Sprachproblem als Hindernis

GIESSEN (red). Auf die Bedrohung und Verfolgung von Schriftstellern und Journalisten wollen Studierende der Justus-Liebig-Universität (JLU) aufmerksam machen. Deshalb haben die jungen Leute im Jahr 2008 die Initiative „Gefangenes Wort“ gegründet und zahlreiche Aktionen gestartet. Um noch intensiver auf Einzelschicksale hinzuweisen, kooperiert der Gießener Anzeiger mit der Studierendeninitiative und stellt jeweils zu Beginn des Monats einen Fall auf der Hochschulseite vor. Heute berichtet Julia Richter über den aus Ghana stammenden Autor und Sozialwissenschaftler Issah Tikumah. Entwurzelung, Trennung von Familie und Freunden, eine prekäre finanzielle Lage auch in Folge der Sprachbarriere in einem anderen Land, die das literarische Schaffen unmöglich machen kann, das sind Probleme, mit denen Schriftsteller im Exil zu kämpfen haben, wenn die unmittelbare Bedrohung durch die Regierung oder andere Gruppen in ihrem Heimatland von ihnen abgefallen ist.
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4. und letzter Tag des Bücherflohmarkts

Heute ging der diesjährige Bücherflohmarkt zu Ende. Und nachdem auch am letzten Tag nochmal fast 800 Bücher verkauft wurden, haben wir ein neues Rekordergebnis erzielt, denn insgesamt wurden 3372 Bücher verkauft! Dabei haben wir 3825 Euro eingenommen. Ein phänomenaler Erfolg. Wir freuen uns sehr, dass wir damit Muharrem Erbey und Issah Tikumah sowie unser Projekt “Städte der Zuflucht” unterstützen können. Für Erbey bzw. seine Freilassung haben wir zudem 289 Unterschriften auf einer Petition gesammelt, die wir der türkischen Regierung und dem türkischen Botschafter in Deutschland zukommen lassen werden. Ganz herzlich bedanken wollen wir uns bei allen Spendern, Unterstützern und  Käufern, ohne die das alles nicht möglich gewesen wäre.

Helfen statt nur zu reden

Der studentische Verein „GefangenesWort“ aus Gießen unterstützt verfolgte Autoren

Von Fabian Scheuermann

Wer lesen will“, so drückte es die Schriftstellerin Katja Behrens einmal aus, „muss dafür kämpfen, dass andere schreiben dürfen.“ Während es hierzulande selbstverständlich ist, seine Meinung in Wort und Bild festzuhalten, leben anderswo Schriftsteller und Journalisten in ständiger Angst vor Verfolgung und Repression. Laut der Nichtregierungsorganisation Freedom House existierten 2011 in zwei Dritteln aller Staaten Einschränkungen bei der Meinungs- und Pressefreiheit. „Dieses Problem wollen wir in
Gießen publik machen“, sagt Michael Weise von der Initiative „Gefangenes
Wort“. Seit vier Jahren setzt sich die auf mittlerweile rund ein Dutzend Mitstreiter gewachsene Studentengruppe für die Rechte verfolgter Autoren ein – vor allem in Form von Öffentlichkeitsarbeit.

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Gießen soll für verfolgte Autoren „Stadt der Zuflucht“ werden

GIESSEN (olz). Gleich vier Ziele verfolgt der Verein „Gefangenes
Wort“ mit seinem Bücherflohmarkt, der am 26. und 27. November
im Pausenraum im Rathaus und am 28. und 29. November im
Foyer des Philosophikum I jeweils ab 9 Uhr seine Pforten öffnet.
Denn neben der finanziellen Unterstützung des ursprünglich aus
Ghana stammenden Autors und Sozialwissenschaftlers Issah
Tikumah wollen die Mitglieder auch auf den Umgang mit der
Meinungs- und Pressefreiheit in der Türkei hinweisen und den
türkischen Schriftsteller und Menschenrechtsanwalt Muharrem
Erbey fördern.

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