Verleugnung des Tian’anmen-Massaker am Jahrestag

Mehrere Journalisten in China wurden im Rahmen des 29. Jahrestags des Tian’anmen-Massaker unter Polizeiaufsicht gestellt. Das berichtet Reporter ohne Grenzen online.

1989 wurden bei einem friedlichen Protest über 1000 demonstrierende getötet. Die Volksrepublik China leugnet diese Tat bis heute.

Der ursprüngliche Artikel ist hier zu finden.

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Zum Welttag gegen Internetzensur: Reporter ohne Grenzen macht gesperrte Nachrichtenwebsites wieder zugänglich

Heute ist der Welttag gegen Internetzensur. Zu diesem Anlass hat Reporter ohne Grenzen neun zensierte bzw. gesperrte Nachrichtenwebsites in elf Ländern zugänglich gemacht. Unter folgendem Link findet man die entsprechenden Websites, die unter anderem in Russland, China und Saudi-Arabien eigentlich nicht zugänglich sind.

Bei Ling: Ausgewiesen. Über China. Übersetzt v. Karin Betz

Bei Ling_AusgewiesenBei Ling: Ausgewiesen. Über China
Im Westen hoch angesehen, im eigenen Land unerwünscht: Bei Ling – Verleger, Autor und Freund der Dissidenten Liu Xiaobo und Ai Weiwei – gibt in diesem autobiographischen Sachbuch Einblicke in die Mechanismen der chinesischen Staatsmacht, insbesondere der Zensur. Durch seine Arbeit als Verleger und Autor gerät er immer wieder ins Visier der Partei, 2000 wurde er von den chinesischen Sicherheitsbehörden verhaftet, weil er die regimekritische Literaturzeitschrift Tendenzen herausgegeben hatte; Susan Sontag und Günter Grass setzten sich erfolgreich für seine Freilassung ein. Nicht nur im eigenen Land will man ihm den Mund verbieten – von der Frankfurter Buchmesse wurde der Exilchinese 2009 als Podiumsgast zunächst ein-, dann auf Druck der offiziellen chinesischen Delegation wieder ausgeladen. In »Ausgewiesen« gibt Bei Ling Einblicke in den chinesischen literarischen Untergrund, erzählt von seiner Zeit in Gefangenschaft und davon, wie es ist, keinen heimatlichen Boden betreten zu dürfen.

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Nachlese zur Ausstellungseröffnung

Werbeplakat-Lich-A4Am vergangenen Samstag wurde im Rahmen einer gut besuchten Vernissage unsere Ausstellung “Von Rebellen, Ketzern, Träumern und Tollköpfen. Meinungsfreiheit und Zensur weltweit” in der VHS Kreis Gießen in Lich eröffnet. Landrätin Anita Schneider sprach zu diesem Anlass ein Grußwort, in dem sie die grundlegende Bedeutung von Meinungs- und Pressefreiheit für freie Gesellschaften herausstellte. Torsten Denker, Programmbereichsleiter der VHS stellte alsdann unsere Vereinsarbeit vor, bevor unser Mitglied Leslie Kuhlmann die Anwesenden inhaltlich in die Ausstellung einführte. Nach einer ersten Erkundung gab es für die Gäste die Möglichkeit, sich bei einer Tasse Kaffee über die gesammelten Eindrücke auszutauschen und sie auf dem Platz der Meinungsfreiheit niederzuschreiben.

Dass sowohl die Vorbereitung unserer Ausstellung so problemlos funktioniert als auch in Form der Vernissage einen passenden Rahmen gefunden hat, liegt ganz wesentlich am besonderen Engagement Torsten Denkers. Ihm möchten wir an dieser Stelle noch einmal ganz herzlich für die gute Zusammenarbeit danken. Ein großes Dankeschön gebührt auch dem Gießener Künstler Pjervoj Ogonjok, der uns verschiedene Exponate zur Verfügung gestellt hat, die der Ausstellung einen besonderen ästhetischen Reiz verleihen.

