Hetze Gegen Anette Dittert

Tagesschau.de zufolge soll die Reporterin Anette Dittert wegen kritischer Berichterstattung bezüglich der Lage in Polen bedroht werden. Ihr Film “Polen vor der Zerreißprobe – Eine Frau kämpft um ihr Land” wurde im Dezember auf arte ausgestrahlt. Via Twitter wurde gegen Dittert und die Protagonistin des Filmes bedroht worden sein. Des weiteren wurden Nazi-Vergleiche bemüht. 

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Konfiszierung sudanesischer Zeitungen

Laut Reporter ohne Grenzen sollen von acht sudanesischen Zeitungen die Gesamtausgabe beschlagnahmt worden sein. Sie wurden vom NISS, dem “National Intelligence and Security Service” eingezogen. Die Zeitungen haben sich zuvor kritisch über den Anstieg des Brotpreises und den dadurch ausgelösten Unruhen im Sudan geäußert. Näheres findet ihr hier.

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Zehn Journalisten im Iran festgenommen

Nach Reporter ohne Grenzen Deutschland sind etwa Zehn Bürgerjournalisten während der Proteste im Iran fest genommen worden. Dies soll filmisch festgehalten worden sein, die Filmenden wurden jedoch auch festgenommen. Zwischenzeitlich soll das Internet vor Ort komplett abgeschaltet worden sein, vermutlich, um die Verbreitung der Informationen zu stoppen. Den ursprünglichen Artikel finden Sie hier.

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Neujahrsgrüße

Der Verein wünscht all seinen Mitgliedern und Begleitern wie Unterstützern und Unterstützten ein frohes neues Jahr. So lange unser Wunsch nach der Freiheit des Wortes nicht erfüllt ist, werden wir uns auch dieses Jahr mit all unseren Möglichkeiten dafür einsetzen.

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Der harte Kampf verfolgter Autoren um Asyl

In einem Gespräch mit der »Jungen Welt« berichtet Sascha Feuchert, Vizepräsident des PEN-Zentrums Deutschland und Literaturwissenschaftler an der ­JLU Gießen, über die prekäre Lage der in Asyl lebenden Schriftsteller in Deutschland. Den Artikel finden Sie hier auf der Seite der Tageszeitung.

Bei Besuch im Gefängnis selbst verhaftet

nguyen-ngoc-nhu-quynhVietnamesische Bloggerin Nguyen Ngoc Nhu Quynh wurde wegen ihrem Einsatz für Menschenrechte der „Propaganda“ gegen den Staat bezichtigt.

Lena Frewer berichtet in unserer monatlichen Kolumne im Gießener Anzeiger über das Schicksal der vietnamesischen Bloggerin.
Nguyen Ngoc Nhu Quynh begann ihren ersten Blog im Jahr 2006 unter dem Pseudonym “Me Nam” (“Mutter Pilz”). Die Verweigerung medizinischer Behandlung sozial benachteiligter Menschen in einem Krankenhaus nahm sie zum Anlass, auf Missstände der Menschenrechtslage in Vietnam aufmerksam zu machen. Die thematischen Schwerpunkte ihrer Texte liegen seither vor allem auf Sozialpolitik, Ökologie, Menschenrechtsverletzungen sowie der Korruption in ihrem Heimatland.

Den ganzen Artikel finden Sie hier auf der Seite des Gießener Anzeigers.

Erinnerung an Shawkan und die ägyptische Todesfolter

EGYPT-TRIAL-MEDIA-SHAWKAN

Seit vier Jahren sitzt Mahmud Abu Zeid – genannt Shawkan – nun in Ägypten im Gefängnis. Vor Kurzem wurde er dreißig Jahre alt, sein Gesundheitszustand verschlechtert sich zunehmend. Nach Anämie und Hepatitis C saß er bei den letzten Besuchen seiner Familie bereits häufig im Rollstuhl. Der Antrag auf eine Freilassung aus gesundheitlichen Gründen wurde von der Regierung abgelehnt – Shawkan sei gesund, so die Aussage.

