Stell dir vor, es ist Krieg und du bist falsch angezogen

Adibas Buchcover

Der Roman adibas des georgischen Exil-Schrifstellers Zaza Burchuladze liegt jetzt in einer deutschen Übersetzung von Anastasia Kamarauli  beim Aufbau Verlag vor:

Es gibt eine neue Realität, in der echt und gefälscht nicht mehr zu unterscheiden sind, eine Realität, in der Konzerne und Regierungen die Medien manipulieren und Menschen ihre Körper und Gefühle. Es ist die Realität 2.0, sie ist gefährlich, der Name dafür ist: adibas

“Zaza Burchuladze hat ein sehr bewegendes, hochkomisches und zugleich tieftrauriges Buch geschrieben.” – Wladimir Sorokin

Es herrscht Krieg zwischen Russland und Georgien. Die russischen Truppen haben Tiflis eingekreist. Doch die Happy Few der Neureichen-Bohème, der Tiflis-Hipster und Womanizer erleben den Krieg vor ihrer Haustür hauptsächlich durch Fernsehen, Radio und Internet. Keiner weiß, welcher Information noch zu trauen ist. Die Augen weit geschlossen durchstreifen sie die Stadt zwischen Alltag und Ausnahmezustand. Was ist echt in einer Welt aus Fake-Nachrichten, Fake-Brüsten, Fake-Gefühlen und Fake-Kriegen? Echtheit spielt nur in einer Hinsicht eine Rolle: Markenklamotten. So die profane Antwort der Protagonisten. Erst als auch diese letzte Gewissheit ins Wanken gerät, beginnen sie zu verstehen.

Aufbau Verlag

Fotoband “Fotos für die Pressefreiheit”

Am 3. Mai ist der Internationale Tag der Pressefreiheit. Zu diesem Anlass gibt Reporter ohne Grenzen Deutschland den Fotoband “Fotos für die Pressefreiheit” heraus. Per Crowdfunding unter https://www.startnext.com/pressefreiheit2015 sollen die notwendigen 7500 € für die Veröffentlichung eingeworben werden. Nach Spendensumme gestaffelt winken kleinere und größere Geschenke zum Thema Meinungs- und Pressefreiheit. Man kann sich noch bis einschließlich 17.4.2015 mit einer Spende beteiligen.

Buchtipp: “1000 Peitschenhiebe” von Raif Badawi

Morgen erscheint im Ullstein Verlag der Titel “1000 Peitschenhiebe”. Geschrieben hat ihn der saudische Blogger Raif Badawi, dessen Schicksal seit Monaten Menschen weltweit bewegt. Informationen von Spiegel Online folgend enthält das Buch nicht nur einen Text, den Badawi seiner Frau Ensaf Haidar per Telefon aus der Haft heraus diktiert habe, sondern – erstmals auch in deutscher Sprache – die mittlerweile gelöschten Blogeinträge, die zu seiner Verurteilung im vergangenen Jahr geführt hatten.

Der Gewinn soll Badawi und seiner Familie zugute kommen.

Zeichner verteidigen die Meinungsfreiheit

zeichner_verteidigen_meinungsfreiheit„Das Recht auf freie Meinungsäußerung ist ein Grundrecht der Aufklärung und darf zu keiner Zeit verhandelbar sein. Wir brauchen eine offene Gesellschaft wie die Luft zum Atmen.“, schreibt der Aladin-Verlag zur Veröffentlichung dieses Buches. 29 Zeichner aus Australien, Deutschland, England, Frankreich, Österreich sind dem Aufruf des Aladin-Verlags gefolgt und treten mit ihren Bildern dafür ein, dass die Meinungsfreiheit respektiert und verteidigt wird.
Die gesamten Erlöse kommen dem „Writers in Prison“-Programm des PEN zugute.

DANKE an buch7.de für eine großartige Spende

Kennt ihr schon buch7.de ?buch7-Logo

Eine richtig gute Alternative zu diesem viel zu mächtigen Internetversandbuchhandel mit A… ;) Hier werden 75 % des Gewinns an soziale Projekte gespendet und die Vorschläge dafür kommen direkt von den Kunden.

Jetzt hatten auch wir das Glück vorgeschlagen zu werden und eine großes Spende von 1000 € für die Arbeit von Gefangenes Wort zu bekommen.

Dafür sagen wir herzlich DANKE an buch7.de !!

