Weg sein – hier sein

Weg sein - hier sein - CoverWenige Themen werden in Europa mit mehr Leidenschaft diskutiert als das der Flüchtlinge. Doch die Betroffenen selbst nehmen daran nicht teil. Woher kommen sie eigentlich? Wie sah ihr Alltag aus, ihr Leben zwischen Wohnung, Arbeit, Familie, Freunden und Nachbarn? Welche Welt, welche Lieben und Sehnsüchte haben sie verlassen, und wie schwer ist es, in der neuen Welt einen Platz zu finden mit neuen Lieben und Sehnsüchten? Was löst es bei ihnen aus, wenn der europäische Mob Häuser anzündet, die zu ihrem Schutz gebaut wurden, wenn kaltherzige Politiker Angst vor ihnen schüren?
Dieses Buch soll die Stimme der Literatur hörbar machen, um überhaupt die Voraussetzung für eine ernsthafte »Flüchtlingsdebatte« zu schaffen, die sich um Schicksale dreht und nicht um Obergrenzen. Die jetzt in deutscher Sprache vorliegenden Texte können nur ein Anfang sein. Aber sie geben ihren Autoren eine Stimme zurück, von der wir hoffen, dass sie an vielen Orten zu hören sein wird.
Zu den Autoren gehört auch Amer Matar, der im November 2012 im Rahmen unserer Lesereihe “W.I.E. erzählt…” in Gießen zu Gast war.

“Exilliteratur im Jahre 2016. Reflektiert, anspruchsvoll und ohne das Pathos der Wehleidigkeit. Stimmen, die hierzulande so bislang nicht zu vernehmen waren – und doch das Hierzulande thematisieren.” (Jürgen Deppe in Neue Bücher auf NDR Kultur / 24 October 2016)

Weg sein – hier sein.
Mit einem Vorwort von Sherko Fatah
und 19 Porträtfotografien von Mathias Bothor
Secession Verlag für Literatur
24,00 €

Writers-in-Exile-Lesereihe in Offenbach

Die Akademie für interdisziplinäre Prozesse (afip) veranstaltet diesen Sommer eine Lesereihe mit Stipendiaten des Writers-in-Exile-Programms in Offenbach. Die Auftaktlesung wird der syrische Autor Amer Matar, der ja auch schon in Gießen zu Gast war, am Donnerstag, den 16.05.2013 um 19.00 Uhr halten. Am 21. Juni wird dann Adam Guzuev, Autor und Regisseur aus Tschetschenien in Offenbach lesen. Und für den 04. Juli
ist Najet Adouani, Lyrikerin und Autorin aus Tunesien angefragt.
Alle Veranstaltungen finden in der Akademie für interdisziplinäre Prozesse,
Ludwigstraße 112 A – Goetheplatz, 63067 Offenbach, statt.
Mehr dazu unter:
http://www.afip-hessen.de/
und
https://www.facebook.com/afip.hessen

 

 

 

2.-5. Mai 2013: Jahrestagung und Wahlen des PEN in Marburg

Das deutsche PEN-Zentrum veranstaltet vom 2-5. Mai 2013 seine Jahrestagung in Marburg. Dabei wird auch ein Teil des Vorstands neu gewählt. Gefangenes Wort wird während der Tagung die Betreuung der Writers-in-Exile-Stipendiaten übernehmen. U.a. wird auch Amer Matar, der im November auch in Gießen zu Gast war, vor Ort sein, um am Eröffnungsabend zusammen mit Najet Adouani über Syrien im Krieg und die enttäuschten Hoffnungen in Tunesien sprechen.
Weitere Informationen dazu unter:

http://www.pen-deutschland.de/de/2013/04/19/jahrestagung-und-wahlen-des-pen-in-marburg-vom-2-5-mai-2013/

 

 

 

 

 

 

„Die Menschen werden massenweise ermordet“

(olz). „Die Bilder in Syrien sind mit den Bildern des Ersten oder
Zweiten Weltkriegs zu vergleichen. Es ist alles kaputt. Die
Menschen werden massenweise ermordet“, sagt Amer Matar.
Auf Einladung der studentischen Initiative „Gefangenes Wort“
war der syrische Journalist, der als Stipendiat des „Writers in
Exile“-Programms des PEN mittlerweile im Exil in München lebt,
zu Lesung und Gespräch ins Café Giramondi gekommen. Vor
rund 30 Zuhörern berichtete er aus seinem Heimatland und von
seiner persönlichen Situation.

Der ganze Artikel

Zwischen zwei Welten

Vor über anderthalb Jahren setzte in Syrien der sogenannte Arabische Frühling ein. Doch die Proteste der Bevölkerung leiteten keinen friedlichen Umbruch ein. Stattdessen wurden sie von den syrischen Sicherheitskräften brutal unterdrückt. Dennoch gingen die Demonstrationen gegen das Regime von Machthaber Baschar al-Assad weiter, der seinerseits immer kompromissloser gegen die eigene Bevölkerung vorging. Nach Schätzungen verschiedener Menschenrechtsorganisationen kamen bisher über 26 000 Menschen bei den Protesten und Kämpfen ums Leben. Fast zehnmal so viele Syrer sind seit Beginn des Konfliktes aus ihrem Heimatland geflüchtet. Einer von ihnen ist Amer Matar.

Larissa Bender (Hg.): Syrien. Der schwierige Weg in die Freiheit

Mit Beiträgen von Omar Alasaad, Ivesa Lübben, Ahmad Hissou, Khawla Dunia, Gabriela Keller, Amer Mattar, Rami Nakhla, Omar Kaddour, Norbert Mattes, Salam Kawakibi, Samar Yazbek, Carsten Wieland, Rosa Yassin Hassan, Kristin Helberg, Yassin Al Haj Saleh, Mouaffaq Nyrabia, Michal Shammas, Friederike Stolleis und einem Ausblick von Volker Perthes.

 

 

 

 

 

 

 

 

Dietz-Verlag

14,90 €