Ausstellung „Von Rebellen, Ketzern, Träumern und Tollköpfen. Meinungsfreiheit und Zensur weltweit“

Ausstellung14Ihr habt es nicht geschafft, unsere Ausstellung „Von Rebellen, Ketzern, Träumern und Tollköpfen. Meinungsfreiheit und Zensur weltweit“ in der VHS Landkreis Gießen zu besuchen? Dann habt Ihr vom 16. Oktober bis zum 23. November in der Gießener Universitätsbibliothek die Möglichkeit, dies nachzuholen.

In China wird „Pu der Bär“ zensiert, in Belarus werden Menschen inhaftiert, weil sie klatschen. In Mexiko sterben jedes Jahr Journalisten, weil sie Korruption und Drogenhandel anprangern. Weltweit wird das Recht auf Meinungsfreiheit immer wieder bedroht, eingeschränkt oder radikal unterdrückt. Die Ausstellung zum Thema Meinungsfreiheit und Zensur zeigt anhand historischer und aktueller Beispiele, wie sich das Recht auf freie Meinungsäußerung entwickelt hat und in welchem Verhältnis die jeweiligen Zensurpraktiken dazu stehen. Im Vordergrund stehen hierbei die Länder Deutschland, Ungarn, Russland, die Türkei, China, Äthiopien und Mexiko, die sowohl historisch als auch in Hinsicht auf die aktuelle Lage der Meinungsfreiheit thematisiert werden. Neben den schriftlichen Dokumenten verleihen Bilder, dreidimensionalen Exponate sowie Kunstobjekte des freien Künstlers Pjervoj Ogonjok der Ausstellung Anschaulichkeit.

Die Vernissage findet am Donnerstag, den 16. Oktober 2014, um 18 Uhr in der UB statt, alle Interessierten sind herzlich eingeladen. Eröffnet wird die Ausstellung von der Gießener Oberbürgermeisterin Dietlind Grabe-Bolz, dem Bibliotheksdirektor Dr. Peter Reuter und unserem Vereinsmitglied Lars Meuser. Anschließend besteht die Möglichkeit, die Ausstellung bei einem Umtrunk zu erkunden.

Nachlese zur Ausstellungseröffnung

Werbeplakat-Lich-A4Am vergangenen Samstag wurde im Rahmen einer gut besuchten Vernissage unsere Ausstellung “Von Rebellen, Ketzern, Träumern und Tollköpfen. Meinungsfreiheit und Zensur weltweit” in der VHS Kreis Gießen in Lich eröffnet. Landrätin Anita Schneider sprach zu diesem Anlass ein Grußwort, in dem sie die grundlegende Bedeutung von Meinungs- und Pressefreiheit für freie Gesellschaften herausstellte. Torsten Denker, Programmbereichsleiter der VHS stellte alsdann unsere Vereinsarbeit vor, bevor unser Mitglied Leslie Kuhlmann die Anwesenden inhaltlich in die Ausstellung einführte. Nach einer ersten Erkundung gab es für die Gäste die Möglichkeit, sich bei einer Tasse Kaffee über die gesammelten Eindrücke auszutauschen und sie auf dem Platz der Meinungsfreiheit niederzuschreiben.

Dass sowohl die Vorbereitung unserer Ausstellung so problemlos funktioniert als auch in Form der Vernissage einen passenden Rahmen gefunden hat, liegt ganz wesentlich am besonderen Engagement Torsten Denkers. Ihm möchten wir an dieser Stelle noch einmal ganz herzlich für die gute Zusammenarbeit danken. Ein großes Dankeschön gebührt auch dem Gießener Künstler Pjervoj Ogonjok, der uns verschiedene Exponate zur Verfügung gestellt hat, die der Ausstellung einen besonderen ästhetischen Reiz verleihen.

Die Ausstellung kann noch bis zum einschließlich 25. Juli 2014 zu den Öffnungszeiten der VHS besucht werden. Was die Presse zu Ausstellung und Vernissage denkt, kann hier nachgelesen werden:

Gießener Anzeiger (auch als pdf-Datei)

Gießener Allgemeine (auch als pdf-Datei)

Mittelhessen.de

Sonntag-Morgenmagazin (Ausgabe Gießen Land – Butzbach – Lich – Grünberg)

Vernissage zur Ausstellung “Von Rebellen, Ketzern, Träumern und Tollköpfen. Meinungsfreiheit und Zensur weltweit” morgen in Lich

Werbeplakat-Lich-A4Am morgigen Samstag, den 10.5.2014 wird unsere Ausstellung “Von Rebellen, Ketzern, Träumern und Tollköpfen. Meinungsfreiheit und Zensur weltweit” in den Räumen der VHS Kreis Gießen in Lich eröffnet. Die Vernissage beginnt um 16 Uhr; und auch danach kann man die Ausstellung noch bis einschließlich 27. Juni 2014 besuchen. Weitere Informationen zur Ausstellung können unter http://www.gefangenes-wort.de/?p=1947 abgerufen werden.

