10. Mai: Gedenktag der NS-Bücherverbrennung

Am 10. Mai jährt sich der Tag der Bücherverbrennung im Nationalsozialismus zum 79. Mal. Der 10. Mai 1933 war ein schwarzer Tag für die deutschsprachige Literatur. In über 70 Städten des damaligen Deutschland gab es Scheiterhaufen, auf denen Bücher und Zeitschriften von Autorinnen und Autoren verbrannt worden sind, die nach dem Willen der  Machthaber vernichtet und vergessen werden sollten: Lion Feuchtwanger, Sigmund Freud, Erich Kästner, Heinrich Mann, Kurt Tucholsky, Arnold Zweig und viele andere Autoren waren davon betroffen. Die Vernichtung dieser Werke bedeutete zugleich die Zerstörung eines wichtigen und großen Teils der deutschen Kultur, einer Kultur, die für die freie Meinungsäußerung, für Pressefreiheit, für die streitbare Diskussion eintrat.

Vielerorts wird am 10. Mai mit Mahn- und Gedenkveranstaltungen den Opfern der Bücherverbrennung gedacht. Wer sich darüberhinaus informieren und engagieren möchte, findet im Folgenden einige Hinweise:

Zweimal im Jahr legt der P.E.N eine sogenannte Case-List vor. Hier werden alle “bekannten” Fälle von verfolgten, bedrohten und inhaftierten Autorinnen und Autoren weltweit aufgelistet, die friedlich von ihrem Recht auf die Freiheit des Wortes Gebrauch gemacht haben. Nähere Informationen finden Sie auf den Seiten des Internationalen P.E.N. und des deutschen P.E.N.-Zentrums. Wer sich näher mit der Geschichte der Zensur von Literatur beschäftigen möchte, findet u.a. in dem vor kurzem erschienenen “Buch der verbotenen Bücher” von Werner Fuld eine Universalgeschichte verfolgter Literatur und Literaten von der Antike bis heute vor. Eine andere Perspektive auf Zensur und Verfolgung wirft das Buch von Edda Ziegler: “Verboten – verfemt – vertrieben. Schriftstellerinnen im Widerstand gegen den Nationalsozialismus”. Kaum hatten deutschsprachige Autorinnen Anfang des 20. Jahrhunderts begonnen, die literarische Szene zu erobern, da wurden sie auch schon ausgebremst: verboten, verfemt und vertrieben von der Literaturpolitik der Nazis – wegen ihrer jüdischen Herkunft, ihrer politischen Überzeugung, ihrer Schreibart, ihrem Frauenbild. Zur Leseprobe.

Mahnmal zur Bücherverbrennung in Berlin auf dem Bebelplatz

Mahnmal zur Bücherverbrennung in Berlin auf dem Bebelplatz © picture-alliance / akg-images

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Internationaler Tag der Pressefreiheit

Der Welttag der Pressefreiheit 

am heutigen 3. Mai dient dazu, die Bürgerinnen und Bürger über Einschränkungen und schwerwiegende Missachtungen der Freiheit der Presse zu informieren. In Dutzenden von Ländern auf der ganzen Welt werden Veröffentlichungen zensiert, Journalisten, Redakteure und Verleger drangsaliert, angegriffen, inhaftiert oder sogar getötet, weil sie friedlich von ihrem Recht auf freie Meinungsäußerung und dem Recht der Pressefreiheit Gebrauch machen.

Der Tag dient auch als Appell an die Regierungen, ihren Verpflichtungen zur Pressefreiheit nachzukommen, als ein Moment der Reflexion für Medienschaffende in Fragen der Freiheit und Ethik, und als Unterstützung für Medienschaffende, die in Ausübung ihrer Aufgaben und Rechte in einem nicht hinzunehmenden Maße eingeschränkt und mundtot zu machen versucht werden. So ist der Welttag der Pressefreiheit auch ein Tag des Gedenkens für die Journalistinnen und Journalisten, die ihr Leben in der Ausübung ihres Berufes verloren haben.

