Erfolgreiche Unterstützung: Fotobuch “Fotos für die Pressefreiheit 2015″

Reporter ohne Grenzen veröffentlicht jährlich am 3. Mai, dem Internationalen Tag der Pressefreiheit, das Fotobuch „Fotos für die Pressefreiheit“. Ziel des Projektes ist es, auf Verstöße gegen die Presse- und Meinungsfreiheit hinzuweisen. In diesem Jahr hat Reporter ohne Grenzen per Crowdfunding das Geld für die Finanzierung des Buches gesammelt. Gefangenes Wort hat das Projekt mit einer Spende in Höhe von 100 Euro unterstützt. Die Erlöse aus dem Buchverkauf kommen direkt der Menschenrechtsarbeit des Vereins zugute.

In dem Buch sind in Bildern und Texten Ereignisse aus dem Jahr 2014 dokumentiert. Der erste Teil befasst sich mit den Ländern, die die Menschen weltweit im vergangenen Jahr besonders bewegt haben. Im zweiten Teil findet man Bildserien und spannende Reportagen. Mit dem Fotobuch möchte Reporter ohne Grenzen darauf aufmerksam machen, wie wichtig die Einhaltung und der Schutz von Menschenrechten ist. Ein wirklich unterstützenswertes Projekt, wir warten gespannt auf das Ergebnis.

Mehr Informationen gibt es hier.

Gefangenes Wort verschenkt anlässlich des Welttag des Buches Kinder- und Jugendliteratur an Schüler

Welttag des Buches IIDer Verein Gefangenes Wort e.V. verschenkte zum Welttag des Buches Kinder- und Jugendliteratur an Eichendorff- und Dalheim-Schüler(innen). Die Heranwachsenden strömten mit Begeisterung zum Verschenktisch. “Wir hoffen, die Lesebegeisterung der Schüler geweckt zu haben”, sagte Lisa Henkel, Vorstandsmitglied des Vereins. Die Zahl von ca. 300 abgegebenen Bücher bestärkt diese Sicht.

Gefangenes Wort e.V. engagiert sich für die Meinungsfreiheit. Neben Petitionen und Ausstellungen organisiert der Verein auch jedes Jahr einen Bücherflohmarkt, bei dem gebrauchte Bücher gesammelt und verkauft werden. Der Erlös des Bücherflohmarkts kommt verfolgten, inhaftierten oder im Exil lebenden Schriftstellern zugute. Die gestern verteilte Kinder- und Jugendliteratur stammt aus dem Bücherschatz für den Flohmarkt. Die an diesem Tag an den beiden Schulen aktiven Mitglieder Julia, Richter, Lisa Henkel, Yuen-Yee Leung und Florian Voß hoffen mit dieser Aktion nicht nur Lesefreude, sondern auch das Interesse der Schülerinnen und Schüler an der Meinungsfreiheit geweckt zu haben.

 

“Weltbürger gegen Gottesstaat” – Eine Rezension von Sascha Feuchert

In der Frankfurter Allgemeinen Zeitung hat PEN-Vizepräsident Sascha Feuchert Raif Badawis Buch „1000 Peitschenhiebe. Weil ich sage, was ich denke“ vorgestellt. Er nennt die Publikation „ein kleines großes Buch“.

Badawi selbst schreibt: „Wir werden erst anfangen, wenn uns klar bewusst wird, dass wir weder dort ansetzen müssen, wo unseresgleichen aufgehört haben, noch dort, wo unsere Vorgänger angefangen haben. Wir müssen dort anfangen, wo wir anfangen müssen: nämlich von neuem.“

Das Schicksal des saudischen Bloggers Raif Badawi bewegt seit Monaten die ganze Welt. Er sitzt wegen Beleidigung des Islams im Gefängnis, und immer noch drohen ihm wöchentliche Auspeitschungen, die jedoch im Moment wegen seinem schlechten gesundheitlichen Zustand ausgesetzt werden.

Die vollständige Rezension von Sascha Feuchert gibt es hier.

Buchtipp: “1000 Peitschenhiebe” von Raif Badawi

Morgen erscheint im Ullstein Verlag der Titel “1000 Peitschenhiebe”. Geschrieben hat ihn der saudische Blogger Raif Badawi, dessen Schicksal seit Monaten Menschen weltweit bewegt. Informationen von Spiegel Online folgend enthält das Buch nicht nur einen Text, den Badawi seiner Frau Ensaf Haidar per Telefon aus der Haft heraus diktiert habe, sondern – erstmals auch in deutscher Sprache – die mittlerweile gelöschten Blogeinträge, die zu seiner Verurteilung im vergangenen Jahr geführt hatten.

