Erfolgreicher Bücherflohmarkt 2019

Letztes Wochenende war unser Benefiz-Bücherflohmarkt im Rahmen des WG-Flohmarkts in Gießen. Dabei konnten 541 Bücher verkauft und 521,36 € eingenommen werden (sogar noch ein kleines Stück mehr als im letzten Jahr)! An dieser Stelle möchten wir uns noch einmal ganz herzlich bei allen Helfer_innen bedanken, die für den guten Zweck stundenlang auf den Beinen waren!  Und danke natürlich auch an alle Spender_innen und Bücherfreund_innen, die fleißig Bücher gekauft haben!

Bücherflohmarkt Juni 2019

Sorge um Narges Mohammadis Gesundheit

Im Juni 2010 wurde die iranische Journalistin Narges Mohammadi verhaftet. Seitdem wurde sie zu fünf Jahren Gefängnis wegen „konspirativer Vereinigung“, einem Jahr wegen „Verbreitung regierungsfeindlicher Propaganda“ und zehn Jahre für ihre Arbeit mit Legam, die sich gegen die Todesstrafe richtet, verurteilt. Letzteres wurde als „Gründung und des Betriebs einer illegalen Organisation“ eingestuft.
Im Gefängnis entwickelte sie eine Infektion. Nach einer Operation wurden ihr die nötigen Medikamente wie Antibiotika vorenthalten. Erst entzündeten sich die OP-Wunden, nun breitete sich die Infektion auf ihren Blutkreislauf aus und ihr Zustand verschlechtert sich weiter.

Mehr Informationen zu Mohammadis Fall, findet ihr bei PEN International.

Juni-Kolumne im Gießener Anzeiger

Im April hat Reporter ohne Grenzen die Rangliste der Pressefreiheit 2019 herausgegeben, in denen sie die Lage der Presse- und Informationsfreiheit in 180 Ländern bewerten. Schlusslicht bildet Turkmenistan. Deshalb berichtet Annina Hofferberth in der aktuellen Kolumne im Gießener Anzeiger über die turkmenische Journalistin Soltan Achilova, die wegen ihrer unabhängigen Arbeit schon beleidigt, mit dem Tod bedroht, ausgeraubt und an der Ausreise gehindert wurde. Den Artikel findet ihr hier.

Bücherspendenannahme und Bücherflohmarkt am Samstag, 8. Juni

Foto ergebnis büflo

Auch dieses Jahr veranstalten wir wieder einen Benefiz-Bücherflohmarkt im Rahmen des diesjährigen Gießener WG-Flohmarktes am Samstag, den 8. Juni 2019.

Wenn ihr Bücher für einen guten Zweck spenden möchtet, könnt ihr das von 10:00-14:00 Uhr in der Ludwigstraße 57 im Hof des Wirtshauses Apfelbaum tun. Es werden im Rahmen der Bücherspenden keine Bildbände angenommen. Wir bitten um Verständnis, dass ggf. einzelne Bücher nicht angenommen werden können (z.B. aufgrund zu schlechten Zustands).

Der Buchverkauf startet um 16:00 Uhr und läuft bis um 22:00 Uhr am selben Ort. Wie immer kommen die Einnahmen des Bücherflohmarktes dem Vereinszweck zugute und unterstützen zu Unrecht verfolgte Journalist*innen und Schriftsteller*innen weltweit. Also kommt gerne zum Stöbern vorbei!

Veranstaltung mit Zobaen Sondhi in Allendorf Lumda

Zobaen Sondhi liest aus seinem autobiographischen Werk

Zobaen Sondhi liest aus seinem autobiographischen Werk

Künstlerhof Arnold in Allendorf Lumda

Künstlerhof Arnold in Allendorf Lumda

Im Rahmen der Veranstaltungsreihe „Worte in Ketten“, welche wir alljährlich in Kooperation mit der Gießener VHS ausrichten, durften wir am 19. Mai Zobaen Sondhi im Künstlerhof Arnold in Allendorf (Lumda) begrüßen. Der bengalische Autor, welcher in Bangladesch aufgrund der Thematisierung von Menschenrechten und des Islams verfolgt wird, las am Sonntagvormittag aus seinem autobiographischen Werk vor und beantwortete im Anschluss die Fragen des Publikums.