Bei Ling: Ausgewiesen. Über China. Übersetzt v. Karin Betz

Bei Ling_AusgewiesenBei Ling: Ausgewiesen. Über China
Im Westen hoch angesehen, im eigenen Land unerwünscht: Bei Ling – Verleger, Autor und Freund der Dissidenten Liu Xiaobo und Ai Weiwei – gibt in diesem autobiographischen Sachbuch Einblicke in die Mechanismen der chinesischen Staatsmacht, insbesondere der Zensur. Durch seine Arbeit als Verleger und Autor gerät er immer wieder ins Visier der Partei, 2000 wurde er von den chinesischen Sicherheitsbehörden verhaftet, weil er die regimekritische Literaturzeitschrift Tendenzen herausgegeben hatte; Susan Sontag und Günter Grass setzten sich erfolgreich für seine Freilassung ein. Nicht nur im eigenen Land will man ihm den Mund verbieten – von der Frankfurter Buchmesse wurde der Exilchinese 2009 als Podiumsgast zunächst ein-, dann auf Druck der offiziellen chinesischen Delegation wieder ausgeladen. In »Ausgewiesen« gibt Bei Ling Einblicke in den chinesischen literarischen Untergrund, erzählt von seiner Zeit in Gefangenschaft und davon, wie es ist, keinen heimatlichen Boden betreten zu dürfen.

Suhrkamp
19,95 €

Zekarias Kebraeb: Hoffnung im Herzen, Freiheit im Sinn: Vier Jahre auf der Flucht nach Deutschland. Aufgeschrieben von Marianne Moesle

Kebraeb_Hoffnung im Herzen, Freiheit im SinnEritreas Jugend kennt keine Zukunft: Mit Bussen werden die Abiturienten direkt nach der Zeugnisausgabe ins Militärlager gebracht, um dort unter Drill und Folter zu zerbrechen. Um dem zu entgehen, gibt es für den 17-jährigen Zekarias Kebraeb nur einen Ausweg: die Flucht nach Europa. Vier Jahre dauert der Höllentrip, den Zekarias nur knapp überlebt. Er erleidet Hunger, Durst und Elend auf seinem Weg durch den afrikanischen Busch, die Sahara und übers Mittelmeer. In Italien angekommen, wähnt er sich am Ziel. Doch er stößt auf Ablehnung und Widerstand durch Polizei und Behörden. Wieder muss er fliehen, und der Wunsch, ein normales Leben in Freiheit zu führen, rückt abermals in weite Ferne.

Bastei Lübbe
8,99 €

Enoh Meyomesse: Gedichte des Häftlings in Kondengui

Mit begleitenden Kommentaren von Jürgen Strasser, Philo Ikonya und Patrice Nganang.
Aus dem Französischen übersetzt von Jürgen Strasser.

Der Gedichtband des kamerunischen Schriftstellers und politischen Aktivisten Enoh Meyomesse ist während seiner Haft im berüchtigten Kondengui Gefängnis entstanden. Das Buch ist ein erschütterndes Dokument aus diesem Gefängnis – die Insassen bekommen bloß einmal täglich zu essen, die sanitären Anlagen sind dürftig. Mit Folter und Schutzgelderpressungen wird versucht, den Inhaftierten Geständnisse zu entreißen. Die Behörden missbrauchen das Strafrechtssystem, um Oppositionelle, MenschenrechtsaktivistInnen oder kritische JournalistInnen mundtot zu machen oder gegen Homosexuelle vorzugehen.

Löcker Verlag
19,80 €

Pinar Selek: Frau im Exil

In ihrem neuesten Buch blickt Pınar Selek auf eine Geschichte von fünfzehn Jahren juristischer Willkür zurück, der sie bis heute ausgesetzt ist. In diesem Essayband erzählt sie, was es bedeutet, im Exil zu leben, ohne Freunde und Familie und auch weit weg von der Heimat zu sein, nach der sie sich sehnt. Auf sehr berührende Weise beschreibt Pınar Selek, wie es sich anfühlt, nicht mehr selbst bestimmen zu können, wo man leben will.
Wir von Gefangenes Wort freuen uns sehr über das Erscheinen dieses Buches, insbesondere deshalb, da wir die Drucklegung dieses Werks finanziell unterstützt haben.

 

Orlanda Verlag
8,00 €