Bücherflohmarkt 2016: Bilanz des 1. Tages

Der erste BücherflohBücherflohmarkt 2016markttag ist vorbei und wir sagen DANKE:

- für viele, viele Unterschriften auf der Petition für den inhaftierten ägyptischen Fotojournalisten Shawkan
- für 803 verkaufte Bücher

Und natürlich besonders an alle Helfer, die heute stundenlang auf den Beinen waren!

Morgen sind wir von 9-16 Uhr nochmal im Phil 1, also kommt zahlreich vorbei!!

COUNTDOWN: 12h 19min +++ DRINGEND LAGERMÖGLICHKEIT GESUCHT

Noch 12 Stunden und 19 Minuten: Dann startet der Bücherflohmarkt 2016!
Wir hoffen natürlich ALLE Bücher zu verkaufen und am Mittwoch nur noch leere Kisten übrig zu haben, wissen aber aus Erfahrung, dass doch immer einiges wieder verpackt und eingelagert werden muss. Da wir leider nicht dauerhaft in unserem jetzigen Quartier bleiben können, suchen wir gerade dringend nach einer neuen Möglichkeit, unsere Kisten zu lagern. Falls jemand einen Tipp hat, schreibt uns oder sprecht uns auf dem Bücherflohmarkt an! Vielen lieben DANK!

Bücherflohmarkt von Gefangenes Wort 2016

AgfaPhotoDieses Jahr sind wir besonders früh dran: Unser alljährlicher Bücherflohmarkt findet bereits am 25. und 26. Oktober 2016 jeweils von 9 – 16 Uhr im Foyer des Philosophikums I der Uni Gießen statt (Otto-Behaghel-Str. 10a, 35394 Gießen). Die Auswahl reicht von Romanen über Krimis, Kinder- und Jugendbücher bis hin zu Literaturklassikern, Sach- und Fachbüchern sowie fremdsprachiger Literatur. Und das Beste: Mit ihrem Kauf unterstützen Sie die Arbeit des Vereins. Also kommen Sie vorbei, stöbern Sie und decken Sie sich mit ausreichend Lesestoff für die kalte Jahreszeit ein.

Bücher spenden für den guten Zweck

Am Samstag, den 15. Oktober 2016, sammelt Gefangenes Wort von 10 bis 16 Uhr im Literarischen Zentrum Gießen (Südanlage 3a, 35390 Gießen) Bücher für den guten Zweck. Gerne können Sie uns Romane, Literaturklassiker, Krimis, Kinder- und Jugendbücher sowie neuere Sach- und Fachbücher vorbeibringen. Bitte beachten Sie, dass wir keine Bildbände, Zeitschriften und alten Lexika annehmen. Schon jetzt möchten wir uns ganz herzlich bei allen Spendern bedanken!

Gedenken an Anna Politkowskaja

Anna Politkovskaja auf dem Blauen Sofa (Foto: Wiki-Commons)

Anna Politkovskaja auf dem Blauen Sofa (Foto: Wiki-Commons)

Heute vor zehn Jahren wurde die russische Journalistin Anna Politkowskaja im Treppenhaus vor ihrer Moskauer Wohnung erschossen. Politkowskaja hatte zuvor für die Zeitung Nowaja Gaseta mutig und kompromisslos über den Krieg in Tschetschenien berichtet, wobei sie sich nicht scheute, Verbrechen der russischen Armee anzuprangern, die von offizieller Seite verschwiegen bzw. dementiert wurden. In Deutschland wurde sie vor allem durch ihre Bücher Tschetschenien. Die Wahrheit über den Krieg, In Putins Russland und Russisches Tagebuch (alle bei DuMont erschienen) bekannt. Für ihre Arbeit wurde sie u.a. 2003 mit der Hermann-Kesten-Medaille des deutschen PEN-Zentrums und 2005 mit dem Preis für die Freiheit und Zukunft der Medien ausgezeichnet. Gefangenes Wort widmete Anna Politkowskaja und ihrem unermüdlichen Einsatz für die Pressefreiheit im Rahmen der Ausstellung “Von Rebellen und Ketzern, Träumern und Tollköpfen. Meinungsfreiheit und Zensur weltweit” ein eigenes Plakat, das hier zum Download bereitsteht. Der Internationale PEN gedenkt Anna Politkowskaja heute als ” a tireless champion, a voice for the voiceless and a fearless colleague.”

Ägyptischer Fotograf Mahmud Abu Seid sitzt seit über drei Jahren im Gefängnis

Verhaftet. Der Fotograf Shawkan im Mai 2015 in Kairo - dpa

Verhaftet. Der Fotograf Shawkan im Mai 2015 in Kairo. Foto: dpa

Die Bilder des ägyptischen Fotografen Mahmud Abu Seid, genannt Shawkan, erzählen vom Wunsch der Ägypter nach Freiheit und Frieden in ihrem Land, zeigen aber auch politische Demonstrationen für soziale Gerechtigkeit und gegen Hunger. Leslie Kuhlmann schildert in der Oktober-Kolumne anschaulich, welche Wirkmacht Shawkans Bilder entfalten und welche Konsequenzen er dafür erdulden muss.

