Hoffnung auf Meinungs- und Pressefreiheit im Iran noch weit von der Erfüllung entfernt.

Golrokh-Ebrahimi-Iraee-1In unserer November Kolumne im Gießener Anzeiger berichtet Madelyn Rittner über die iranische Autorin und Aktivistin Golrokh Ebrahimi Iraee, die aufgrund einer verschriftlichten Kritik an der Praktik des Steinigens zu sechs Jahren Haft verurteilt wurde. Auch ihren Mann, den Menschenrechtsaktivisten Arash Sadeghi, verurteilte das Gericht wegen Propaganda- und Konspirationsvorwürfen zu 19 Jahren Haft. Durch einen Hungerstreik konnte dieser eine kurzzeitige Haftentlassung Iraees bewirken. Am 22. Januar 2017 wurde die Schriftstellerin jedoch erneut festgenommen.

Der ganze Artikel lässt sich hier nachlesen.

„Vehement gegen Kurs von Präsident Erdogan gestellt“

can_dündarVor mehr als einem Jahr haben wir an dieser Stelle über Can Dündar berichtet. Damals deutete sich bereits an, dass dem türkischen Schriftsteller und Journalisten erneut juristische Sanktionen drohten. Hintergrund: Ein Bericht von Mai 2015 in der türkischen Tageszeitung Cumhuriyet, in dem Dündar zusammen mit dem Leiter des Hauptstadtbüros, Erdem Gül, Belege für mögliche Waffenlieferungen der Türkei an syrische Extremisten veröffentlichte. Videos und Fotos sollten dokumentieren, dass der türkische Geheimdienst MIT im Sommer 2014 Waffen an Extremisten in Syrien lieferte. Präsident Recep Tayyip Erdogan drohte nach Veröffentlichung des Berichts, dass die Verfasser hierfür einen hohen Preis zahlen würden.

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Notwendige Medikamente in Haft verweigert

In unserer September-Kolumne im Gießener Anzeiger berichtet diesmal Marco Rasch über die türkische Schriftstellerin und Journalistin Asli Erdogan und die schwierige Situation in der Türkei nach dem gescheiterten Militärputsch.

Den vollständigen Artikel gibt es unter dem folgenden Link:

http://www.giessener-anzeiger.de/lokales/hochschule/notwendige-medikamente-in-haft-verweigert_17261216.htm

In Vietnam existiert das Recht auf Pressefreiheit – zumindest theoretisch

In unserer Kolumne im Juli hat Svenja Gabriel-Jürgens dieses mal über den Blogger und Priester Nguyen Van Ly berichtet.FATHER THADDEUS NGUYEN

Insgesamt 25 Jahre verbrachte der mittlerweile 70 Jährige in Haft, weil er sich er sich für Katastrophenhilfe sowie die Religions- und Meinungsfreiheit in Vietnam einsetzte. Die Regierung fasste seine Aktivitäten als Angriff auf das System auf und inhaftierte den katholischen Priester immer wieder. Nguyen Van Lys Reaktion: Die Gründung des Bloc 8406, einem Zusammenschluss verschiedener Schriftsteller, die gemeinsam ein „Manifest zu Freiheit und Demokratie in Vietnam“ veröffentlichten.

Heute ist Nguyen Van Ly frei. Und leidet doch unter den Folgen jahrelanger Haft.

Den vollständigen Artikel gibt es auf der Seite des Gießener Anzeigers.

Drogen als Vorwand? Usbekische Behörden halten kritischen Journalisten seit sieben Jahren fest

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Madelyn Rittner und Julia Richter berichten in unserer jüngsten Kolumne im „Gießener Anzeiger“ über den usbekischen Journalisten Salijon Abdurakhmanov, der bis vor sieben Jahren immer wieder über Korruption und Menschenrechtsverletzungen in seinem Land berichtet hatte. 2008 wurde er an der turkmenischen Grenze verhaftet, als die Polizei Drogen in seinem Auto fand. Seitdem sitzt er im Gefängnis. Die fadenscheinige Begründung: Abdurakhmanov soll mit den Drogen Geschäfte gemacht haben. Bis heute gehen Menschenrechtsorganisationen wie Human Rights Watch und PEN von einer politisch motivierten Aktion der usbekischen Behörden aus.

Den vollständigen Artikel gibt es auf der Seite des Gießener Anzeigers. Weiterführende Informationen finden Sie außerdem auf der Hompage von Human Rights Watch sowie auf der Website des PEN America.

Taliban bedrohten auch Leben ihres Sohnes

Elena Müller berichtet in unserer aktuellen Kolumne im Gießener Anzeiger über die afghanische Journalistin Sharmila Hashimi. Die junge Frau wurde aufgrund ihrer kritischen Beiträge und dem Versuch, ein Zentrum für den Schutz, die Vertretung und Ausbildung von Journalisten aufzubauen in ihrem Land bedroht und verfolgt.Sharmila Hashimi Als auch ihr Sohn in den Blick der Taliban gerät, begibt sie sich mit ihm auf eine dreimonatige Flucht nach Deutschland. Ihr Mann wird jedoch zurückgehalten, Mutter und Sohn müssen die Flucht alleine fortsetzen.

