Gießener Studenten setzen sich für Freilassung des kubanischen Regimekritikers González ein (Gießener Anzeiger)

Artikel aus dem Gießener Anzeiger vom 21.07.2010:

Gießener Studenten setzen sich für Freilassung des kubanischen Regimekritikers González ein

Stefanie Füchter und Manuel Emmerich sind zwei der Gruppe Gießener Germanistik-Studierender, die sich erfolgreich für die Freilassung des Kubaners Normando Hernández González eingesetzt haben. Fotos: Docter

GIESSEN (fod). Über sieben Jahre musste er unter schlimmsten Haftbedingungen in einem kubanischen Gefängnis verbringen. Wurde von Wächtern und Mitinsassen misshandelt, zog sich Herz-, Magen- und Darmerkrankungen zu und saß zeitweise sogar mit psychisch kranken Schwerverbrechern in einer Zelle. Doch dieses Martyrium hat Normando Hernández González nun hinter sich. Mitte vergangener Woche nämlich wurde der 40-jährige Regimekritiker und Journalist auf Kuba aus der Haft entlassen und durfte nach Spanien ausfliegen. Einen großen Anteil daran hat eine Gruppe von 15 Studierenden des Instituts für Germanistik der Justus-Liebig-Universität (JLU), die sich mit Veranstaltungen für seine Freilassung eingesetzt, Geld und Unterschriften gesammelt hatte.

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Normando Hernández González – Kuba

Autor-Patenschaft 2009

Der kubanische Journalist der Website Cubanet und ehemalige Direktor des „Camagüey College für unabhängige Journalisten“ wurde am 13. Juli 2010 nach sieben Jahren und vier Monaten im Gefängnis zusammen mit seiner Frau und seiner Tochter ins Exil nach Spanien ausgeflogen, wo er nach vielen Jahren erstmals auch seine in Miami lebende Mutter in die Arme schloss.

Festgenommen wurde González bei einer Razzia gegen mutmaßliche Dissidenten im März 2003. Zusammen mit 74 weiteren Journalisten und Schriftstellern wurde ihm innerhalb eines Tages der Prozess gemacht, so dass keine Möglichkeit bestand, sich auf die Anschuldigungen juristisch vorzubereiten. So wurde er zu 25 Jahren Gefängnis verurteilt.

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