Neuer Verstand bei der Jahreshauptversammlung gewählt

Auf der Jahreshauptversammlung am 26. Januar wurde ein großer Teil des Vorstands in seiner Position bestätigt: Wie im letzten Jahr übernimmt Madelyn Rittner den Vorsitz, Michael Novian und Michael Weise fungieren als stellvertretende Vorsitzende. Lisa Weise, die in den letzten Jahre die Kasse makellos geführt hat, gibt sie nun an Lena Frewer ab. Wir möchten Lisa an dieser Stelle noch einmal ganz herzlich danken! Kassenprüferinnen sind Sarah Noske und Annina Hofferberth.
Nach der Jahreshauptversammlung folgte die schon traditionelle Klausurtagung, in der es um neue Projekte des Vereins ging.

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Der neue Vorstand (v. l. n. r.): Michael Weise, Michael Novian, Lena Frewer und Madelyn Rittner.

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Gruppenfoto von der Klausurtagung

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Wettbewerb für Schüler*innen zum Tag der Pressefreiheit

Unter dem Motto “Wir reden mit!” veranstalten Reporter ohne Grenzen, der Verband Deutscher Zeitschriftenverleger, die Stiftung Lesen und die Behörde des Bundesbeauftragten für die Stasi-Unterlagen zum Tag der Pressefreiheit einen Wettbewerb für Kinder und Jugendliche. Dabei geht es darum, Schüler*innen Raum für Themen ihrer Wahl zu geben, zu denen sie ihre Meinung äußern möchten. Bis zum 1. März haben Teilnehmende Gelegenheit, ihre Beiträge einzureichen.

Weitere Informationen finden Sie hier.

Radiojournalist in Mexiko ermordet

In Mexiko wurde nach Berichten von Reporter ohne Grenzen Deutschland am Wochenende der Radiojournalist Jesús Ramos Rodríguez ermordet. Während eines Gesprächstermins mit einem Lokalpolitiker in einem Hotel wurde er von einem Attentäter erschossen. Jesús Ramos Rodríguez ist bereits der zweite Journalist, der in diesem Jahr in Mexiko ermordet wurde.

Weitere Informationen finden Sie hier.

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Die Uncensored Playlist von Reporter ohne Grenzen

Heute möchten wir auf ein cooles, unkonventionelles Projekt hinweisen, mit der Reporter ohne Grenzen gegen die Unterdrückung von Meinungs- und Pressefreiheit angeht: Im März 2018 veröffentlichten sie die Uncensored Playlist, für die Texte von chinesischen, ägyptischen, thailändischen, usbekischen und vietnamesischen Journalist_innen zu Pop-Songs umgearbeitet wurden. So können Texte, die vorher streng zensiert wurden, doch verbreitet werden – denn Streaming-Dienste werden nicht so streng kontrolliert. Nun gibt es die Playlist auch auf Vinyl – für diejenigen, die Reporter ohne Grenzen vielleicht auf diesem Wege unterstützen möchten. Hier findet ihr mehr Infos zum Projekt.

Inhaftierter Schriftsteller Rashad Ramazanov befindet sich im Hungerstreik

Der aserbaidschanische Schriftsteller Rashad Ramazanov wurde schon vor fast sechs Jahren zu neun Jahren Haft verurteilt – angeblich, weil er Drogen besessen und verkauft haben soll. Der PEN International hingegen hält die Anklage für politisch motiviert. Nun befindet sich Ramazanov im Hungerstreik, um auf seine Inhaftierung und die anderer Blogger hinzuweisen.
Zu ihnen gehört auch Mehman Huseynov, der sich gegen Korruption einsetzt. Eigentlich hätte er längst freigelassen werden sollen, doch stattdessen haben die aserbaidschanischen Behörden weitere Anklagen erhoben.

Wer mehr zu diesen Fällen erfahren und vielleicht sogar einen Brief an die aserbaidschanischen Behörden schreiben möchte, um gegen die Inhaftierung der Schriftsteller zu protestieren, findet bei PEN International weitere Informationen.

Neujahrsgrüße und Einstieg in 2019 mit unserem Januar-Artikel

Wir wünschen allen ein frohes neues Jahr und möchten die Gelegenheit nutzen, uns bei allen zu bedanken, die uns 2018 bei unserem Einsatz für die Meinungsfreiheit begleitet und unterstützt haben. Für 2019 sind natürlich auch schon Veranstaltungen geplant, über die wir euch auf unserer Website und über Facebook auf dem Laufenden halten werden.

Erwarten könnt ihr aber auch weiterhin jede Menge aktuelle Informationen zur allgemeinen Lage der Meinungsfreiheit in der Welt und zu verfolgten Schriftstellerinnen und Schriftstellern. Einen tollen Gesamtüberblick bietet Daniel Schneider in unserer Kolumne im Januar, die ihr hier finden könnt. Daniel wirft darin einen Blick zurück auf die wachsende Gefährdung der Meinungsfreiheit in der Welt, aber auch in Deutschland. Grund genug für uns, unsere Arbeit 2019 umso motivierter fortzusetzen!

