Fotograf Lu Guang inhaftiert

Der chinesische Fotograf Lu Guang wurde nach Aussage seiner Frau Anfang November festgenommen. Er befand sich auf dem Weg in die Provinz Xinjiang. Das berichtet Reporter ohne Grenzen. Der in New York lebende Lu Guang befasst sich in seinen Projekten mit Umwelt und sozialen Themen. Der volle Bericht findet sich hier

Tolle Aktion von ROG: Fonts for Freedom

Fonts for FreedomAllein im Jahr 2018 wurden bisher über 140 Medienorganisationen zensiert bzw. geschlossen. Aus diesem Grund hat Reporter ohne Grenzen eine unbedingt unterstützenswerte Aktion initiiert: Fonts for Freedom. ROG hatte die Schriften verbotenener Zeitungen nachgebaut und sie auf diese Weise zu Botschaftern der Pressefreiheit gemacht. Erfahren Sie hier mehr über die Aktion und unterstützen Sie das Projekt.

Doku-Tipp: “Schweig. Oder Stirb.”

Die ARD zeigt eine spannende, investigative Doku über den Mord an den beiden Journalisten Jan Kuciak (Slowakei) und Daphne Caruana Galizia (Malta). Der Film rekonstruiert nicht nur die Morde, sondern verfolgt die Recherchen weiter, die den beiden Reportern das Leben kosteten. In der Mediathek ist die Doku jederzeit abrufbar.

Rudolf Bahro im “Leseland DDR”

Diesen Monat widmet sich Michael Novian in seiner Kolumne einem historischen Thema: der Zensur im selbsternannten “Leseland DDR”. Er beschäftigt sich mit dem Autor Rudolf Bahro, der sich kritisch mit dem sozialistischen System auseinandersetze, weshalb seine Bücher in der DDR nicht erscheinen konnten. Lesen Sie hier den ganzen Artikel.

Vermehrte Übergriffe auf Journalisten in Deutschland

Die Zahl der tätlichen Vorfälle gegenüber in Deutschland tätigen Journalisten soll in diesem Jahr angestiegen sein. Dies berichtet die FAZ. In diesem Jahr sollen es bereits 22 Angriffe gegeben haben, während im letzten Jahr fünf Vorfälle registriert wurden. Der Großteil der diesjährigen Angriffe sollen während rechten und rechtsextremen Veranstaltungen stattgefunden haben.

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Afrikanischer Journalist Hassan Murhabazi wieder aufgetaucht

Der afrikanische Journalist und Radiomoderator Hassan Murhabazi wurde letzten Freitag nach knapp drei Tagen des vermisst seins wieder aufgetaucht. Er verschwand am 11. September nach einem anyonymen Anruf. Zuvor hatte er bereits Drohbriefe erhalten. Die Ursache seines Verschwindens sind noch nicht geklärt. Weitere Informationen befinden sich hier

Shawkan seit fünf Jahren im Gefängnis

Heute auf den Tag genau sitzt der ägyptische Fotograf Mahmud Abu Seid, bekannt als Shawkan, seit fünf Jahren ohne Anklage im Gefängnis in Kairo. Weil er über die gewaltsame Auflösung der Protestcamps von Anhängern des gestürzten Präsidenten Mursi berichtete, wurde er inhaftiert. Ein amerikanischer und ein französischer Journalist, die mit ihm verhaftet worden waren, kamen sofort wieder frei. Shawkan hingegen droht die Todesstrafe. 75 Todesurteile sind in dem Massenprozess, in dem auch er angeklagt ist, schon ausgesprochen worden.

Mehr Informationen finden sich bei der Süddeutschen Zeitung. Amnesty International bietet Informationen, was jeder Einzelne tun kann, um zu helfen: Ein Brief an die bei Amnesty genannte Adresse kann helfen. Wer Shawkan unterstützen möchte, findet alles weitere hier.