Während das Sisi Regime für Deutschland einer der führenden Waffenkunden ist, warten jene Ägypter, die sich in ihrem Land für Meinungs- und Versammlungsfreiheit einsetzen und infolgedessen im Gefängnis sitzen, zumeist umsonst auf Unterstützung.

Shawkans Bruder unterhält die facebook Seite “Freedom for Shawkan”, um an das Schicksal seines Bruders zu erinnern. Der gesamte Artikel über die aktuelle Situation Shawkans und die Lage in Ägypten findet sich hier.

Worte in Ketten – Lesung und Autorengespräch

Gestern, am Freitag, den 24. November, fand die von der vhs Landkreis Gießen und uns organisierte Veranstaltung “Worte in Ketten” statt. Im Rahmen dieser las der Hörbuchsprecher Sven Görtz vor etwa 45 Gästen Texte verfolgter und verbotener Autoren aus Syrien, Russland, Kamerun, China, der Türkei und anderen Ländern vor. Des Weiteren gab der 2014 aus Syrien geflohene Autor Yamen Hussein durch das Lesen eigener Texte dem Publikum einen eindrucksvollen Einblick in arabische Originalwerke. Auf die Lesung folgte eine Gesprächsrunde, in welcher Yamen Hussein, die Landrätin Anita Schneider, Prof. Dr. Sascha Feuchert (Writers-in-Prison-Beauftragter des deutschen PEN) und Sven Görtz über politisch-gesellschaftliche Fragen – aber auch die bedrückende und lebensbedrohliche Situation Betroffener diskutierten. Dank der tollen Lesung, dem guten anschließenden Gespräch und einem interessierten Publikum, war es ein rundum gelungener Abend!

 

Erhebliche Zweifel an der Rechtsstaatlichkeit Polens

Passend zum Writers-in-Prison-Day hat das EU-Parlament in Straßburg für eine Überprüfung der Rechtsstaatlichkeit Polens gestimmt. Im Rahmen dieser sollen die Justizreformen sowie die Eingriffe in die Medien- und Versammlungsfreiheit genauer beleuchtet werden. In den Maßnahmen der regierenden Partei PiS sehen die Abgeordneten einen massiven “Verstoß gegen die europäischen Grundwerte”. Sollte ein solcher festgestellt werden, könnte Polen ein Entzug der Stimmrechte drohen. Den ganzen Artikel finden Sie hier.

Writers-in-Prison-Day 2017

Heute, am 15.11., ist der Writers-in-Prison-Day (Tag des inhaftierten Schrifstellers), durch welchen jährlich auf das Schicksal zu Unrecht inhaftierter Autoren, DoiW-2017Journalisten, Verleger und Blogger aufmerksam gemacht werden soll. Außerdem soll an eben jene erinnert werden, welche getötet wurden, weil sie ihre Meinung frei geäußert haben.

Der internationale PEN stellt jedes Jahr exemplarisch die Schicksale einiger Autoren und Journalisten vor. Dieses Jahr stehen die Türkei, Äquatorialguinea, Honduras, Vietnam und Syrien im Fokus. Hier gelangen Sie zum ganzen Artikel.

Hoffnung auf Meinungs- und Pressefreiheit im Iran noch weit von der Erfüllung entfernt.

Golrokh-Ebrahimi-Iraee-1In unserer November Kolumne im Gießener Anzeiger berichtet Madelyn Rittner über die iranische Autorin und Aktivistin Golrokh Ebrahimi Iraee, die aufgrund einer verschriftlichten Kritik an der Praktik des Steinigens zu sechs Jahren Haft verurteilt wurde. Auch ihren Mann, den Menschenrechtsaktivisten Arash Sadeghi, verurteilte das Gericht wegen Propaganda- und Konspirationsvorwürfen zu 19 Jahren Haft. Durch einen Hungerstreik konnte dieser eine kurzzeitige Haftentlassung Iraees bewirken. Am 22. Januar 2017 wurde die Schriftstellerin jedoch erneut festgenommen.

Der ganze Artikel lässt sich hier nachlesen.