Gefangenes Wort erhält großzügige Spende

 (© Stadt Gießen)

Madelyn Rittner und Lisa Novian überbringen Oberbürgermeisterin Grabe-Bolz die Glückwünsche von Gefangenes Wort (© Stadt Gießen)

Die Gießener Oberbürgermeisterin Dietlind Grabe-Bolz zählt seit Jahren zu engagiertesten Unterstützern von Gefangenes Wort e.V. Anlässlich ihres 60. Geburtstags, zu dem ihr die Vorsitzende Madelyn Rittner und die ehemalige stellvertretende Vorsitzende Lisa Novian im Namen des Vereins herzlich gratulierten, verzichtete die Oberbürgermeisterin auf persönliche Geschenke und bat stattdessen um Spenden für die Gießener Tafel und Gefangenes Wort. Warum ihre Wahl neben der Tafel auch auf Gefangenes Wort fiel, erläutert Grabe-Bolz wie folgt: „Gerne habe ich anlässlich meines 60. Geburtstages zu Spenden für Gefangenes Wort e.V. aufgerufen. Mit seinem Einsatz für Hunderte weltweit in Gefängnissen sitzende Schriftsteller/innen, Autoren/innen, Journalisten/innen, Künstler/innen setzt sich der Verein für die Meinungsfreiheit, für die Inhaftierten und für die Freiheit des kritischen Geistes ein und weist uns darauf hin, dass wir für die Meinungsfreiheit kämpfen müssen, wenn wir den Gedanken der Freiheit ernst nehmen. Denn Freiheit ist immer auch die Freiheit des Andersdenkenden – hier und überall. Herzlichen Dank für Ihr Engagement!”

Die Gäste folgten dem Wunsch des Stadtoberhaupts und zeigten sich äußerst großzügig: Nach derzeitigem Stand beläuft sich die Summe der Spenden auf 3171,15 €. Die Vorsitzende Rittner ist hoch erfreut, „dass Frau Oberbürgermeisterin Grabe-Bolz unseren Verein Gefangenes Wort anlässlich ihres 60. Geburtstages nicht nur finanziell fördert, sondern uns vor allem auch während ihrer Geburtstagsfeier im Gießener Rathaus eine Plattform bot, um unsere Tätigkeiten vorzustellen. Aber nicht nur dafür, sondern auch für ihre Unterstützung in den vergangenen Jahren, sind wir der Oberbürgermeisterin zu großem Dank verpflichtet.“ Mit den Einnahmen unterstützt Gefangenes Wort Schriftsteller/innen und Journalisten/innen auf der ganzen Welt, die aufgrund ihrer kritischen Meinungsäußerung drangsaliert, inhaftiert und verfolgt werden. Und der Unterstützungsbedarf ist – leider – nach wie vor hoch, denn derzeit sind weltweit allein über 350 Journalisten/innen, Medienassistenten/innen und Blogger/innen im Gefängnis.

SPD-Bundesvorsitzender und hessischer Landes- und Fraktionsvorsitzender Thorsten Schäfer-Gümbel widmet Gefangenes Wort seine Facebook Aktion

Diese Woche widmet der SPD-Bundesvorsitzende und hessische Landes- und Fraktionsvorsitzende Thorsten Schäfer-Gümbel seine Facebook-Aktion für besonderes gesellschaftliches Engagement unserem Verein! Er begründet dies wie folgt: „Freie Meinungsäußerung ist ein Menschenrecht. Der Verein Gefangenes Wort setzt sich mit Aktionen für Meinungsfreiheit und für inhaftierte Autoren, Journalisten und Künstler ein. Dieses Engagement ist ein wichtiges Zeichen für Menschenrechte.”

Wir freuen uns sehr und bedanken uns ganz herzlich bei Thorsten Schäfer-Gümbel.

Mehr Infos über die Aktion findet ihr unter http://www.schaeferguembel.de/meldungen/39999/202779/Fuer-freie-Meinungsaeuszerung.html

Hermann Kesten-Preis 2015 für Verleger Madjid Mohit und Hermann Kesten-Förderpreis für Verein Gefangenes Wort e.V.