Den vollständigen Artikel gibt es auf der Seite des Gießener Anzeigers. Weiterführende Informationen finden Sie außerdem auf der Hompage des Fluters sowie auf der Website von Reporter ohne Grenzen.

Aus friedlicher Hilfe werden zwei Jahre Haft

omar-hazeqIn unserer aktuellen Kolumne im Gießener Anzeiger berichtet Sergej Gil über den ägyptischen Dichter und Schriftsteller Omaz Hazek. Omar Hazek hat im Dezember 2013 an einer Demonstration aus Solidarität zu dem 2010 verstorbenen Blogger Khalid Said teilgenommen. Weil er einem anderen Demonstranten helfen wollte, wurde er von der Polizei aufgegriffen. Kurz darauf verurteilte man ihn zu 2 Jahren Haft wegen der Teilnahme an einer illegalen Demonstration. 

Den vollständigen Artikel gibt es auf der Website des Gießener Anzeigers. Weiterführende Informationen finden Sie außerdem auf der Homepage des internationalen PEN.

Entführt, erschlagen, verbrannt

Sandeep Kothari Unsere aktuelle Kolumne: Indischer Journalist Sandeep Kothari schrieb über Korruption und mafiöse Strukturen in Indien / Verletzungen der Meinungsfreiheit zugenommen.

In unserer aktuellen Kolumne im Gießener Anzeiger berichtet Leslie Kuhlmann über den indischen Journalisten Sandeep Kothari und die Meinungs- und Pressefreiheit in Indien. Sandeep Kothari war Reporter der hinduistischen “Jabalpur Newspaper” und nahm sich die Freiheit, über die subtile Form von Zensur in Indien zu schreiben: dem Streben nach wirtschaftlichen Vorteilen. Mit diesen Berichten machte er sich einflussreiche wirtschaftspolitische Feinde, denn er verwies in seinen Artikeln auf die Einengung der medialen Vielfalt durch “bezahlte Nachrichten” und eine starke Marktkonzentration. Nach Erpressungen und Drohungen, die ihn von der Veröffentlichung seiner Enthüllungen abhalten sollten, bezahlte Sandeep Kothari seine Berichte mit dem Leben.

Den vollständigen Artikel gibt es auf der Website des Gießener Anzeigers und als PDF. Weiterführende Informationen finden Sie außerdem auf der Homepage des internationalen PEN.

 

Preis kann „Dein Job, eine Kugel oder Gefängnis“ sein

Quelle: PEN international

Quelle: PEN international

Weil er sich kritisch über das Präsidentenamt Erdogans äußerte sowie über die Einstellung eines Korruptionsverfahrens gegen einige hochrangige Regierungsbeamte und deren Familien, muss sich Can Dündar derzeit vor Gericht verantworten. Am 28. Juni haben wir für den türkischen Journalisten einen Sommerflohmarkt veranstaltet. In unserer monatlichen Kolumne im Gießener Anzeiger berichtet Julia Richter über das Schicksal des Chefredateurs der Tageszeitung „Cumhuriyet“.

Den Artikel finden Sie hier online oder als PDF.

Von Regierung und Terroristen bedroht

azzawiIn unserer aktuellen Kolumne im Gießener Anzeiger schreibt Leslie Kuhlmann über den syrischen Schriftsteller Abdelwahhab Azzawi, der in seiner Heimat als einer der schärfsten Kritiker der Regierung gilt – und deswegen fliehen musste.

Der studierte Augenarzt wurde 2012 in der Öffentlichkeit geschlagen, vermutlich steckten regierungstreue Sicherheitsleute dahinter. Mit anderen Worten: Azzawi war in Syrien nicht mehr sicher. Im vergangenen Jahr beschloss er daher, gemeinsam mit seiner Frau und den zwei Töchtern in den Jemen zu flüchten. Auch dort wurde seine Familie jedoch bedroht. Azzawi flüchtete nach Deutschland, er folgte einer Einladung des Universitätsklinikums Saarland. Seine Familie musste im Jemen bleiben. Wann er sie wiedersieht, weiß der Schriftsteller nicht.

Den Artikel können Sie entweder direkt auf der Webseite des Gießener Anzeigers lesen oder hier als pdf-Datei.

Mexikanischer Journalist Pedro Matías Arrazola angegriffen für Berichterstattung

OLYMPUS DIGITAL CAMERAPedro Matías Arrazola berichtet immer wieder kritisch über Korruption in der mexikanischen Regierung. Wegen eines gewalttätigen Übergriffes, hinter dem er die Regierung vermutete, musste er für ein Jahr ins Exil nach Deutschland. Mittlerweile arbeitet der Journalist wieder in seinem Bundesstaat Oaxaca. Madelyn Rittner berichtet in der Juni-Kolumne über das Schicksal des mutigen Reporters. Lesen Sie den gesamten Artikel entweder direkt beim Gießener Anzeiger oder hier als pdf-Datei.

