Normando Hernández González – Kuba

Autor-Patenschaft 2009

Der kubanische Journalist der Website Cubanet und ehemalige Direktor des „Camagüey College für unabhängige Journalisten“ wurde am 13. Juli 2010 nach sieben Jahren und vier Monaten im Gefängnis zusammen mit seiner Frau und seiner Tochter ins Exil nach Spanien ausgeflogen, wo er nach vielen Jahren erstmals auch seine in Miami lebende Mutter in die Arme schloss.

Festgenommen wurde González bei einer Razzia gegen mutmaßliche Dissidenten im März 2003. Zusammen mit 74 weiteren Journalisten und Schriftstellern wurde ihm innerhalb eines Tages der Prozess gemacht, so dass keine Möglichkeit bestand, sich auf die Anschuldigungen juristisch vorzubereiten. So wurde er zu 25 Jahren Gefängnis verurteilt.

Während seiner Zeit im Gefängnis hatte der Regimekritiker immer wieder mit den schlechten Haftbedingungen zu kämpfen. Er litt unter verschiedenen Herz- Magen- und Kreislauferkrankungen und verlor dramatisch an Gewicht.

Seine überraschende Freilassung ist auf die Gespräche der kubanischen Regierung mit der katholischen Kirche und dem spanischen Außenminister Moratinos zurückzuführen. Insgesamt 52 Dissidenten, die während des „schwarzen Frühlings“ 2003 verurteilt wurden, gewährte Spanien in diesem Rahmen den Exilantenstatus.

In einer Presseerklärung dankte González den vielen verschiedenen Menschenrechtsorganisationen und namentlich auch unserer Gießener Studenteninitiative für die seelische und materielle Unterstützung, die er und seine Familie während der Haftzeit erhalten hatten. Im Jahr 2009 gingen die 800 Euro Erlös unseres Bücherflohmarkts an die Familie des 40-Jährigen. Zudem haben wir eine Petition für die Freilassung González an die kubanische Regierung geschickt.

Letzter Stand: Ausstellung 2010