Der Gewinn soll Badawi und seiner Familie zugute kommen.

Zur Lage der Pressefreiheit in Mexiko

In der vergangenen Woche hat Spiegel Online einen interessanten Artikel zur Lage der Pressefreiheit in Mexiko veröffentlicht, der hier abrufbar ist. Anhand exemplarischer Fälle wird in diesem aufgezeigt, warum und wie in Mexiko kritische Stimmen zum Schweigen gebracht werden. Oftmals spielen Drogenkartelle eine bedeutende Rolle, die ihre kriminellen Geschäfte bedroht sehen. Ähnlich verhält es sich insbesondere mit Politikern, wenn Sie anfällig für Korruption und Klüngel sind und eine Offenlegung dieser Verstrickungen durch die Presse verhindern wollen.

Writer-In-Residence-Woche geht zu Ende

Heute endet die erste Gießener Writer-In-Residence-Woche, in der der georgische Exil-Schriftsteller Zaza Burchuladze mit seiner Familie zu Gast in Gießen war. Die Woche war im literaturwissenschaftlichen Seminar „Zensiert. Verfolgt. Ermordet“ unter Leitung von Sascha Feuchert, Lars Meuser und Michael Weise  gemeinsam mit 20 Studierenden der Justus-Liebig-Universität wissenschaftlich begleitet und konzeptionell vorbereitet worden.

Am Dienstag gab es im Anschluss an eine Stadtführung die Gelegenheit für alle Beteiligten sich in gemütlicher Runde besser kennenzulernen. Am Mittwoch stand zunächst ein Empfang bei Oberbürgermeisterin Grabe-Bolz auf dem Programm, die Zaza Burchuladze als Gast der Stadt begrüßte und sich von ihm erläutern ließ, warum er sich vor gut zwei Jahren freiwillig ins deutsche Exil begeben hatte. Am Abend fand dann die erste von zwei öffentlichen Veranstaltungen statt: In der Ricker’schen Universitäts-Buchhandlung las Burchuladze aus seinem Roman „adibas“ vor knapp 60 Gästen und stellte sich anschließend den Fragen des Publikums. Eine erste Nachlese von Doris Wirkner zu dieser Veranstaltung können Sie bereits unter folgendem Link bei der Gießener Allgemeinen finden. In der Samstagsausgabe des Gießener Anzeigers hält Heidrun Helwig in einem ausführlichen Artikel Rückblick auf die Veranstaltungen der gesamten Woche.

Am Donnerstag fanden sich dann etwa 50 Gäste im Café Amélie ein: Die Studierenden hatten zu einem Polit-Talk geladen, an dem neben Zaza Burchuladze auch die georgisch-deutsche Übersetzerin Anastasia Kamarauli und Sascha Feuchert als Vizepräsident und Writers-In-Prison-Beauftragter des PEN-Zentrums Deutschland teilnahmen. In einer kurzweiligen und interessanten Gesprächsrunde wurden den Zuhörerinnen und Zuhörern spannende und mitunter irritierende Einblicke in die georgische Gesellschaft eröffnet, die geradezu zerrissen scheint zwischen gesellschaftlicher Öffnung und Pluralität einerseits und christlich-orthodox geprägter Traditionsorientierung andererseits. Vor diesem Hintergrund schilderte Burchuladze die Gründe für sein erzwungenes Exil, während insbesondere Anastasia Kamarauli den Blick auf das Wechselspiel von Politik, Öffentlichkeit und Medien während des Kaukasischen Fünftagekriegs von 2008 lenkte, der den thematischen Rahmen für Burchuladzes Roman „adibas“ bildet. Sascha Feuchert ordnete Burchuladzes Exilsgeschichte vor diesem Hintergrund in eine globale Perspektive von Literatur- und Pressezensur ein und erläuterte, welche Formen der Unterstützung der PEN in solchen Fällen bereitstellen kann.

