Meera Jamal im deutschen Exil

Meera Jamal (Deutsche Welle)

Unsere aktuelle Kolumne: Meera Jamal hat ihre pakistanische Heimat nach Drohungen verlassen / Exil in Deutschland

In unserer aktuellen Kolumne im Gießener Anzeiger berichtet Daniel Schneider über die pakistanische Journalistin Meera Jamal. Die 1982 geborene Journalistin war seit 2003 bei de englischsprachigen “Dawn”, eine der alteingesessenen Tageszeitungen Pakistans, tätig und hatte sich in ihren Artikeln bereits öfter für die Rechte der Frauen im Land stark gemacht. Nachdem sie 2008 vom US-Außenministerium zu den zehn wichtigsten Journalistinnen Pakistans gezählt wurde, wandte sie sich in einem Artikel den ‚Madrasas‘, den Koranschulen Pakistans, zu und kritisierte deren Dogmatismus. Kurz darauf wurde Jamal, die selbst als Atheistin groß geworden ist, auf der Straße von vier Männern mit einem Messer bedrängt, die ihr sagten: „Wenn du nicht damit aufhörst, kriegst du Probleme. Und deine Familie auch.“ Um ihre Familie und sich selbst zu schützen, floh Jamal daraufhin nach Deutschland.

Den vollständigen Artikel gibt es auf der Website des Gießener Anzeigers und als PDF.

Weiterführende Links

Meera Jamal ist Redakteurin des von Reporter ohne Grenzen betreuten Blogs Journalists in Exile.

In der Reihe “Journalisten im deutschen Exil” portraitierte Deutschlandradio Kultur im Januar 2015 fünf Journalisten aus Pakistan, Afghanistan, Syrien und Uganda, die im Exil zwar in Sicherheit in leben, aber als Autorinnen und Autoren plötzlich kaum noch eine Möglichkeit zum Veröffentlichen zu haben. Welche Themen brennen ihnen unter den Nägeln? Und was ist ihre Perspektive auf Deutschland? Die Journalistin Rebecca Roth berichtet zusammen mit den Exil-Journalisten. Darunter findet sich auch ein Beitrag mit Meera Jamal.