Mohammad Hassan Fallahiya – Iran

Im November 2006 wurde der Journalist Mohammad Hassan Fallahiya verhaftet, nachdem er regierungskritische Artikel veröffentlicht und angeblich oppositionelle Gruppen im Ausland kontaktiert hatte. Fallahiya wurde am 21. April 2007 in einem Verfahren zu drei Jahren Haft verurteilt, in dem ihm laut Amnesty International jeder Rechtsbeistand verweigert wurde. Der P.E.N. forderte fortwährend bedingungslos seine Freilassung, da seine Inhaftierung eine eindeutige Verletzung des Rechts auf freie Meinungsäußerung darstelle.

Die Schriftstellervereinigung zeigte sich zutiefst besorgt über Fallahiyas Gesundheitszustand und fürchtete Folterungen. Er leidet unter Sichelzellenanämie, erhielt in der Haft aber offenbar keine medizinische Hilfe. Wie seine Familie berichtete, wurde ihr untersagt, Medikamente ins Gefängnis zu bringen, was die Befürchtungen um seinen Gesundheitszustand groß werden ließ.

Zu Zeit seiner Verhaftung war Fallahiya Herausgeber und Mitarbeiter von Aqlam al-Taba“, einer Publikation der Ahvaz-Universität in der Provinz Khuzestan und arbeitete außerdem für mehrere arabische Fernseh- und Radiosender, unter anderem für „Abu Dhabi TV“ und dessen Radiostationen sowie für den libanesischen Sender „al-Mustaqbal“. Fallahiya gehört zur arabischen Minderheit im Iran, die hauptsächlich in der Provinz Khuzestan lebt.

Da sich die arabische Bevölkerung von der iranischen Regierung diskriminiert und unterdrückt fühlt, kommt es dort seit 2005 immer wieder zu Unruhen. Die letzten Vermutungen im Fall Mohammad Fallahiyas seitens des englischen P.E.N. gehen in die Richtung, dass Fallahiya im November 2009 nach Verbüßung seiner Haftstrafe wieder freigelassen wurde. Über seine derzeitige Situation liegen jedoch keine gesicherten Informationen vor.

Letzter Stand: Ausstellung 2010