Der Guillermo Cano-Preis für Pressefreiheit geht dieses Jahr an den aserbaidschanischen Journalisten und Menschenrechtsaktivisten Eynulla Fatullayev. Der 35-Jährige ist ehemaliger Chefredakteur und Gründer der unabhängigen russischsprachigen Wochenzeitung “Realny Azerbaijan” und der aserbaidschanischen Tageszeitung “Gundalik Azarbaycan”. Der Guillermo Cano-Preis der UNESCO wird seit 1997 jährlich für besondere Verdienste um die Pressefreiheit vergeben.

Mehr Informationen finden Sie auf der Seite der UNESCO.

Welttag des Buches

Anlässlich des “Welttag des Buches” veranstaltet Gefangenes Wort heute im Gießener Seltersweg bei den “Schwätzern” ein tolle Aktion. Alle, die vorbeikommen, werden mit einem Buchgeschenk beglückt. Gerne würden wir mit Ihnen  ins Gespräch kommen und unsere Arbeit vorstellen. Der Welttag des Buches bietet dazu die passende Gelegenheit, um auf die vielerorts prekäre Lage der Publikations- und Meinungsfreiheit sowie die Einhaltung der Menschenrechte aufmerksam zu machen und zu werden. Kommen Sie ab 12 Uhr vorbei und diskutieren Sie mit.

25. März 2012: Neue Medien gegen Alte Garde – Die digitale Revolution in der arabischen Welt

25. März 2012: Neue Medien gegen Alte Garde – Die digitale Revolution in der arabischen Welt

         Loay Mudhoon

Diskussion mit Youssouf Amine Elalamy und Loay Mudhoon

Zu den Umstürzen in der arabischen Welt haben die Neuen Medien einen entscheidendenBeitrag geleistet. Angesichts einer Vielzahl neuer publizistischer Stimmen und Plattformen kann man nun hoffen, dass die Zeiten von Zensur und eingeschränkter Berichterstattung endgültig vorüber sind.
Youssouf Amine Elalamy, Romancier (Gestrandet, 2008), Konzeptkünstler und Professor für Kommunikation und Medien an der Universität Kenitra, hat zahlreiche Artikel zu Medien, Kunst, Fotografie und Werbung veröffentlicht. Er ist Gründungsmitglied und Generalsekretär des marokkanischen PEN-Clubs.
Loay Mudhoon ist Redaktionsleiter des Internetportals Qantara.de – Dialog mit der islamischen Welt, Übersetzer und Lektor, Lehrbeauftragter am Institut für Internationale Politik und Außenpolitik sowie am Orientalischen Seminar der Universität zu Köln.
Moderiert von Kersten Knipp.

Beginn: 13 Uhr

Ort: Rautenstrauch-Joest-Museum, Cäcilienstraße 29-33, 50676 Köln

Eintritt: 5 € / 3 €

Eine Veranstaltung von Stimmen Afrikas / Allerweltshaus Köln e. V. in Kooperation mit dem Rautenstrauch-Joest-Museum und der Heinrich-Barth-Gesellschaft

Details unter www.allerweltshaus.de und www.museenkoeln.de/rautenstrauch-joest-museum/

Free Bandarenka!

“Gefangenes Wort” invite you to visit www.bandarenka.pl
Dzmitry Bandarenka

On the website you may sign the petition on behalf of Mr. Bandarenka and urge Aleksandr Lukashenka and the governor of prison in which Bandarenka is being detained to stop persecutions against him and other political prisoners.

Приглашаем всех присоединится к акции солидарности с Дмитрием Бондаренко, белорусским политзаключенным, приговоренным к 2 годам колонии строгого режима за участие в «массовых беспорядках» 19 декабря 2010 года.
www.bandarenka.pl