Journalist am hellichten Tag in Uganda entführt

Der Journalist Charles Etukuri wurde in Uganda am 13. Februar 2018 am hellichten Tag von fünf Unbekannten in Militäruniform entführt. Fünf Tage zuvor hatte er noch in einem Artikel von einem finnischen Geschäftsmann berichtet, der Sicherheitssysteme verkauft hatte und am 5. Februar vom ugandischen Geheimdienst verhaftet worden sei. Ein Tag später war dieser tot in einem Hotel aufgefunden worden. Eine Verbindung zwischen dem Geheimdienst und dem Tod legte Etukuri nahe. Reporter ohne Grenzen fordert die Aufklärung der Entführung und die Befreiung des Journalisten.

Deniz Yücel kommt frei

Nach der vorgestrigen guten Meldung, dass Eskinder Nega freigelassen wurde, folgt nun die nächste: Auch Deniz Yücel ist aus dem türkischen Gefängnis entlassen worden. Vor einem Jahr war er wegen “Terrorverdachts” inhaftiert worden, eine Anklage oder einen Prozess hat es seitdem nicht gegeben. Nun ist er frei, auch wenn die türkischen Ermittlungen gegen ihn weiterlaufen. Das berichtet die Zeit.

Journalist Eskinder Nega freigelassen

Vor wenigen Tagen haben wir von Eskinder Negas Fall berichtet: Der äthiopische Journalist weigerte sich, ein falsches Geständnis zu unterschreiben und verblieb deswegen im Gefängnis. Nun vermeldet das Committee to Protect Journalists, dass Eskinder Nega nach fast sieben Jahren unrechtmäßiger Haft endlich freigelassen wurde. Wir freuen uns über diese Entwicklung!

Rekordzahlen inhaftierter Journalisten in der Türkei, China und Ägypten

Das zweite Jahr in Folge wurde ein trauriger Rekord erreicht: Die Anzahl weltweit inhaftierter Journalisten erreicht ein historisches Hoch. Grund dafür sind laut dem Committee to Protect Journalists der fehlender Druck der USA und anderer westlicher Länder gegenüber denjenigen Staaten, die zu den schlimmsten Verfolgern der Journalisten zählen: Türkei, China und Ägypten.

Journalist Eskinder Nega weigert sich, falsches Geständnis zu unterzeichnen

Die äthiopische Regierung setzte den Journalisten und Blogger Eskinder Nega unter Druck, im Austausch für eine Freilassung ein falsches Geständnis zu unterschreiben. In diesem sollte er zugeben, dass er Mitglied der “Ginbot 7“ wäre, einer Organisation, die von der Regierung als terroristische Gruppierung eingestuft wurde. Er weigerte sich jedoch und muss nun weiterhin eine 18-jährige Haftstrafe absitzen, die durch ein Gerichtsverfahren zustande kam, das von der “U.N. Arbeitsgruppe für willkürliche Festnahmen” als nicht den internationalen Standards entsprechend beurteilt wurde. Mehr hierzu finden Sie auf der Website des Committee to Protect Journalists.

Zwei Journalisten in Guatemala ermordet

In Coatepeque, im Südwesten Guatemalas, wurden die beiden Journalisten Laurent Castillo und Luis Alfredo de León von Bauern tot in einem Feld gefunden. Sie waren gefesselt und durch Kopfschüsse ermordet worden. Die beiden Autoren waren unterwegs, um über den Karneval zu berichten. Ob der Mord im Zusammenhang mit ihrer Arbeit steht, ist nicht bekannt. Mehr dazu ist bei Reporter ohne Grenzen zu lesen.

Februar-Artikel unserer Kolumne im Gießener Anzeiger erschienen!

Die aktuelle Kolumne im Februar dreht sich um den kubanischen Schriftsteller Ángel Santiesteban, der zum Unrechtsregime ein besonders komplexes Verhältnis hatte. Daniel Schneider beschreibt diese wechselvolle Beziehung zwischen Schriftsteller und Diktatur, die mit einer positiven Haltung begann und schließlich in Publikationsverboten, Drohungen und einer Haftstrafe endete. Hier geht es zum Text.