Mexikanische Journalistin Lydia Cacho erhält regelmäßig massive Drohungen

Auf die Bedrohung und Verfolgung von Schriftstellern und Journalisten wollen Studierende der Justus-Liebig-Universität (JLU) aufmerksam machen. Deshalb haben die jungen Leute im Jahr 2008 die Initiative „Gefangenes Wort“ gegründet und zahlreiche Aktionen gestartet. Um noch intensiver auf Einzelschicksale hinzuweisen, kooperiert der Gießener Anzeiger mit der Studierendeninitiative und stellt jeweils am ersten Samstag des Monats einen Fall auf der Hochschulseite vor. Diesmal berichtet Stefanie Füchter über die mexikanische Journalistin Lydia Cacho.

Ein “Albtraum in der Endlosschleife”

Türkischer Soziologin Pinar Selek droht lebenslange Haftstrafe – Nach dreimaligem Freispruch erneut vor Gericht

Pinar Selek hat über die verbotene PKK recherchiert.  Foto: red

Die von Studierenden der Justus-Liebig-Universität (JLU) gegründete Initiative „Gefangenes Wort“ macht auf die Verfolgung von Schriftstellern und Journalisten aufmerksam. Um die Bedrohung und Verfolgung der schreibenden Frauen und Männer stärker im öffentlichen Bewusstsein zu verankern, werden die Studierenden jeweils am ersten Samstag des Monats einen Fall auf der Hochschulseite vorstellen. In der zweiten Folge berichtet Elena Müller über die türkische Soziologin Pinar Selek.

“Aufgerissene Körper und rohes Fleisch”

Studentische Initiative “Gefangenes Wort” macht auf die Verfolgung von Schriftstellern und Journalisten aufmerksam

Berichtet vom Kampf um Freiheit in ihrer Heimat: die syrische Schriftstellerin und Dokumentarfilmerin Samar Yazbek bei einer Kundgebung. Foto: Gefangenes Wort

Das Seminar hatte etliche Studierende angelockt. Denn bereits der Titel „Literaturpolitik, Literaturevent und Literaturereignis“ versprach einen engen Bezug zur Praxis. Und genau das ist für angehende Germanisten besonders wichtig. Schließlich ist ihr Berufsbild nicht konkret umrissen. Das wiederum bietet Chancen auf dem Arbeitsmarkt, aber eben auch Risiken. Für einige Hochschüler der Justus-Liebig-Universität (JLU) wurde die Veranstaltung obendrein zum Ausgangspunkt zu einem bemerkenswerten Engagement. Gemeinsam gründeten sie nämlich die Initiative „Gefangenes Wort“, die sich für verfolgte Schriftsteller und Journalisten in der ganzen Welt einsetzt. Künftig werden die Studierenden nun regelmäßig im Anzeiger das Schicksal eines verfolgten Autors präsentieren.

Die Schriftstellerin Katja Behrens war im November 2008 der Einladung von Honorarprofessor Sascha Feuchert nach Gießen gefolgt und hatte in dem Seminar ihre Arbeit in der internationalen Schriftstellervereinigung P.E.N. erläutert. Zudem hatte die damalige Vorsitzende des deutschen „Writers-in-Prison-(Autoren-im-Gefängnis)-Komitees“ über die Verfolgung von Autoren in vielen Staaten der Welt berichtet. „Wer lesen will, muss dafür kämpfen, dass andere schreiben dürfen“, betonte die resolute Publizistin damals. Und das nahmen mehrere Studierende zum Anlass, gemeinsam auf die Bedrohung von Autoren hinzuweisen. Seither wird regelmäßig im Herbst – aus Anlass des Writers-in-Prison-Day am 15. November – bei einem Bücherflohmarkt Geld gesammelt, um Schriftsteller und Journalisten zu unterstützen. „Weltweit gibt es 870 Fälle inhaftierter Autoren“, nannte Manuel Emmerich von „Gefangenes Wort“ unlängst Zahlen. Und fügte gleichzeitig hinzu: „Die Dunkelziffer dürfte noch viel höher liegen.“

Um die Bedrohung und Verfolgung der schreibenden Frauen und Männer stärker im öffentlichen Bewusstsein zu verankern, werden die Studierenden jeweils am ersten Samstag des Monats einen Fall auf der Hochschulseite vorstellen. Zum Auftakt berichtet die Studentin Kathy Gareis von der syrischen Schriftstellerin und Dokumentarfilmerin Samar Yazbek.

 

 

 

Start der neuen Zeitungskolumne von Gefangenes Wort

Am heutigen (Kar-)Samstag startet eine Kooperation von “Gefangenes Wort” und dem Gießener Anzeiger. Mit dem heute erschienen Artikel von Kathy Gareis über die syrische Exilschriftstellerin Samar Yazbek beginnt eine monatlich Kolumnenreihe, bei der unsere Initiative an jedem ersten Samstag im Monat unter der Rubrik “Hochschule” ein Autorenschicksal vorstellen wird. Der vollständige Artikel ist auch auf unserer Homepage im Pressespiegel zu finden.