Wir gratulieren dem Verleger Madjid Mohit (Sujet-Verlag, Bremen), der dieses Jahr den Hermann Kesten-Preis des deutschen PEN-Zentrums erhält.

Erstmals verleiht der PEN auch den Hermann Kesten-Förderpreis. Unserem Verein kommt die Ehre zuteil als erste diese Auszeichnung zu erhalten! Wir freuen uns sehr darüber und danken dem deutschen PEN recht herzlich.

Link zur Pressemeldung

Über Uns

Die Allgemeine Erklärung der Menschenrechte steht für Freiheit, Gerechtigkeit und Humanität. Sie stellt die ideelle Grundlage unserer Aktivitäten dar, mit denen wir uns für die Durchsetzung der Menschenrechte weltweit engagieren. Einen besonderen Schwerpunkt hierbei bildet Art. 19, welcher das Recht auf freie Meinungsäußerung umfasst:

„Jeder Mensch hat das Recht auf freie Meinungsäußerung. Dieses Recht umfasst die Freiheit, Meinungen unangefochten anzuhängen und Informationen und Ideen mit allen Verständigungsmitteln ohne Rücksicht auf Grenzen zu suchen, zu empfangen und zu verbreiten.“

Auf erschreckende Weise wird die Meinungsfreiheit in vielen Ländern unterdrückt oder missbraucht. Die Verteidigung der freien Meinungsäußerung in Wort, Schrift und Tat, die Freiheit der Äußerung von Ideen zum friedvollen, kritischen und konstruktiven Austausch, ohne die Befürchtung angegriffen, verfolgt oder verhaftet zu werden, bildet den Kern unserer Bemühungen. Der Verein „Gefangenes Wort“ hat sich zum Ziel gesetzt, durch öffentliche Kampagnen, Petitionen sowie durch kulturelle Veranstaltungen auf die bedrohliche Situation jener Menschen aufmerksam zu machen, die aufgrund ihrer literarischen, journalistischen, verlegerischen oder künstlerischen Tätigkeiten unter Repressionen leiden, zensiert, bedroht oder inhaftiert werden. Der Formulierung des Writers-In-Prison-Komitees entsprechend gilt jedoch eine Prämisse: „Personen, die wegen Propagierung von Gewalt oder gar ihrer Anwendung verurteilt wurden, und solche, die zum Rassenhass aufgerufen haben, werden nicht unterstützt“, weil ihre Aktivitäten mit der Charta des Internationalen PEN und der Allgemeinen Erklärung der Menschenrechte unvereinbar sind.

Im Zentrum unserer Öffentlichkeitsarbeit steht der seit 1980 am 15. November weltweit begangene Writers-In-Prison-Day. Alljährlich organisieren die nationalen PEN-Zentren und zahlreiche andere Organisationen, die sich für die Bewahrung und Durchsetzung der Menschenrechte engagieren, Veranstaltungen, um die internationale Öffentlichkeit immer wieder an das Schicksal all jener zu erinnern, die in ihren Ländern mundtot zu machen versucht werden, weil sie ihre Meinung zum Ausdruck bringen. Mit der Hilfe von zahlreichen Bücherspendern organisieren wir rund um den Writers-In-Prison-Day einen großen Bücherflohmarkt, dessen Erlös einem Schützling, dessen Familie oder einer couragierten und gemeinnützigen Organisation zugute kommt. Außerdem versuchen wir, die Öffentlichkeit durch Lesungen, Konzerte und Pressearbeit auf die kritische Lage der Meinungs- und Pressefreiheit in vielen Ländern aufmerksam zu machen. Unserer längerfristiges Ziel ist die Einrichtung des Programms „Stadt der Zuflucht“ in der Universitätsstadt Gießen, das verfolgten Schriftstellerinnen und Schriftstellern für einen bestimmten Zeitraum eine Unterkunft und ein Stipendium gewährt, um ihnen die Möglichkeit zu eröffnen, unbehelligt von Repressalien ihrer Berufung in Freiheit nachzugehen.

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