Bücherflohmarkt ist erfolgreich angelaufen

FB_IMG_1446546436404Der diesjährige Bücherflohmarkt ist erfolgreich angelaufen – allein in den ersten zwei Stunden wurden über 400 Bücher verkauft. Heute gibt es noch bis 16 Uhr die Möglichkeit Bücher aus den Bereichen Belletristik, Sach- und Fachbuch, Krimi, International, Klassiker und Kinder- und Jugendliteratur zu günstigen Preisen im Foyer des Philosophikum I (Otto-Behaghel-Str. 10a, 35394 Gießen) zu erwerben. Und auch morgen stehen wir von 9-16 Uhr am selben Ort bereit und verkaufen Bücher, deren Erlös dem usbekischen Journalisten Salijon Abdurakhmanov zugute kommt.

Auch Ahmad Zeidabadi ist endgültig frei

Die nächsten guten Neuigkeiten: Auch Ahmad Zeidabadi, iranischer Autor, Journalist und Wissenschafter, ist endgültig frei. Nachdem Zeidabadi im Mai diesen Jahres zwar aus dem Gefängnis entlassen wurde, jedoch direkt danach nach Gonabad ins inneriranische Exil gehen musste, wurde nun bekannt, dass die Verbannung aufgehoben wurde und Ahmad Zeidabadi endlich wieder frei ist. Wir sind überglücklich und freuen uns mit der Familie Zeidabadi.

Seit dem Jahr 2010 hat sich Gefangenes Wort für die Freilassung Zeidabadis eingesetzt und durch Zeitungsartikel, Ausstellungen und Petitionen auf sein Schicksal aufmerksam gemacht.

Bei Ling: Ausgewiesen. Über China. Übersetzt v. Karin Betz

Bei Ling_AusgewiesenBei Ling: Ausgewiesen. Über China
Im Westen hoch angesehen, im eigenen Land unerwünscht: Bei Ling – Verleger, Autor und Freund der Dissidenten Liu Xiaobo und Ai Weiwei – gibt in diesem autobiographischen Sachbuch Einblicke in die Mechanismen der chinesischen Staatsmacht, insbesondere der Zensur. Durch seine Arbeit als Verleger und Autor gerät er immer wieder ins Visier der Partei, 2000 wurde er von den chinesischen Sicherheitsbehörden verhaftet, weil er die regimekritische Literaturzeitschrift Tendenzen herausgegeben hatte; Susan Sontag und Günter Grass setzten sich erfolgreich für seine Freilassung ein. Nicht nur im eigenen Land will man ihm den Mund verbieten – von der Frankfurter Buchmesse wurde der Exilchinese 2009 als Podiumsgast zunächst ein-, dann auf Druck der offiziellen chinesischen Delegation wieder ausgeladen. In »Ausgewiesen« gibt Bei Ling Einblicke in den chinesischen literarischen Untergrund, erzählt von seiner Zeit in Gefangenschaft und davon, wie es ist, keinen heimatlichen Boden betreten zu dürfen.

Suhrkamp
19,95 €

3. Tag des Bücherflohmarkts 2014 und Endergebnis

AgfaPhotoNachdem am dritten und letzten Verkaufstag nochmal über 500 Bücher verkauft wurden, steht nun das Endergebnis unseres diesjährigen Bücherflohmarkts fest. Wir haben insgesamt über 2160 Bücher (das entspricht circa 72 Bananenkisten) verkauft und damit 2880 Euro eingenommen. Außerdem wurden 210 Unterschriften für die Freilassung von Reeyot Alemu gesammelt! Möglicherweise erhöht sich der Betrag aber noch, denn das Autorenkollektiv zwanzig13 hat seit dem 15.11. eine Spendenaktion gestartet, die noch bis zum 15.12. läuft. In dieser Zeit gibt es die Möglichkeit, handsignierte Autorenexemplare zu bestellen, deren Reinerlös an Gefangenes Wort gespendet wird. Wir bedanken uns schon jetzt für die tolle Idee und hoffen, dass möglichst viele Leser Bücher von Marco Findeisen, Henning Mützlitz, Stefan Schweikert, Mike Krzywik-Groß sowie Judith und Christian Vogt bestellen. Ein herzlicher Dank geht darüber hinaus an alle Helfer und Unterstützer des Bücherflohmarkts, ohne die eine solche Aktion nicht möglich gewesen wäre.