Redefreiheit

Der britische Historiker Garton Ash_Redefreiheit - CoverTimothy Garton Ash hat ein ebenso kluges wie anregendes Buch über die freie Rede bzw. Meinungsfreiheit unter den Bedingungen der vernetzten Welt geschrieben. Gustav Seibt hat dazu eine ebenfalls lesenswerte Rezension in der Süddeutschen Zeitung verfasst (SZ vom 28. September 2016, Feuilleton, S. 11). Auf einer eigens eingerichteten Webseite kann man sich umfassend über die Entstehung des Buches informieren und auch selbst über die Thesen des Autors mitdiskutieren.

Timothy Garton Ash: Redefreiheit. Prinzipien für eine vernetzte Welt. Aus dem Englischen von Helmut Dierlamm und Thomas Pfeiffer. Carl Hanser Verlag, München 2016, 28 Euro.

 

Arabische Medien

Welche Rolle spielen arabische Medien in Bezug auf den “Arabischen Frühling”, den Richter-arabisch-9783867645096.inddJihad, den Islamismus? Das erste Standardwerk in deutscher Sprache zum Thema “Arabische Medien” bietet eine fundierte Einführung in die Mediensysteme der arabischen Länder und die aktuellen Entwicklungen in diesem Bereich. Zwar kann man in keinem arabischen Land von “wirklich unabhängigen Medien” sprechen – so die beiden Herausgeber – dennoch gestalten sich die Möglichkeiten und Beschränkungen der Mediensysteme in jedem der dargestellten Länder sehr unterschiedlich, aber auch facettenreich.

Carola Richter, Asiem El Difraoui (Hgg.): Arabische Medien. UVK Verlagsgesellschaft, Konstanz 2015. 344 Seiten, 44,– €.

Bücherflohmarkt ist erfolgreich angelaufen

FB_IMG_1446546436404Der diesjährige Bücherflohmarkt ist erfolgreich angelaufen – allein in den ersten zwei Stunden wurden über 400 Bücher verkauft. Heute gibt es noch bis 16 Uhr die Möglichkeit Bücher aus den Bereichen Belletristik, Sach- und Fachbuch, Krimi, International, Klassiker und Kinder- und Jugendliteratur zu günstigen Preisen im Foyer des Philosophikum I (Otto-Behaghel-Str. 10a, 35394 Gießen) zu erwerben. Und auch morgen stehen wir von 9-16 Uhr am selben Ort bereit und verkaufen Bücher, deren Erlös dem usbekischen Journalisten Salijon Abdurakhmanov zugute kommt.

Auch Ahmad Zeidabadi ist endgültig frei

Die nächsten guten Neuigkeiten: Auch Ahmad Zeidabadi, iranischer Autor, Journalist und Wissenschafter, ist endgültig frei. Nachdem Zeidabadi im Mai diesen Jahres zwar aus dem Gefängnis entlassen wurde, jedoch direkt danach nach Gonabad ins inneriranische Exil gehen musste, wurde nun bekannt, dass die Verbannung aufgehoben wurde und Ahmad Zeidabadi endlich wieder frei ist. Wir sind überglücklich und freuen uns mit der Familie Zeidabadi.

Seit dem Jahr 2010 hat sich Gefangenes Wort für die Freilassung Zeidabadis eingesetzt und durch Zeitungsartikel, Ausstellungen und Petitionen auf sein Schicksal aufmerksam gemacht.

Bei Ling: Ausgewiesen. Über China. Übersetzt v. Karin Betz

Bei Ling_AusgewiesenBei Ling: Ausgewiesen. Über China
Im Westen hoch angesehen, im eigenen Land unerwünscht: Bei Ling – Verleger, Autor und Freund der Dissidenten Liu Xiaobo und Ai Weiwei – gibt in diesem autobiographischen Sachbuch Einblicke in die Mechanismen der chinesischen Staatsmacht, insbesondere der Zensur. Durch seine Arbeit als Verleger und Autor gerät er immer wieder ins Visier der Partei, 2000 wurde er von den chinesischen Sicherheitsbehörden verhaftet, weil er die regimekritische Literaturzeitschrift Tendenzen herausgegeben hatte; Susan Sontag und Günter Grass setzten sich erfolgreich für seine Freilassung ein. Nicht nur im eigenen Land will man ihm den Mund verbieten – von der Frankfurter Buchmesse wurde der Exilchinese 2009 als Podiumsgast zunächst ein-, dann auf Druck der offiziellen chinesischen Delegation wieder ausgeladen. In »Ausgewiesen« gibt Bei Ling Einblicke in den chinesischen literarischen Untergrund, erzählt von seiner Zeit in Gefangenschaft und davon, wie es ist, keinen heimatlichen Boden betreten zu dürfen.

