Entführt, erschlagen, verbrannt

Sandeep Kothari Unsere aktuelle Kolumne: Indischer Journalist Sandeep Kothari schrieb über Korruption und mafiöse Strukturen in Indien / Verletzungen der Meinungsfreiheit zugenommen.

In unserer aktuellen Kolumne im Gießener Anzeiger berichtet Leslie Kuhlmann über den indischen Journalisten Sandeep Kothari und die Meinungs- und Pressefreiheit in Indien. Sandeep Kothari war Reporter der hinduistischen “Jabalpur Newspaper” und nahm sich die Freiheit, über die subtile Form von Zensur in Indien zu schreiben: dem Streben nach wirtschaftlichen Vorteilen. Mit diesen Berichten machte er sich einflussreiche wirtschaftspolitische Feinde, denn er verwies in seinen Artikeln auf die Einengung der medialen Vielfalt durch “bezahlte Nachrichten” und eine starke Marktkonzentration. Nach Erpressungen und Drohungen, die ihn von der Veröffentlichung seiner Enthüllungen abhalten sollten, bezahlte Sandeep Kothari seine Berichte mit dem Leben.

Den vollständigen Artikel gibt es auf der Website des Gießener Anzeigers und als PDF. Weiterführende Informationen finden Sie außerdem auf der Homepage des internationalen PEN.

 

Im Gefängnis verprügelt und vergewaltigt

Indische Menschenrechtsaktivitistin Soni Sori scheut nicht die Konfrontation mit Polizei, Unternehmen und der Politik

GIESSEN (red). Auf die Bedrohung und Verfolgung von Schriftstellern und Journalisten wollen Studierende der Justus-Liebig-Universität (JLU) aufmerksam machen. Deshalb haben die jungen Leute im Jahr 2008 die Initiative „Gefangenes Wort“ gegründet, die sich mittlerweile zu einem Verein weiterentwickelt hat. Um noch intensiver auf Einzelschicksale hinzuweisen, kooperiert der Gießener Anzeiger mit dem Verein und stellt jeweils zu Beginn des Monats einen Fall auf der Hochschulseite vor. Diesmal berichtet Anne Krege über die indische Menschenrechtsaktivistin Soni Sori.