Jorge Olivera Castillo – Kuba

Jorge Olivera Castillo war zwischen 1983 und 1993 Redakteur des staatlichen kubanischen Fernsehens und wurde gezwungen, seine Arbeit niederzulegen, nachdem er sich öffentlich gegen die Zensurpolitik Kubas ausgesprochen hatte.

Am 1. März 2006 wurde Castillo erneut zu einer Anhörung vor das kommunale Volkstribunal in Havanna vorgeladen, wo er über eine große Anzahl von Auflagen informiert wurde, die er zu befolgen habe, sollte er weiterhin außerhalb des Gefängnisses leben wollen. Obwohl er aus gesundheitlichen Gründen im Dezember des Jahres 2004 aus der Haft entlassen worden war, lägen die Haftgründe weiterhin vor, weshalb Castillo auf Geheiß der kubanischen Behörden jederzeit dazu gezwungen werden könne, den Rest seiner 18jährigen Haftstrafe zu verbüßen.

In einer E-Mail an den englischen P.E.N. beschrieb er seine Situation:

Here, the situation remains tense… The sword of Damocles continues to hang over me. Every time that someone knocks at the door, I cannot rid myself of the idea that it is the police coming to take me away; entirely possible in this totalitarian system. In spite of this, I continue to write articles and literature. I can’t stop writing, if I couldn’t write I don’t know what would become of me.”

Letzter Stand: Ausstellung 2010