Neben Zobaen Sondhi las auch Hörbuchsprecher und Autor Sven Görtz aus Sondhis ins Deutsche übersetzte Werk, sowie ausgewählte Texte verfolgter Autoren aus Syrien, Russland und anderen Ländern. Nach der anregenden Diskussion gab es darüber hinaus noch die Möglichkeit, das Ateliers des Künstlers W. H. Arnold zu besichtigen.

Gruppenbild mit den Veranstaltern der Reihe (VHS und Gefangenes Wort)

Gruppenbild mit den Veranstaltern der Reihe (VHS und Gefangenes Wort)

Gemeinsame Veranstaltung mit der VHS in Allendorf im Rahmen unserer “Worte in Ketten”- Reihe am 19. Mai

Zobaen Sondhi

Foto: Stefanie Silber

Schon als Teenager engagierte sich Zobaen Sondhi für Menschenrechte (wie die Meinungsfreiheit) in Bangladesch. Trotz gewalttätiger Reaktionen gründete er mit anderen Aktivisten den Blog „Nobojug“ (New Age), auf dem er über Menschenrechtsverletzungen und den Islam schreibt. Als radikal-islamische Gruppen eine tödliche Jagd auf die Blogger begannen und die Regierung tatenlos dabei zusah, musste er schließlich fliehen.

Neben Zobaen Sondhi liest der Hörbuchsprecher und Autor Sven Görtz Texte verfolgter und verbotener Autoren aus Syrien, Russland, Kamerun, China, der Türkei und anderen Ländern.

Hier geht es zur Veranstaltung

Mai-Kolumne im Gießener Anzeiger

Quelle: dpa

Quelle: dpa

Auch in diesem Monat gibt es in unserer Kolumne im Gießener Anzeiger einen neuen Bericht. Der Artikel entstand im Rahmen des Blockseminars “Online-Jorunalismus im Spannungsfeld von Pressefreiheit und Zensur”, auf das bereits am 07. März auf unserer Homepage aufmerksam gemacht wurde (hier finden Sie den Artikel).

In diesem Monat wird über den Fall des US-Journalisten und Bürgerechtler Mumia Abu-Jamal, welcher seit 37 Jahren versucht, dass sein Fall neu aufgerollt wird, berichtet. Verurteilt wurde er dafür, dass er im Jahr 1982 einen Polizisten umgebracht habe.

Hier finden Sie den Artikel im Gießener Anzeiger

Tag der Pressefreiheit am 03. Mai

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Bild: Zeynep Özatalay (taz Panter Stiftung)

Anlässlich des Tages der Pressefreiheit veröffentlicht die taz Panter Stiftung eine Sonderausgabe zu diesem Thema. In dem Artikel berichtet Ines Pohl über die derzeitige Lage in vielen Regionen der Welt und was zum Schutz der Pressefreiheit getan werden kann. Zudem appelliert sie sowohl an die Journalist*Innen als auch an die Politiker*Innen und welche Rolle diese im Kampf für Presse- und Meinungsfreiheit spielen. Auch spricht sie die Rolle eines jeden Einzelnen an.

Den lesenswerten Artikel finden Sie hier

“Dem Ausland wirft man Zückerchen hin” – April-Kolumne im Gießener Anzeiger erschienen

Auch in diesem Monat wird unsere Kolumne von Studierenden des Seminars “Online-Journalismus im Spannungsfeld von Pressefreiheit und Zensur” betreut. Im April schreibt Isabella Iskra über die Erfahrungen der türkischen Journalistin Pelin Ünker, die im Januar 2018 aufgrund ihrer Recherchen zu den “Panama-Papers” verhaftet wurde.

