Banned Books Week

Passend zur “Banned Books Week” wurde kürzlich auf der Website indexoncensorship.org ein interessanter Bericht zu (ehemals) verbotenen Büchern veröffentlicht. 10 Beispiele zeigen eine Auswahl an Gründen für bisherige Verbote auf.

Die “Banned Books Week” ist eine jährlich stattfindende Kampagne von US-amerikanischen Bibliotheken. Sie macht seit 1982 auf Zensur und Beseitigung von Literatur aufmerksam.

 

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Lesung mit Fouad Yazji fand großen Anklang

Gestern Abend, am 8.9.2017, fand die Lesung mit Fouad Yazji im Bildungszentrum Nord in Gießen statt. Sie ist Bestandteil der Lesereihe “W.i.E. erzählt”. Es wurden drei seiner Texte von unserem Mitglied Alex Günter auf deutsch vorgetragen. Zuletzt hat der Autor selbst noch einen seiner Texte in der Originalsprache vorgetragen. Die Lesung wurde mit kurzen Interviews der Moderatorin Julia Richter zwischen den Texten und einer großen, allgemeinen Fragerunde am Ende abgerundet.

Zu unserer Freude war die Veranstaltung gut besucht und endete mit einer regen Diskussion.

Fouhad Yazir

Sechs Menschenrechtler wurden in der Türkei inhaftiert

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Steudtner und EserNach Informationen der ARD sollen sechs Menschrechtsaktivisten in der Türkei inhaftiert worden sein. Ihnen werden terroristische Motive vorgeworfen, ohne das bisher Beweise bekannt wären. Sie gehörten zu den zehn Aktivisten, die vor zwei Wochen festgenommen wurden. Unter Ihnen befindet sich auch der deutsche Photo- und Videojournalist Peter Steudtner und die türkische Amnesty-Vorsitzende Idil Eser.

Entzug der Akkreditierung einiger G20-Journalisten

32 Journalisten, welche am G20-Gipfel vertreten waren, wurde nun nachträglich die Akkreditierung entzogen. Mehrere Medien berichteten im Laufe des Tages über eine sogenannte Schwarze Liste, die bei der auf dem G20-Gipfel vertretenen Polizei zu sehen war. Nach Informationen der ARD sollen 80 Namen angeblich kontrollbedürftiger Personen darauf gestanden haben. 32 von Ihnen soll das BKA nun die zuvor erteilte Akkreditierung entzogen haben, so der Regierungssprecher Steffen Seibert. Nach Seibert sollen Sicherheitsbedenken die Ursache sein. Der Fotograf Björn Kietzmann berichtet im Gespräch mit der Tagesschau, dass er die genaue Ursache für dieses Vorgehen nicht kenne. Die einzige Konstante sehe er darin, dass die betroffenen Journalisten zuvor über die Türkei berichtet haben.

Die “Schwarzen Listen”, welche die Polizei vermutlich zur Identifizierung kontrollbedürftiger Personen bei sich hatte, waren für jederman leicht einsehbar. Dieses Verhalten wird von Datenschützern kritisiert.

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Gefangenes Wort erhält großzügige Spende

 (© Stadt Gießen)

Madelyn Rittner und Lisa Novian überbringen Oberbürgermeisterin Grabe-Bolz die Glückwünsche von Gefangenes Wort (© Stadt Gießen)

Die Gießener Oberbürgermeisterin Dietlind Grabe-Bolz zählt seit Jahren zu engagiertesten Unterstützern von Gefangenes Wort e.V. Anlässlich ihres 60. Geburtstags, zu dem ihr die Vorsitzende Madelyn Rittner und die ehemalige stellvertretende Vorsitzende Lisa Novian im Namen des Vereins herzlich gratulierten, verzichtete die Oberbürgermeisterin auf persönliche Geschenke und bat stattdessen um Spenden für die Gießener Tafel und Gefangenes Wort. Warum ihre Wahl neben der Tafel auch auf Gefangenes Wort fiel, erläutert Grabe-Bolz wie folgt: „Gerne habe ich anlässlich meines 60. Geburtstages zu Spenden für Gefangenes Wort e.V. aufgerufen. Mit seinem Einsatz für Hunderte weltweit in Gefängnissen sitzende Schriftsteller/innen, Autoren/innen, Journalisten/innen, Künstler/innen setzt sich der Verein für die Meinungsfreiheit, für die Inhaftierten und für die Freiheit des kritischen Geistes ein und weist uns darauf hin, dass wir für die Meinungsfreiheit kämpfen müssen, wenn wir den Gedanken der Freiheit ernst nehmen. Denn Freiheit ist immer auch die Freiheit des Andersdenkenden – hier und überall. Herzlichen Dank für Ihr Engagement!”

Die Gäste folgten dem Wunsch des Stadtoberhaupts und zeigten sich äußerst großzügig: Nach derzeitigem Stand beläuft sich die Summe der Spenden auf 3171,15 €. Die Vorsitzende Rittner ist hoch erfreut, „dass Frau Oberbürgermeisterin Grabe-Bolz unseren Verein Gefangenes Wort anlässlich ihres 60. Geburtstages nicht nur finanziell fördert, sondern uns vor allem auch während ihrer Geburtstagsfeier im Gießener Rathaus eine Plattform bot, um unsere Tätigkeiten vorzustellen. Aber nicht nur dafür, sondern auch für ihre Unterstützung in den vergangenen Jahren, sind wir der Oberbürgermeisterin zu großem Dank verpflichtet.“ Mit den Einnahmen unterstützt Gefangenes Wort Schriftsteller/innen und Journalisten/innen auf der ganzen Welt, die aufgrund ihrer kritischen Meinungsäußerung drangsaliert, inhaftiert und verfolgt werden. Und der Unterstützungsbedarf ist – leider – nach wie vor hoch, denn derzeit sind weltweit allein über 350 Journalisten/innen, Medienassistenten/innen und Blogger/innen im Gefängnis.