2. Tag des Bücherflohmarkts 2014

Nach zwei Tagen Pause ging es heute weiter mit dem diesjährigen Bücherflohmarkt, und zwar im Philosophikum I der JLU. Auch dieses Jahr lief der Verkauf wieder sehr gut, sodass am Ende des Tages 943 Bücher über den Ladentisch gegangen sind. Zudem durften wir heute einen prominenten Gast an unserem Stand besuchen: der chinesische Autor und Mitbegründer des unabhängigen chinesischen PEN-Zentrums Bei Ling kam vorbei und erstand auch mehrere Bücher. Außerdem besuchte er auch unsere Ausstellung in der UB. Morgen ist dann die letzte Möglichkeit, den Bücherflohmarkt zu besuchen.

1. Tag des Bücherflohmarkts 2014

Am gestrigen Samstag startete der diesjährige Bücherflohmarkt von Gefangenes Wort. Und gleich am ersten Tag wurden 626 Bücher verkauft. Trotzdem gibt es noch jede Menge spannender und gut erhaltener Bücher zu kaufen, und zwar am Dienstag und Mittwoch (18.+19.11.) im Foyer des Philosophikums I. Ein besonderer Dank gilt neben allen privaten Spendern den Verlagen Christoph Links, Wallstein, Peter Lang, DuMont, Klett Cotta, Ammianus und Vittorio Klostermann, die uns mit Werken aus ihrem Haus unterstützt haben. Auch das deutsche PEN-Zentrum hat uns mit Buchspenden ausgestattet, wofür wir herzlich danken. Ein ganz besonderer Dank geht an das Autorenkollektiv Zwanzig13, das uns handsignierten Exemplare, und damit echte Unikate, zur Verfügung gestellt hat. Noch sind einige dieser Bücher erhältlich!

W.I.E. (Writers In Exile) erzählt… Teshome Damtew?

Teshome DamtewDer äthiopische Autor Teshome Damtew erzählt vom Leben und Schreiben im Exil und stellt seinen Roman Der Graf von Motta vor. „Du verschwindest – freiwillig oder unfreiwillig!“ Spätestens nach diesem „Ratschlag“ eines Ministeriumsmitarbeiters war Teshome Damtew klar, dass er Äthiopien verlassen würde. Im Jahr 1991, nachdem sein Roman Der Graf von Motta der staatlichen Zensur zum Opfer gefallen war, suchte er Asyl in Deutschland. Heute lebt er in Lahnau, wo er den Roman, der ihn das Leben hätte kosten können, vor kurzem noch einmal in deutscher Sprache publiziert hat. In dem Werk geht es um Ben, der vom Land in die Stadt zieht, um dort für sich und seine Familie das Glück zu finden. Einen besonderen Reiz macht dabei die einzigartige Weise aus, in der die Schilderung äthiopischer Kultur mit Verweisen auf die europäische Philosophie und Kultur verwoben wird.

5. November – 19.30 Uhr
Eintritt frei
KiZ (Kongresshalle)
Südanlage 3a
35390 Gießen

In Kooperation mit dem Literarischen Zentrum Gießen (LZG)

Auf der Homepage des LZG finden Sie auch eine Rezension zu Damtews Roman

 

Lesung mit Bahman Nirumand in Darmstadt

Bahman NirumandAm Freitag, den 31.10., stellt der iranisch-deutsche Schriftsteller Bahman Nirumand seine Autobiographie “Weit entfernt von dem Ort, an dem ich sein müßte” im Literaturhaus Darmstadt (Kasinostraße 3) vor. Moderiert wird die Veranstaltung vom Writers-in-Prison-Beauftragten des deutschen PEN, Sascha Feuchert. Nirumand war einer der führenden Oppositionellen während des Schah-Regimes und später bei der Bildung der Islamischen Republik im Iran. Nach seiner Flucht spielte er eine maßgebliche Rolle in der Führung der iranischen Auslandsopposition und ist heute einer der besten Kenner der politischen Situation im Iran. Weitere Infos finden Sie hier.