1000 Tage Haft und mehr für Narges Mohammadi

Seit 1000 Tagen sitzt die iranische Journalistin und Menschenrechtsverteidigerin Narges Mohammadi in Haft. Der Vorwurf der “Gründung einer verbotenen Gruppierung” resultierte in einer insgesamt 16-jährigen Haftstrafe. Mittlerweile ist sie gesundheitlich stark angeschlagen, weil ihr die nötige medizinische Behandlung versagt wurde. Reporter ohne Grenzen fordert die internationale Gemeinschaft dringend zur Reaktion gegen diese Ungerechtigkeit auf. Mehr Details finden Sie hier.

Neues BND-Gesetz bezüglich der Überwachung von Journalisten

Ein neues Gesetz soll es dem deutschen Auslandsgeheimdienst genehmigen, EU-Bürger auch außerhalb der EU zu kontrollieren, sofern es für Deutschland politisch relevant ist. Dies berichtet Reporter ohne Grenzen. Der Spiegel hat bereits vor knapp einem Jahr berichtet, dass 1999 Überwachungen gegenüber Journalisten stattgefunden haben sollen. Die Pressekonferenz des BND findet hierzu am Dienstag, den 30. Januar um 9:30 im ARD-Hauptstadtstudio statt.

Aktualisierung:  Reporter ohne Grenzen haben gegen das Gesetz eine Verfassungsbeschwerde eingereicht. Die Organisation hat die Klage zusammen mit fünf zivilgesellschaftlichen Klägern eingereicht.

 

Der harte Kampf verfolgter Autoren um Asyl

In einem Gespräch mit der »Jungen Welt« berichtet Sascha Feuchert, Vizepräsident des PEN-Zentrums Deutschland und Literaturwissenschaftler an der ­JLU Gießen, über die prekäre Lage der in Asyl lebenden Schriftsteller in Deutschland. Den Artikel finden Sie hier auf der Seite der Tageszeitung.

Erinnerung an Shawkan und die ägyptische Todesfolter

EGYPT-TRIAL-MEDIA-SHAWKAN

Seit vier Jahren sitzt Mahmud Abu Zeid – genannt Shawkan – nun in Ägypten im Gefängnis. Vor Kurzem wurde er dreißig Jahre alt, sein Gesundheitszustand verschlechtert sich zunehmend. Nach Anämie und Hepatitis C saß er bei den letzten Besuchen seiner Familie bereits häufig im Rollstuhl. Der Antrag auf eine Freilassung aus gesundheitlichen Gründen wurde von der Regierung abgelehnt – Shawkan sei gesund, so die Aussage.

Während das Sisi Regime für Deutschland einer der führenden Waffenkunden ist, warten jene Ägypter, die sich in ihrem Land für Meinungs- und Versammlungsfreiheit einsetzen und infolgedessen im Gefängnis sitzen, zumeist umsonst auf Unterstützung.

Shawkans Bruder unterhält die facebook Seite “Freedom for Shawkan”, um an das Schicksal seines Bruders zu erinnern. Der gesamte Artikel über die aktuelle Situation Shawkans und die Lage in Ägypten findet sich hier.

Writers-in-Prison-Day 2017

Heute, am 15.11., ist der Writers-in-Prison-Day (Tag des inhaftierten Schrifstellers), durch welchen jährlich auf das Schicksal zu Unrecht inhaftierter Autoren, DoiW-2017Journalisten, Verleger und Blogger aufmerksam gemacht werden soll. Außerdem soll an eben jene erinnert werden, welche getötet wurden, weil sie ihre Meinung frei geäußert haben.

Der internationale PEN stellt jedes Jahr exemplarisch die Schicksale einiger Autoren und Journalisten vor. Dieses Jahr stehen die Türkei, Äquatorialguinea, Honduras, Vietnam und Syrien im Fokus. Hier gelangen Sie zum ganzen Artikel.

Askarow nach Bericht über gewalttätige ethnische Unruhen zu jahrelanger Haft verurteilt

Elena Müller berichtet diesen Monat in unserer Kolumne über den kirgisischen Journalisten und Menschenrechtsaktivisten Asimschon Askarow, dem seit seiner Festnahme im September 2010 kein fairer Prozess gemacht wurde.Azimzhan_Askarov
Der Vorwurf: “Beihilfe in einem Mordfall und Anstachelung zum Hass”…

Hier geht es zum Artikel des Gießener Anzeigers.