong’o. Der kenianische Autor, Professor in Englisch und Komparativer Literatur an der University of California in Irvine, hat seine Werke ursprünglich in englischer Sprache geschrieben. Erst spät ist ihm die Erkenntnis gekommen, welche Wichtigkeit es hat, in seiner eigenen Muttersprache zu schreiben. Fortan schrieb er nur noch in Kikuyu und Kiswahili. Dieser Beschluss konfrontierte ihn jedoch erst mit der Erkenntnis, welchen Herausforderungen er sich damit stellen muss. Den kompletten Artikel kann man auf der Webseite des Gießener Anzeigers lesen.

Petition: Für das Wort und die Freiheit #FreeWordsTurkey

Bundesregierung und EU-Kommission müssen Meinungsfreiheit in der Türkei einfordern

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In einer gemeinsamen Petition fordern der Börsenverein des Deutschen Buchhandels, das PEN-Zentrum Deutschland und Reporter ohne Grenzen Deutschland von der Bundesregierung und der EU-Kommission den kompromisslosen Einsatz für die Meinungsfreiheit in der Türkei.

Die Freiheit des Wortes ist in der Türkei akut bedroht. Seit dem Putschversuch im Juli 2016 geht die türkische Regierung vehement gegen regierungskritische Journalisten und Medien vor. Damit verschärft sich die bereits angespannte Situation für Medien in der Türkei. Die Pässe von Journalisten werden eingezogen, Autoren werden inhaftiert. Über 130 Medienhäuser wurden bereits geschlossen, darunter 29 Buchverlage, die zusätzlich enteignet wurden. Unter Publizisten und Verlegern herrschen Angst und Existenznot.

Journalisten, Autoren und Verleger, Bücher, Zeitungen und Zeitschriften leisten einen wichtigen Beitrag zu Demokratie und Freiheit. Daher möchten wir dazu aufrufen, die vom Börsenverein des Deutschen Buchhandels gemeinsam mit dem PEN-Zentrum Deutschland und Reporter ohne Grenzen gestartete Online-Petition zu unterschreiben!

Petition: www.freewordsturkey.de/petition

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Aus Politik und Zeitgeschichte: Pressefreiheit

#‎Neuerscheinung‬ zum Thema Pressefreiheit

UnbenanntDie Bundezentrale für politische Bildung hat eine neue Ausgabe von “Aus Politik & Zeitgeschichte” zum Thema Pressefreiheit herausgegeben.

Ohne freie und unabhängige Berichterstattung kann eine demokratische Gesellschaft nicht funktionieren; weder könnten sich die Bürgerinnen und Bürger umfassend informieren, noch würden die Mächtigen ausreichend kontrolliert. Wie in den meisten Ländern Europas gehört Pressefreiheit in Deutschland zu den Grundrechten; im Grundgesetz ist sie, wie auch die Meinungs- und Informationsfreiheit, in Artikel 5 festgeschrieben.

Während die gesetzlichen Fundamente für eine “funktionierende” journalistische Berichterstattung weitgehend gesichert sind, scheint eine andere Grundbedingung zu erodieren: Seit einiger Zeit ist von einer tiefen Vertrauenskrise die Rede. Der Schutz der Pressefreiheit bleibt eine Daueraufgabe.

Hier könnt ihr sie kostenfrei bestellen:

http://www.bpb.de/shop/zeitschriften/apuz/231315/pressefreiheit

Unsere Ausstellung ab dem 24. Mai 2015 auch in Friedrichshafen

Unsere Ausstellung „Von Rebellen und Ketzern, Träumern und Tollköpfen. Zensur und Meinungsfreiheit weltweit“ wandert weiter. Vom 24. Mai bis 28. Juni 2015 wird die Ausstellung in der Erlöserkirche in Friedrichshafen zu sehen sein. Die Vernissage findet am 24. Mai um 10:45 Uhr statt. Im Südkurier ist ein Vorbericht erschienen, der hier nachgelesen werden kann.

Werbeplakat_Endversion Ausstellung in FriedrichshafenDie Meinungsfreiheit ist vielerorts gefährdet. Zuletzt haben sowohl der Terroranschlag auf „Charlie Hebdo“ als auch die Auspeitschung des saudischen Bloggers Raif Badawi auf tragische Weise deutlich gemacht, welche furchtbaren Konsequenzen es haben kann, wenn man sich mutig, offen und kritisch äußert.

Die Ausstellung „Von Rebellen und Ketzern, Träumern und Tollköpfen. Zensur und Meinungsfreiheit weltweit“ zeigt anhand historischer und aktueller Beispiele, wie sich das Recht auf freie Meinungsäußerung in Deutschland, Russland, China, Mexiko, Äthiopien, Ungarn und der Türkei entwickelt hat und in welcher Form es durch verschiedene Arten der Zensur eingeschränkt wurde und wird. Durch den Fokus auf verschiedene Länder und Regionen soll einerseits die Vielfalt der Entwicklungspfade veranschaulicht werden, andererseits sollen Gemeinsamkeiten und Unterschiede aufgezeigt werden.