Den Artikel im Gießener Anzeiger können Sie hier nachlesen.

Interview mit der georgischen Journalistin Edita Badasyan

Im Rahmen der Übung “Online-Journalismus im Spannungsfeld von Pressefreiheit und Zensur”, die im Wintersemester 2018/19 an der JLU Gießen stattfand und von einem Edita BadasyanGefangenes Wort-Mitglied mitveranstaltet wurde, haben die drei Studierenden Isabella Iskra, Christopher Giogios und Nico Terhorst ein überaus spannendes Interview mit der georgischen Journalistin Edita Badasyan geführt. Darin geht es um die Rolle von Netzwerken für international arbeitende Reporterinnen, die Abhängigkeitsverhältnisse der Presse im Südkaukasus und tabuisierte Themen, die von Badasyan öffentlich gemacht wurden. Lesen Sie hier das Interview.

Blockseminar zu “Online-Journalismus im Spannungsfeld von Pressefreiheit und Zensur” an der JLU Gießen

An zwei Wochenenden im Januar und Februar 2019 haben sich 18 Studierende des Studienfachs Fachjournalistik Geschichte intensiv mit den Herausforderungen, Chancen und Gefahren beschäftigt, die der Online-Journalismus im Kampf um Pressefreiheit bietet, dabei aber auch neue Formen der Zensur recherchiert und diskutiert. Geleitet wurde die Übung von Christoph Asche, stellvertretender Chefredakteur bei Business Insider, und Michael Weise, stellvertretender Vorsitzender von Gefangenes Wort. Lesen Sie hier den Pressebericht zum Seminar.

Im Rahmen dieser Veranstaltung haben drei Studierende Kolumnen verfasst, die in den Monaten März, April und Mai am ersten Samstag des Monats im Gießener Anzeiger erscheinen werden. Den Auftakt hat bereits Ann-Kathrin Wächter mit einem Artikel über den Kanada lehrenden polnischen Historiker Jan Grabowski gemacht.

“Es bleibt alles liegen” – Nachlese zur Lesung mit Aziz Tunç, 20.02.2019

Am Mittwoch, den 20.02.2019, veranstalteten wir eine Lesung mit Aziz Tunç im Kerkradezimmer der Kongresshalle Gießen. Tunç ist kurdisch-alevitischer Herkunft und wurde 1956 im türkischen Elbistan geboren. Im Gespräch mit Zeynal Sahin vom Ausländerbeirat erzählte der Autor zunächst von seiner Erfahrungen mit Folter und wiederholten Festnahmen, die ihn seit den 1980er Jahren begleiten. Nur durch einen Zufall hielt er sich während des Putsches in der Türkei im Juli 2016 in Deutschland auf und lebt seither im Exil. IMG-20190221-WA0000

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v.l.n.r. Daniel Schneider, Aziz Tunç, Zeynal Sahin

Im Zentrum seiner Lesung stand ein Text aus seinem Buch zum Massaker von Marraş im Jahr 1978, bei dem 100 Menschen hauptsächlich kurdischer Herkunft starben. Der Autor trug den Text auf Türkisch vor, die Übersetzung wurde von Daniel Schneider vorgelesen. Er erzählte die Geschichte der Familie des Lehrers Süleyman, der 1978 in Marraş ermordet wurde. Aufgrund seiner Berichterstattung über dieses Ereignis war und ist er Verfolgungen und Repressalien durch den türkischen Staat ausgesetzt.

Im anschließenden Gespräch mit dem Publikum ging es neben seiner Erfahrung als Autor im Exil vor allem um die Frage, wie sich die deutsche Gesellschaft gegen Unterdrückung von Meinungsfreiheit und Diskriminierung religiöser Minderheiten positionieren und mobilisieren kann.

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Gruppenfoto der Vereinsmitglieder mit dem Autor