Fotograf Lu Guang inhaftiert

Der chinesische Fotograf Lu Guang wurde nach Aussage seiner Frau Anfang November festgenommen. Er befand sich auf dem Weg in die Provinz Xinjiang. Das berichtet Reporter ohne Grenzen. Der in New York lebende Lu Guang befasst sich in seinen Projekten mit Umwelt und sozialen Themen. Der volle Bericht findet sich hier

Tolle Aktion von ROG: Fonts for Freedom

Fonts for FreedomAllein im Jahr 2018 wurden bisher über 140 Medienorganisationen zensiert bzw. geschlossen. Aus diesem Grund hat Reporter ohne Grenzen eine unbedingt unterstützenswerte Aktion initiiert: Fonts for Freedom. ROG hatte die Schriften verbotenener Zeitungen nachgebaut und sie auf diese Weise zu Botschaftern der Pressefreiheit gemacht. Erfahren Sie hier mehr über die Aktion und unterstützen Sie das Projekt.

Doku-Tipp: “Schweig. Oder Stirb.”

Die ARD zeigt eine spannende, investigative Doku über den Mord an den beiden Journalisten Jan Kuciak (Slowakei) und Daphne Caruana Galizia (Malta). Der Film rekonstruiert nicht nur die Morde, sondern verfolgt die Recherchen weiter, die den beiden Reportern das Leben kosteten. In der Mediathek ist die Doku jederzeit abrufbar.

Rudolf Bahro im “Leseland DDR”

Diesen Monat widmet sich Michael Novian in seiner Kolumne einem historischen Thema: der Zensur im selbsternannten “Leseland DDR”. Er beschäftigt sich mit dem Autor Rudolf Bahro, der sich kritisch mit dem sozialistischen System auseinandersetze, weshalb seine Bücher in der DDR nicht erscheinen konnten. Lesen Sie hier den ganzen Artikel.

Vermehrte Übergriffe auf Journalisten in Deutschland

Die Zahl der tätlichen Vorfälle gegenüber in Deutschland tätigen Journalisten soll in diesem Jahr angestiegen sein. Dies berichtet die FAZ. In diesem Jahr sollen es bereits 22 Angriffe gegeben haben, während im letzten Jahr fünf Vorfälle registriert wurden. Der Großteil der diesjährigen Angriffe sollen während rechten und rechtsextremen Veranstaltungen stattgefunden haben.

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Afrikanischer Journalist Hassan Murhabazi wieder aufgetaucht

Der afrikanische Journalist und Radiomoderator Hassan Murhabazi wurde letzten Freitag nach knapp drei Tagen des vermisst seins wieder aufgetaucht. Er verschwand am 11. September nach einem anyonymen Anruf. Zuvor hatte er bereits Drohbriefe erhalten. Die Ursache seines Verschwindens sind noch nicht geklärt. Weitere Informationen befinden sich hier

Shawkan seit fünf Jahren im Gefängnis

Heute auf den Tag genau sitzt der ägyptische Fotograf Mahmud Abu Seid, bekannt als Shawkan, seit fünf Jahren ohne Anklage im Gefängnis in Kairo. Weil er über die gewaltsame Auflösung der Protestcamps von Anhängern des gestürzten Präsidenten Mursi berichtete, wurde er inhaftiert. Ein amerikanischer und ein französischer Journalist, die mit ihm verhaftet worden waren, kamen sofort wieder frei. Shawkan hingegen droht die Todesstrafe. 75 Todesurteile sind in dem Massenprozess, in dem auch er angeklagt ist, schon ausgesprochen worden.

Mehr Informationen finden sich bei der Süddeutschen Zeitung. Amnesty International bietet Informationen, was jeder Einzelne tun kann, um zu helfen: Ein Brief an die bei Amnesty genannte Adresse kann helfen. Wer Shawkan unterstützen möchte, findet alles weitere hier.

Oleg Senstov wegen seines Hungerstreiks in Lebensgefahr

Heute ist der 91. Tag des Hungerstreiks des ukrainischen Filmemachers und Autors Oleg Sentsov. Am 14. Mai hatte er diesen begonnen, um auf die Inhaftierung von 65 ukrainischen politischen Gefangenen in Russland hinzuweisen und ihre Entlassung zu fordern. Mittlerweile hat er über 30 kg verloren, leidet unter Herz- und Nierenproblemen. Der Besuch eines zivilen Krankenhauses wird ihm verweigert, obwohl er schon zu schwach zum Aufstehen ist.

Mehr Informationen finden sich bei PEN International.