Ausstellung: Von Rebellen, Ketzern, Träumern und Tollköpfen. Meinungsfreiheit und Zensur weltweit

Werbeplakat Lich A4

Am 10. Mai um 16 Uhr eröffnet der Gießener Verein „Gefangenes Wort“ seine Ausstellung „Von Rebellen, Ketzern, Träumern und Tollköpfen. Meinungsfreiheit und Zensur weltweit“ in der Volkshochschule – VHS Landkreis Gießen (Lich).
In China wird „Pu der Bär“ zensiert, in Belarus werden Menschen inhaftiert, weil sie klatschen. In Mexiko sterben jedes Jahr Journalisten, weil sie Korruption und Drogenhandel anprangern. Weltweit wird das Recht auf Meinungsfreiheit immer wieder bedroht, eingeschränkt oder radikal unterdrückt. Die Ausstellung zum Thema Meinungsfreiheit und Zensur zeigt anhand historischer und aktueller Beispiele, wie sich das Recht auf freie Meinungsäußerung entwickelt hat und in welchem Verhältnis die jeweiligen Zensurpraktiken dazu stehen. Im Vordergrund stehen hierbei die Länder Deutschland, Ungarn, Russland, die Türkei, China, Äthiopien und Mexiko, die sowohl historisch als auch in Hinsicht auf die aktuelle Lage der Meinungsfreiheit thematisiert werden. Neben den schriftlichen Dokumenten verleihen Bilder, dreidimensionalen Exponate sowie Kunstobjekte des freien Künstlers Pjervoj Ogonjok der Ausstellung Anschaulichkeit.
Die Vernissage wird von der Landrätin Anita Schneider und Vereinsmitgliedern eröffnet. Anschließend besteht die Möglichkeit bei einem Sekt die Ausstellung zu erkunden. Die Ausstellung kann vom 10. Mai bis zum 27. Juni 2014 zu den Öffnungszeiten der VHS Lich besucht werden. Der Eintritt ist frei.
Veranstaltungsdaten:

10. Mai – 16 Uhr
Eintritt frei
Volkshochschule – VHS Landkreis Gießen
Kreuzweg 33
35423 Lich

10. Mai: Gedenktag der NS-Bücherverbrennung

Am 10. Mai jährt sich der Tag der Bücherverbrennung im Nationalsozialismus zum 79. Mal. Der 10. Mai 1933 war ein schwarzer Tag für die deutschsprachige Literatur. In über 70 Städten des damaligen Deutschland gab es Scheiterhaufen, auf denen Bücher und Zeitschriften von Autorinnen und Autoren verbrannt worden sind, die nach dem Willen der  Machthaber vernichtet und vergessen werden sollten: Lion Feuchtwanger, Sigmund Freud, Erich Kästner, Heinrich Mann, Kurt Tucholsky, Arnold Zweig und viele andere Autoren waren davon betroffen. Die Vernichtung dieser Werke bedeutete zugleich die Zerstörung eines wichtigen und großen Teils der deutschen Kultur, einer Kultur, die für die freie Meinungsäußerung, für Pressefreiheit, für die streitbare Diskussion eintrat.

Vielerorts wird am 10. Mai mit Mahn- und Gedenkveranstaltungen den Opfern der Bücherverbrennung gedacht. Wer sich darüberhinaus informieren und engagieren möchte, findet im Folgenden einige Hinweise:

Zweimal im Jahr legt der P.E.N eine sogenannte Case-List vor. Hier werden alle “bekannten” Fälle von verfolgten, bedrohten und inhaftierten Autorinnen und Autoren weltweit aufgelistet, die friedlich von ihrem Recht auf die Freiheit des Wortes Gebrauch gemacht haben. Nähere Informationen finden Sie auf den Seiten des Internationalen P.E.N. und des deutschen P.E.N.-Zentrums. Wer sich näher mit der Geschichte der Zensur von Literatur beschäftigen möchte, findet u.a. in dem vor kurzem erschienenen “Buch der verbotenen Bücher” von Werner Fuld eine Universalgeschichte verfolgter Literatur und Literaten von der Antike bis heute vor. Eine andere Perspektive auf Zensur und Verfolgung wirft das Buch von Edda Ziegler: “Verboten – verfemt – vertrieben. Schriftstellerinnen im Widerstand gegen den Nationalsozialismus”. Kaum hatten deutschsprachige Autorinnen Anfang des 20. Jahrhunderts begonnen, die literarische Szene zu erobern, da wurden sie auch schon ausgebremst: verboten, verfemt und vertrieben von der Literaturpolitik der Nazis – wegen ihrer jüdischen Herkunft, ihrer politischen Überzeugung, ihrer Schreibart, ihrem Frauenbild. Zur Leseprobe.

Mahnmal zur Bücherverbrennung in Berlin auf dem Bebelplatz

Mahnmal zur Bücherverbrennung in Berlin auf dem Bebelplatz © picture-alliance / akg-images

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