Die Ausstellung kann noch bis zum einschließlich 25. Juli 2014 zu den Öffnungszeiten der VHS besucht werden. Was die Presse zu Ausstellung und Vernissage denkt, kann hier nachgelesen werden:

Gießener Anzeiger (auch als pdf-Datei)

Gießener Allgemeine (auch als pdf-Datei)

Mittelhessen.de

Sonntag-Morgenmagazin (Ausgabe Gießen Land – Butzbach – Lich – Grünberg)

Vernissage zur Ausstellung “Von Rebellen, Ketzern, Träumern und Tollköpfen. Meinungsfreiheit und Zensur weltweit” morgen in Lich

Werbeplakat-Lich-A4Am morgigen Samstag, den 10.5.2014 wird unsere Ausstellung “Von Rebellen, Ketzern, Träumern und Tollköpfen. Meinungsfreiheit und Zensur weltweit” in den Räumen der VHS Kreis Gießen in Lich eröffnet. Die Vernissage beginnt um 16 Uhr; und auch danach kann man die Ausstellung noch bis einschließlich 27. Juni 2014 besuchen. Weitere Informationen zur Ausstellung können unter http://www.gefangenes-wort.de/?p=1947 abgerufen werden.

Chinesischer Journalist Chen Yongzhou nach kritischer Artikelserie inhaftiert

gihoch_0305_Chen Yongzhou_hh.jpgChen Yongzhou veröffentlichte 2013 eine kritische Artikelserie über den chinesischen Baumaschinenhersteller “Zoomlion.” In seinen Beiträgen deckte er Korruption, finanzielle Probleme und die betrügerische Buchführung des Konzerns auf. Kurz darauf wurde der Journalist festgenommen. Manuel Emmerich berichtet in der Mai-Kolumne über das Schicksal dieses investigativen Reporters.
Lesen Sie den gesamten Artikel entweder direkt beim Gießener Anzeiger oder hier als pdf-Datei.

Ausstellung: Von Rebellen, Ketzern, Träumern und Tollköpfen. Meinungsfreiheit und Zensur weltweit

Werbeplakat Lich A4

Am 10. Mai um 16 Uhr eröffnet der Gießener Verein „Gefangenes Wort“ seine Ausstellung „Von Rebellen, Ketzern, Träumern und Tollköpfen. Meinungsfreiheit und Zensur weltweit“ in der Volkshochschule – VHS Landkreis Gießen (Lich).
In China wird „Pu der Bär“ zensiert, in Belarus werden Menschen inhaftiert, weil sie klatschen. In Mexiko sterben jedes Jahr Journalisten, weil sie Korruption und Drogenhandel anprangern. Weltweit wird das Recht auf Meinungsfreiheit immer wieder bedroht, eingeschränkt oder radikal unterdrückt. Die Ausstellung zum Thema Meinungsfreiheit und Zensur zeigt anhand historischer und aktueller Beispiele, wie sich das Recht auf freie Meinungsäußerung entwickelt hat und in welchem Verhältnis die jeweiligen Zensurpraktiken dazu stehen. Im Vordergrund stehen hierbei die Länder Deutschland, Ungarn, Russland, die Türkei, China, Äthiopien und Mexiko, die sowohl historisch als auch in Hinsicht auf die aktuelle Lage der Meinungsfreiheit thematisiert werden. Neben den schriftlichen Dokumenten verleihen Bilder, dreidimensionalen Exponate sowie Kunstobjekte des freien Künstlers Pjervoj Ogonjok der Ausstellung Anschaulichkeit.
Die Vernissage wird von der Landrätin Anita Schneider und Vereinsmitgliedern eröffnet. Anschließend besteht die Möglichkeit bei einem Sekt die Ausstellung zu erkunden. Die Ausstellung kann vom 10. Mai bis zum 27. Juni 2014 zu den Öffnungszeiten der VHS Lich besucht werden. Der Eintritt ist frei.
Veranstaltungsdaten:

10. Mai – 16 Uhr
Eintritt frei
Volkshochschule – VHS Landkreis Gießen
Kreuzweg 33
35423 Lich

Rock für Autoren

MEINUNGSFREIHEIT -  “Gefangenes Wort” organisiert Konzert

GIESSEN (olz). Der Verein “Gefangenes Wort”, der sich für weltweit verfolgte
Autoren und Journalisten engagiert, kann nicht nur Bücherflohmarkt. Oder
Lesung. Auch die im vergangenen Jahr gestartete Konzertreihe “NixTapes”
dient dem guten Vereinszweck und am Donnerstagabend ist es wieder soweit.
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„Meister der Fluchtversuche“