Michael Weise – Stellvertretender Vorsitzender

Michael Weise (*1986)

2005–2012 Studium der Mittleren und Neueren Geschichte, Germanistik und Politikwissenschaft an der Justus-Liebig-Universität Gießen

2012–2015 Wissenschaftlicher Mitarbeiter im DFG-Projekt „Gewaltgemeinschaften“ an der Justus-Liebig-Universität Gießen

2015–2017 Wissenschaftlicher Volontär bei der Stiftung Lutherhaus Eisenach

seit 2018 Wissenschaftlicher Mitarbeiter bei der Stiftung Lutherhaus Eisenach

Von 2012–2015 Vorsitzender von Gefangenes Wort, seit Juni 2017 Stellvertretender Vorsitzender.

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“Heldin der Pressefreiheit” mundtot gemacht

Gao Yu. Quelle: PEN International

Gao Yu. Quelle: PEN International

In unserer monatlichen Kolumne im Gießener Anzeiger berichtet diesmal Kathy Gareis über das Schicksal der chinesischen Journalistin Gao Yu, die kürzlich zu sieben Jahren Haft verurteilt wurde.

Den Artikel kann man online auf den Seiten des Gießener Anzeigers nachlesen oder als PDF hier herunterladen.

Leben voller Panik und Isolation

Immer am ersten Samstag des Monats erscheint unsere Kolumne im Gießener Anzeiger. Diesmal berichtet Sergej Gil über die aserbaidschanische Journalistin Shahla Sultanova, die für Menschenrechte und Pressefreiheit in ihrem Land kämpft.

Seit dem 20. Mai lebt sie allerdings für ein Jahr in Darmstadt, da sie die aktuelle Stipendiatin des Elsbeth-Wolffheim-Literaturstipendiums ist, das zusammen von der Stadt Darmstadt und dem PEN-Zentrum Deutschland vergeben wird.

Shahla SultanovaDen Artikel können Sie entweder direkt beim Gießener Anzeiger lesen oder hier als pdf-Datei.

„…um aufzudecken den Schlamm meiner Niederlagen“

Kolumne im Gießener Anzeiger

Najet Adouani
Copyright Simone Ahrend

Im Februar berichtet Daniel Schneider in unserer monatlichen Zeitungskolumne im Gießener Anzeiger über das Schicksal der tunesischen Schriftstellerin und Journalistin Najet Adouni. Lesen Sie hier den Artikel:

http://www.giessener-anzeiger.de/lokales/hochschule/um-aufzudecken-den-schlamm-meiner-niederlagen_13834537.htm

Hinweis: Najet Adouani kommt am Dienstag, den 04.02.2014 zu einer Podiumsdiskussion mit dem Titel “Die Gedanken sind frei. Die Worte auch?” nach Gießen. Alle Infos finden Sie bei uns auf der Homepage unter “Veranstaltungen”.

„Für die Wahrheit einstehen, egal ob es riskant ist oder nicht“

MENSCHENRECHTE Äthiopische Journalistin Reeyot Alemu zu fünf Jahren Haft verurteilt / Gespräche mit Anwalt untersagt

Reeyot Alemu

In der August-Ausgabe unserer monatlichen Kolumne im Gießener Anzeiger  berichtet Lars Meuser über die zu fünf Jahren Haft verurteilte äthiopische Journalistin Reeyot Alemu. Hier geht’s zum Artikel.

Caselist Juli bis Dezember 2012 online

Die aktuelle Caselist des Internationalen Writers in Prison Committees für das zweite Halbjahr 2012 mit 870 Fällen von Angriffen auf Schriftsteller, Journalisten, Verleger und Redakteuren ist seit gestern online:

Caselist Juli bis Dezember 2012

 

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Mexikanische Journalistin Lydia Cacho erhält regelmäßig massive Drohungen

Auf die Bedrohung und Verfolgung von Schriftstellern und Journalisten wollen Studierende der Justus-Liebig-Universität (JLU) aufmerksam machen. Deshalb haben die jungen Leute im Jahr 2008 die Initiative „Gefangenes Wort“ gegründet und zahlreiche Aktionen gestartet. Um noch intensiver auf Einzelschicksale hinzuweisen, kooperiert der Gießener Anzeiger mit der Studierendeninitiative und stellt jeweils am ersten Samstag des Monats einen Fall auf der Hochschulseite vor. Diesmal berichtet Stefanie Füchter über die mexikanische Journalistin Lydia Cacho.