Ahmad Zeidabadi – Iran

Portrait Ahmad ZeidabadisAutor-Patenschaft 2010

Zur Person:

Ahmad Zeidabadi, 1965 in der iranischen Provinz Kerman geboren, zählt zu den bekanntesten reformorientierten Journalisten im Iran und gilt als Experte für die politische Situation des Nahen Ostens. Er promovierte an der Universität in Teheran mit der Arbeit „Religion and Government in Israel“. U.a. schrieb für die gemäßigte Zeitung Hamshahri und zuletzt für Rooz Online, eine Nachrichtenwebseite mit Sitz in Belgien. Er war Mitglied der prodemokratischen Studentenvereinigung Daftar-e Tahkim-e Vahdat und wurde 2008 zum Präsidenten der Graduierten- vereinigung Advar-e Tahkim-e Vahdat ernannt, welche sich für staatliche Reformen und die Verbesserung der Menschenrechtssituation im Iran einsetzen.

Der Weltverband der Zeitungen und Nachrichtenmedien (WAN-IFRA) hat den inhaftierten Journalisten mit der “Goldenen Feder der Freiheit 2010“ ausgezeichnet und ihn mit diesem jährlich vergebenen Preis für „sein mutiges Handeln trotz Verfolgung und für seinen herausragenden Beitrag zur Verteidigung und Förderung der Pressefreiheit“ geehrt. „Ahmad Zeidabadi gehörte zu denen, die Widerstand gegen diese tyrannische Herrschaft leisteten, die die verfassungsmäßigen Rechte der Bürger verletzt hat, und so kam es, dass Gefängnis und Einzelhaft sein Schicksal wurde“, sagte Akbar Ganji, Preisträger der “Goldenen Feder der Freiheit 2006“, der ebenfalls vom iranischen Regime inhaftiert worden war und den Preis stellvertretend für Zeidabadi entgegengenommen hat.

Der Fall

Ahmad Zeidabadi wurde am 21. Juni 2009 im Zuge der gewaltsamen Niederschlagung der Massenproteste gegen die umstrittene iranische Präsidentschaftswahl verhaftet. Seine Frau Mahdieh Mohammadi, die ihren Mann erst nach 53 Tagen besuchen durfte, berichtete in einem Interview mit der Deutschen Welle, dass Zeidabadi die ersten 35 Tage in einer 1 Meter mal 1,5 Meter kleinen Zelle in Isolationshaft eingekerkert saß.

Letzter Stand: Ausstellung November 2010