GIESSEN (red). Auf die Bedrohung und Verfolgung von Schriftstellern und Journalisten wollen Studierende der Justus-Liebig-Universität (JLU) aufmerksam machen. Deshalb haben die jungen Leute im Jahr 2008 die Initiative „Gefangenes Wort“ gegründet,die sich mittlerweile zu einem Verein weiterentwickelt hat. Um noch intensiver auf Einzelschicksale hinzuweisen, kooperiert der Gießener Anzeiger mit dem Verein und stelltjeweils zu Beginn des Monats einen Fall auf der Hochschulseite vor. Heute berichten Lisa Henkel und Madelyn Rittner über den chinesischen Untergrundschriftsteller und -dichter Li Bifeng.

Die sichtbaren und unsichtbaren Gefängnisse

Die von Friedenspreisträger Liao Yiwu konzipierte Ausstellung, die im Rahmen des 12. internationalen literaturfestivals berlin (ilb) im Haus der Berliner Festspiele im September 2012 erstmals zu sehen war, eröffnet am 26.1. 2013 in der Hamburger Kunsthalle.

Die Idee zur Ausstellung basiert auf dem Konzept von Liao Yiwu, dem Friedenspreisträger des Deutschen Buchhandels 2012. Durch die Initiative von Nikolaus Broschek, Alexander Sairally und Karl-Heinz Zillmer kann die Präsentation nun auch in Hamburg im Rahmen der Lessingtage in Kooperation zwischen dem Thalia Theater und der Hamburger Kunsthalle, mit freundlicher Unterstützung u.a. des ilb wieder gezeigt werden.

Die Ausstellung „Die sichtbaren und die unsichtbaren Gefängnisse“ unternimmt den Versuch, einen historischen Bogen von der Kulturrevolution (1966 – 1976) bis zum heutigen China zu ziehen und abstrakte Begriffe von Freiheit und Unfreiheit mit Hilfe von Wort und Bild erfahrbar zu machen. Sie zeigt Werke der chinesischen Künstler Tsering Dorjee, Meng Huang, Ai Weiwei, Liu Xia und Liao Yiwu, die auf eigene Weise die Erinnerung an innere und äußere Gefängnisse thematisieren.

1989 wurde Liao Yiwu wegen seines Gedichtes über das Massaker am 4. Juni auf dem „Platz des himmlischen Friedens“ für vier Jahre ins Gefängnis gesperrt. Nach seiner Entlassung stand er unter strenger Überwachung durch die Behörden. Seine Manuskripte wurden konfisziert, seine Bücher verboten, seine Ausreiseanträge abgelehnt; 2011 ging er ins Exil nach Berlin. Die Arbeiten der Lyrikerin und Künstlerin Liu Xia – sie ist die Ehefrau des Schriftstellers Liu Xiaobo – sind seit Langem nicht mehr der chinesischen Öffentlichkeit zugänglich. Seit Xiaobos Auszeichnung mit dem Friedensnobelpreis im Jahr 2010 steht sie wieder unter Hausarrest. Ai Weiwei wurde 2011 für 81 Tage inhaftiert und anschließend wegen Steuerdelikten angeklagt. Seitdem darf er China nicht mehr verlassen.
Die Ausstellung läuft vom 27. Januar bis 3. Februar 2013. Täglich von 11 bis 17 Uhr. Montag geschlossen. Der Eintritt ist frei.
Weitere Informationen unter:

http://www.hamburger-kunsthalle.de/index.php/die-sichtbaren-und-die-unsichtbaren-gefaengnisse.html

 

Freiheit für Liu Xiaobo

 