Oleg Senstov wegen seines Hungerstreiks in Lebensgefahr

Heute ist der 91. Tag des Hungerstreiks des ukrainischen Filmemachers und Autors Oleg Sentsov. Am 14. Mai hatte er diesen begonnen, um auf die Inhaftierung von 65 ukrainischen politischen Gefangenen in Russland hinzuweisen und ihre Entlassung zu fordern. Mittlerweile hat er über 30 kg verloren, leidet unter Herz- und Nierenproblemen. Der Besuch eines zivilen Krankenhauses wird ihm verweigert, obwohl er schon zu schwach zum Aufstehen ist.

Mehr Informationen finden sich bei PEN International.

Bangladeschische Schriftsteller und Aktivist Shahidul Alam verhaftet

Der bangladeschische Schriftsteller, Fotograf und Aktivist Shahidul Alam wurde in der Nacht des 5. August festgenommen. Grund dafür seien ein Radiointerview und Beiträge in sozialen Medien gewesen, in denen er die Regierung kritisiert habe, so Salil Tripathi, Vorsitzende des Writers in Prison Committee von PEN International. Er ist Geschäftsführer der Drik Picture Library, Gründer einer Fotoschule und hat mehrere Bücher veröffentlicht. Mit seinen Arbeiten weist er auf die Marginalisierten in der Gesellschaft Bangladeshs hin.

Mehr Informationen finden sich bei PEN International.

Studio des Künstlers Ai Weiwei ohne Vorwarnung abgerissen

Laut der BBC wurde das Studio des Künstlers Ai Weiwei in Beijing ohne Vorwarnung abgerissen. Das war aber nicht der erste Vorfall dieser Art: Auch schon 2011 wurde ein Studio Weiweis in Shanghai unvermittelt zerstört. Als einer der berühmtesten Lyriker Chinas gestaltete er für die Olympischen Spiele 2008 das Stadion in Beijing. Danach nahm jedoch seine Kritik an der chinesischen Regierung immer mehr zu. Seit 2015 lebt der mittlerweile 60-Jährige nun in Deutschland.

Verurteilung Galal El-Behairys wegen eines nicht veröffentlichten Gedichtbandes

Galal El-Behairy ist ägyptischer Lyriker und Aktivist. Aufgrund eines Liedtextes wurde er verhaftet, geschlagen und gefoltert. Nun wurde er wegen eines noch nicht veröffentlichten(!) Gedichtbandes mit dem Titel „The Finest Women on Earth“ zu drei Jahren Haft und einer Geldstrafe von 10.000 ägyptischen Pfund verurteilt. Mehr zu erfahren gibt es beim amerikanischen PEN.

Ein Gedicht Galal El-Behairys aus dem Tora Gefängnis in Kairo ist in englischer Übersetzung hier zu lesen.

Freispruch für Deniz Yücel abgelehnt

Der zuständige Richter hat den Antrag auf Freispruch, den Yücels Anwalt Veysel Ok gestellt hatte, abgelehnt und dabei unter anderem auf die “Schwere der Anklage verwiesen”. Yücel nimmt an dem Prozess nicht teil, da er nach seiner Entlassung aus der Untersuchungshaft ausgereist war. Weitere Informationen zum Prozess gegen ihn finden Sie hier.

Prozess gegen Deniz Yücel findet morgen statt

Laut Reporter ohne Grenzen findet morgen der Prozess gegen den deutsch-türkischen Journalisten Deniz Yücel statt. Der Prozess wird in der Türkei vollzogen. Vorgeworfen werden dem Journalisten “Aufstachelung zu Hass und Feindseligkeit” und “Propaganda für eine Terrororganisation”. Yücel befand sich bis zum Februar 2018 für ein Jahr in der Türkei in Haft und wurde. Mehr Informationen und eine Aktion von RoG findet ihr hier

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Crowdfunding-Kampagne zu “Eine Hand voller Sterne” verlängert

STERNE-STARS_Header_StartnextDie Laufzeit der Crowdfunding-Kampagne zur Finanzierung des Filmprojekts “Eine Hand voller Sterne” wurde bis zum 24. Juni 2018 verlängert. Gefangenes Wort unterstützt das Projekt der Verfilmung von Rafik Schamis eindrucksvollem Roman und ruft zur Spende dafür auf. Hier kann man sich über das Projekt informieren und bei Interesse auch gleich spenden.