Dem weißrussischen Lohvinau-Verlag droht das Aus

Quelle: PEN Deutschland

In unserer monatlich erscheinenden Kolumne im Gießener Anzeiger berichtet Lisa Weise dieses Mal vom Schicksal des regierungskritischen Lohvinau-Verlags. Diesem droht nach Lizenzentzug und einer empfindlichen Geldstrafe das Aus. Sie finden den Artikel beim Gießener Anzeiger und hier als pdf-Datei.

Postkarten-Aktion: Publizieren legalisieren!

Dem unabhängigen belarussischen Lohvinau-Verlag wurde im Herbst 2013 aus politischen Gründen die Lizenz entzogen. Gemeinsam haben das PEN Zentrum Deutschland, Libereco und Gefangenes Wort eine Postkarten-Aktion lanciert um die Rückgabe der Verlags-Lizenz zu fordern. Bitte versenden auch Sie Appell-Postkarten!
Wenn Sie Postkarten verteilen und versenden möchten, teilen Sie bitte per E-Mail an info@lphr.org oder info@gefangenes-wort.de Ihre Adresse und die Anzahl der gewünschten Postkarten mit. Die Postkarten werden Ihnen dann kostenfrei zugesandt.
Hier können Sie sich die Postkarte als PDF ansehen.

Don’t Play with the Dictator – Eishockey WM in Belarus

Nächste Woche beginnt die Eishockey-WM in Schweden und Finnland. Aus diesem Anlass möchte Gefangenes Wort auf die Aktion “Don’t Play with the Dictator” hinweisen, die u.a. von Libereco und dem norwegischen PEN organisiert wird. Ziel ist es, die Eishockey-WM 2014 nicht in Belarus stattfinden soll, da dieses Ereignis von Lukaschenka zur Selbstinszenierung genutzt werden kann und wohl auch wird.
Mehr dazu unter.
http://www.minsk2014.no/supporters/

Ausstellung: “Menschenrechte und Zivilgesellschaft in Belarus” im Ausstellungsraum der UB eröffnet

Heißt das Land nun eigentlich Weißrussland oder Belarus? Die „Republik Belarus ist auch nach zwanzig Jahren der staatlichen Unabhängigkeit innerlich zerrissen und befindet sich auf der Suche nach einer eigenen nationalen, kulturellen, sprachlichen und geschichtlichen Identität. Zivilgesellschaftliche Initiative und politische Freiheiten sind unter Präsident Lukašenko (russisch; belarussisch: Lukašenka), den manche Medien als „letzten Diktator Europas“ bezeichnen, aus verschiedenen Gründen defizitär entwickelt.

Vor diesem Hintergrund bietet die Ausstellung „Menschenrechte und Zivilgesellschaft in Belarus“ in der Universitätsbibliothek Gießen eine aktuelle Bestandsaufnahme nach den stark umstrittenen Wahlen vom Dezember 2010. Die Ausstellung, die vom 16. April bis zum 16. Mai 2013 auf Initiative des Gießener Zentrum Östliches Europa (GiZO) zu sehen ist, soll die Besucherinnen und Besucher für Konflikte in unmittelbarer EU-Nachbarschaft sensibilisieren. Sie wurde von der Belarus-Koordinationsgruppe von Amnesty International und dem Verein Libereco zusammengestellt.

Termin

Ausstellung „Menschenrechte und Zivilgesellschaft in Belarus“

16. April 2013 – 16. Mai 2013, täglich von 8.30 bis 23 Uhr

Eröffnung: Dienstag, 16. April 2013, 18 Uhr

Ausstellungsraum der Universitätsbibliothek Gießen, Otto-Behaghel-Straße 8, 35394 Gießen

Zeitschrift “Literatur und Kritik”, aktuelles Heft: “Zensur” März 2013 Nr. 471/472

Das aktuelle Heft der Zeitschrift Literatur und Kritik hat sein Dossier dieses Mal den vielen Gesichtern der Zensur gewidmet. Der Autor und Übersetzer Martin Pollack, Kurator des Schwerpunkts der Leipziger Buchmesse, hat Autoren aus Belarus, der Ukraine und Polen versammelt, um ein altes Phänomen zu diskutieren, das immer neue Probleme aufwirft: die Zensur. Wie im vorigen Jahr, als Pollack mit einem jungen Übersetzerteam in “Literatur und Kritik” die neueste Literatur aus Belarus vorstellte, ist auch dieses Dossier dem aktuellen Hauptthema der Leipziger Buchmesse gewidmet.

Besuch des EU-Parlaments in Brüssel

Insgesamt 15 Vertreterinnen und Vertreter von Libereco – Partnership for Human Rights, Gefangenes Wort, Bund für Soziale Verteidigung, Mitglieder von Amnesty International und zwei Belarussische Gäste, Aliaksandr Atroshchankau (politischer Aktivist und Journalist) sowie Siarhiej Mackievič (Vorsitzender des Assembly of NGOs of Belarus), kamen in Brüssel zusammen, um sich zu vernetzen und mit Vertretern der dortigen politischen Institutionen über die Menschenrechtsarbeit bezüglich Belarus zu sprechen.
Mehr dazu unter:
http://www.lphr.org/news/news-details/article/besuch-des-eu-parlaments-in-bruessel//3/