Amnesty International fordert derzeit in einer Online-Petition die sofortige Freilassung des chinesischen Schriftstellers und Friedensnobelpreisträgers Liu Xiaobo, der 2009 zu elf Jahren Haft verurteilt wurden. Gefangenes Wort hat im selben Jahr ebenfalls eine Petition für die Freilassung Xiaobos an die chinesische Regierung geschickt. Über folgenden Link kann man die Online-Petition von Amnesty unterzeichnen:

http://www.amnesty.de/2013/1/21/china-freiheit-fuer-liu-xiaobo?destination=startseite

 

 

“Blutige Buchstaben” wegen kritischen Inhalts verboten

Der junge tibetische Schriftsteller Tashi Rabten sitzt wegen “Aufhetzung zur Spaltung der Nation” in chinesischem Gefängnis – Vier Jahre Haft

05.01.2013 – GIESSEN (red). Auf die Bedrohung und Verfolgung von Schriftstellern und Journalisten wollen Studierende der Justus-Liebig-Universität (JLU) aufmerksam machen. Deshalb haben die jungen Leute im Jahr 2008 die Initiative “Gefangenes Wort” gegründet, die sich mittlerweile zu einem Verein weiterentwickelt hat. Um noch intensiver auf Einzelschicksale hinzuweisen, kooperiert der Gießener Anzeiger mit dem Verein und stellt jeweils zu Beginn des Monats einen Fall auf der Hochschulseite vor. Diesmal berichtet Benjamin Kling über den aus Tibet stammenden Autor Tashi Rabten. Rabten, mit Pseudonym The’urang, ist ein junger tibetischer Literat, der das nachträglich verbotene Buch “Written in Blood” (“Blutige Buchstaben”) verfasste sowie als Herausgeber des regimekritischen Literaturmagazins “Shar Dhungri” tätig war. “Blutige Buchstaben”, das Ende Januar 2009 erschien, wurde von den chinesischen Behörden in seiner Verbreitung unterbunden. Sie beschlagnahmten die bereits verkauften Exemplare und verbrannten sie wegen des politisch-kritischen Inhalts.

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Worldwide Reading für Liu Xiaobo

Am 20.3.2012 fanden weltweit Lesungen für den inhaftierten chinesischen Schriftsteller Liu Xiaobo statt. Auch Gefangenes Wort hat sich daran beteiligt. In Zusammenarbeit mit HR 2 wurden zwei Texte von Xiaobo während der Kultursendung “Libretto” gelesen.

TTT hat einen Beitrag über die Aktionen für Liu Xiaobo gedreht, der über folgenden Link angeschaut werden kann:

http://www.ardmediathek.de/ard/servlet/content/3517136?documentId=9936594

 

 

 

Worldwide Reading für Liu Xiaobo

Am Dienstag, den 20.3.2012 finden weltweit Lesungen aus dem Werk Liu Xiaobos statt, um an das Schicksal des chinesischen Autors Wissenschaftlers und Friedensnobelpreisträgers zu erinnern. Liu Xiaobo wurde 2009, nachdem er mit anderen Dissidenten die Charta 08 verfasst hatte, zu sieben Jahren Gefängnis unter dem fadenscheinigen Vorwurf verurteilt, er habe „die Staatsautorität unterhöhlt“. Aus diesem Grund rief das internationale literaturfestival berlin zu einer weiteren weltweiten Lesung für den Friedensnobelpreisträger am 20. März 2012, dem Jahrestag der politischen Lüge, auf. “Gefangenes Wort” setzt sich bereits seit 2009 für das Schicksal Xiaobos ein und beteiligt sich daher auch an der weltweiten Lesung. In Zusammenarbeit mit HR 2 werden am 20.3.2012 in der Sendung “Libretto” zwei Texte aus Xiaobos Buch “Ich habe keine Feinde, ich kenne keinen Hass. Ausgewählte Schriften und Gedichte” vorgelesen. Damit wollen wir uns gegen das Vergessen und für die Freilassung dieses mutigen Autors einsetzen.

Mehr Informationen zum Worldwide Reading unter:

http://www.literaturfestival.com/programm/externe-veranstaltungen/weltweite-lesung-fuer-liu-xiaobo?set_language=de

http://www.pen-deutschland.de/htm/aktuelles/2012-Freiheit-fuer-Liu-Xiaobo.php