Suhrkamp
19,95 €

3. Tag des Bücherflohmarkts 2014 und Endergebnis

AgfaPhotoNachdem am dritten und letzten Verkaufstag nochmal über 500 Bücher verkauft wurden, steht nun das Endergebnis unseres diesjährigen Bücherflohmarkts fest. Wir haben insgesamt über 2160 Bücher (das entspricht circa 72 Bananenkisten) verkauft und damit 2880 Euro eingenommen. Außerdem wurden 210 Unterschriften für die Freilassung von Reeyot Alemu gesammelt! Möglicherweise erhöht sich der Betrag aber noch, denn das Autorenkollektiv zwanzig13 hat seit dem 15.11. eine Spendenaktion gestartet, die noch bis zum 15.12. läuft. In dieser Zeit gibt es die Möglichkeit, handsignierte Autorenexemplare zu bestellen, deren Reinerlös an Gefangenes Wort gespendet wird. Wir bedanken uns schon jetzt für die tolle Idee und hoffen, dass möglichst viele Leser Bücher von Marco Findeisen, Henning Mützlitz, Stefan Schweikert, Mike Krzywik-Groß sowie Judith und Christian Vogt bestellen. Ein herzlicher Dank geht darüber hinaus an alle Helfer und Unterstützer des Bücherflohmarkts, ohne die eine solche Aktion nicht möglich gewesen wäre.

2. Tag des Bücherflohmarkts 2014

Nach zwei Tagen Pause ging es heute weiter mit dem diesjährigen Bücherflohmarkt, und zwar im Philosophikum I der JLU. Auch dieses Jahr lief der Verkauf wieder sehr gut, sodass am Ende des Tages 943 Bücher über den Ladentisch gegangen sind. Zudem durften wir heute einen prominenten Gast an unserem Stand besuchen: der chinesische Autor und Mitbegründer des unabhängigen chinesischen PEN-Zentrums Bei Ling kam vorbei und erstand auch mehrere Bücher. Außerdem besuchte er auch unsere Ausstellung in der UB. Morgen ist dann die letzte Möglichkeit, den Bücherflohmarkt zu besuchen.

1. Tag des Bücherflohmarkts 2014

Am gestrigen Samstag startete der diesjährige Bücherflohmarkt von Gefangenes Wort. Und gleich am ersten Tag wurden 626 Bücher verkauft. Trotzdem gibt es noch jede Menge spannender und gut erhaltener Bücher zu kaufen, und zwar am Dienstag und Mittwoch (18.+19.11.) im Foyer des Philosophikums I. Ein besonderer Dank gilt neben allen privaten Spendern den Verlagen Christoph Links, Wallstein, Peter Lang, DuMont, Klett Cotta, Ammianus und Vittorio Klostermann, die uns mit Werken aus ihrem Haus unterstützt haben. Auch das deutsche PEN-Zentrum hat uns mit Buchspenden ausgestattet, wofür wir herzlich danken. Ein ganz besonderer Dank geht an das Autorenkollektiv Zwanzig13, das uns handsignierten Exemplare, und damit echte Unikate, zur Verfügung gestellt hat. Noch sind einige dieser Bücher erhältlich!

W.I.E. (Writers In Exile) erzählt… Teshome Damtew?

Teshome DamtewDer äthiopische Autor Teshome Damtew erzählt vom Leben und Schreiben im Exil und stellt seinen Roman Der Graf von Motta vor. „Du verschwindest – freiwillig oder unfreiwillig!“ Spätestens nach diesem „Ratschlag“ eines Ministeriumsmitarbeiters war Teshome Damtew klar, dass er Äthiopien verlassen würde. Im Jahr 1991, nachdem sein Roman Der Graf von Motta der staatlichen Zensur zum Opfer gefallen war, suchte er Asyl in Deutschland. Heute lebt er in Lahnau, wo er den Roman, der ihn das Leben hätte kosten können, vor kurzem noch einmal in deutscher Sprache publiziert hat. In dem Werk geht es um Ben, der vom Land in die Stadt zieht, um dort für sich und seine Familie das Glück zu finden. Einen besonderen Reiz macht dabei die einzigartige Weise aus, in der die Schilderung äthiopischer Kultur mit Verweisen auf die europäische Philosophie und Kultur verwoben wird.

5. November – 19.30 Uhr
Eintritt frei
KiZ (Kongresshalle)
Südanlage 3a
35390 Gießen

In Kooperation mit dem Literarischen Zentrum Gießen (LZG)

Auf der Homepage des LZG finden Sie auch eine Rezension zu Damtews Roman