Zekarias Kebraeb: Hoffnung im Herzen, Freiheit im Sinn: Vier Jahre auf der Flucht nach Deutschland. Aufgeschrieben von Marianne Moesle

Kebraeb_Hoffnung im Herzen, Freiheit im SinnEritreas Jugend kennt keine Zukunft: Mit Bussen werden die Abiturienten direkt nach der Zeugnisausgabe ins Militärlager gebracht, um dort unter Drill und Folter zu zerbrechen. Um dem zu entgehen, gibt es für den 17-jährigen Zekarias Kebraeb nur einen Ausweg: die Flucht nach Europa. Vier Jahre dauert der Höllentrip, den Zekarias nur knapp überlebt. Er erleidet Hunger, Durst und Elend auf seinem Weg durch den afrikanischen Busch, die Sahara und übers Mittelmeer. In Italien angekommen, wähnt er sich am Ziel. Doch er stößt auf Ablehnung und Widerstand durch Polizei und Behörden. Wieder muss er fliehen, und der Wunsch, ein normales Leben in Freiheit zu führen, rückt abermals in weite Ferne.

Bastei Lübbe
8,99 €

Chinesischer Journalist Chen Yongzhou nach kritischer Artikelserie inhaftiert

gihoch_0305_Chen Yongzhou_hh.jpgChen Yongzhou veröffentlichte 2013 eine kritische Artikelserie über den chinesischen Baumaschinenhersteller “Zoomlion.” In seinen Beiträgen deckte er Korruption, finanzielle Probleme und die betrügerische Buchführung des Konzerns auf. Kurz darauf wurde der Journalist festgenommen. Manuel Emmerich berichtet in der Mai-Kolumne über das Schicksal dieses investigativen Reporters.
Lesen Sie den gesamten Artikel entweder direkt beim Gießener Anzeiger oder hier als pdf-Datei.

Ausstellung: Von Rebellen, Ketzern, Träumern und Tollköpfen. Meinungsfreiheit und Zensur weltweit

Werbeplakat Lich A4

Am 10. Mai um 16 Uhr eröffnet der Gießener Verein „Gefangenes Wort“ seine Ausstellung „Von Rebellen, Ketzern, Träumern und Tollköpfen. Meinungsfreiheit und Zensur weltweit“ in der Volkshochschule – VHS Landkreis Gießen (Lich).
In China wird „Pu der Bär“ zensiert, in Belarus werden Menschen inhaftiert, weil sie klatschen. In Mexiko sterben jedes Jahr Journalisten, weil sie Korruption und Drogenhandel anprangern. Weltweit wird das Recht auf Meinungsfreiheit immer wieder bedroht, eingeschränkt oder radikal unterdrückt. Die Ausstellung zum Thema Meinungsfreiheit und Zensur zeigt anhand historischer und aktueller Beispiele, wie sich das Recht auf freie Meinungsäußerung entwickelt hat und in welchem Verhältnis die jeweiligen Zensurpraktiken dazu stehen. Im Vordergrund stehen hierbei die Länder Deutschland, Ungarn, Russland, die Türkei, China, Äthiopien und Mexiko, die sowohl historisch als auch in Hinsicht auf die aktuelle Lage der Meinungsfreiheit thematisiert werden. Neben den schriftlichen Dokumenten verleihen Bilder, dreidimensionalen Exponate sowie Kunstobjekte des freien Künstlers Pjervoj Ogonjok der Ausstellung Anschaulichkeit.
Die Vernissage wird von der Landrätin Anita Schneider und Vereinsmitgliedern eröffnet. Anschließend besteht die Möglichkeit bei einem Sekt die Ausstellung zu erkunden. Die Ausstellung kann vom 10. Mai bis zum 27. Juni 2014 zu den Öffnungszeiten der VHS Lich besucht werden. Der Eintritt ist frei.
Veranstaltungsdaten:

10. Mai – 16 Uhr
Eintritt frei
Volkshochschule – VHS Landkreis Gießen
Kreuzweg 33
35423 Lich