Bevor die Writer-In-Residence-Woche heute mit einem gemeinsamen Abendessen im Kreise des Seminars endet, möchten wir uns an dieser Stelle noch einmal herzlich bei allen Kooperationspartnern und Sponsoren bedanken, die dieses besondere Projektseminar möglich gemacht haben. Neben den Studierenden sind dies das Literarische Zentrum Gießen und seine Programmleiterin Karina Fenner, das Institut für Germanistik der JLU Gießen, die Ricker’sche Universitäts-Buchhandlung und das Team vom Café Amélie, die allesamt Räume und Infrastruktur zur Verfügung gestellt haben. Auch danken möchten wir der Gießener Hochschulgesellschaft und dem Präsidium der JLU, dem PEN-Zentrum Deutschland, Ihring’s Wirtsstuben sowie den Firmen Faber & Schnepp aus Gießen und Pfeiffer Stahlrohrmaste aus Ortenberg, die diese Woche finanziell unterstützt haben. Nicht zuletzt gilt unser Dank der Gießener Allgemeinen und dem Gießener Anzeiger, die diese Woche journalistisch begleitet haben.

Alle Beteiligten haben durch ihre Hilfe einen wesentlichen Beitrag dazu geleistet, dass die Writer-In-Residence-Woche ein großer Erfolg geworden ist. Einer Neuauflage in naher Zukunft steht damit nichts im Wege.

 

Zum Welttag gegen Internetzensur: Reporter ohne Grenzen macht gesperrte Nachrichtenwebsites wieder zugänglich

Heute ist der Welttag gegen Internetzensur. Zu diesem Anlass hat Reporter ohne Grenzen neun zensierte bzw. gesperrte Nachrichtenwebsites in elf Ländern zugänglich gemacht. Unter folgendem Link findet man die entsprechenden Websites, die unter anderem in Russland, China und Saudi-Arabien eigentlich nicht zugänglich sind.

Saudischer Blogger Badawi: Neuauflage des Prozesses könnte Todesurteil bedeuten

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Quelle: Ensaf Haidar, provided by PEN International

Seit Monaten nehmen Menschen weltweit Anteil am Schicksal des saudischen Bloggers Raif Badawi, der 2014 wegen Beleidigung des Islam zu einer Geldstrafe, zehn Jahren Haft und 1000 Peitschenhieben verurteilt worden war: Er hatte auf seiner Internetpräsenz „Die Saudischen Liberalen“ sowohl Angehörige anderer Religionen als auch Atheisten als mit Muslimen gleichwertig bezeichnet und wiederholt Kritik an der strengen Auslegung des Islam in Saudi-Arabien geübt. Auch großer öffentlicher Druck konnte nicht verhindern, dass Anfang des Jahres die ersten 50 Peitschenhiebe vollstreckt wurden. Seither werden die wöchentlich angesetzten Peitschenhiebe immer wieder ausgesetzt – aus medizinischen Gründen, wie es von offizieller Seite heißt. Badawis Ehefrau, Ensaf Haidar, die seit seiner Verhaftung in Kanada lebt, berichtet, dass es ihm sowohl körperlich als auch psychisch sehr schlecht geht.

Nachdem Badawi in der vergangenen Woche der Freedom of Speech Award der Deutschen Welle DW (Link) verliehen worden war, hat sie sich gestern in einem Interview mit den heute-Nachrichten (Link) mit einer direkten Bitte an Vizekanzler Gabriel gewandt, sich für ihren Ehemann einzusetzen. Gabriel wird am kommenden Wochenende an einem deutsch-saudischen Wirtschaftsgipfel in Saudi-Arabien teilnehmen. Umso dringlicher erscheint die Bitte Haidars im Lichte aktuellster Informationen, nach denen Badawi bei einer Neuauflage des Verfahrens die Todesstrafe wegen des Abfalls vom Glauben drohen könnte (unter anderem Spiegel Online).

Auch Sie können aktiv werden. Unter dem Titel www.stopfolter.de hat Amnesty International eine Petition eingerichtet, mit der Sie sich für Raif Badawi und andere Opfer staatlicher Gewalt einsetzen können. Für Badawis Anwalt Waleed Abu al- Khair, der zu einer 15jährigen Haftstrafe verurteilt worden war, hat Amnesty sowohl einen Info-Flyer (Link) als auch eine Urgent Action (Link) geschaltet.

Ausstellung „Von Rebellen, Ketzern, Träumern und Tollköpfen. Meinungsfreiheit und Zensur weltweit“

Ausstellung14Ihr habt es nicht geschafft, unsere Ausstellung „Von Rebellen, Ketzern, Träumern und Tollköpfen. Meinungsfreiheit und Zensur weltweit“ in der VHS Landkreis Gießen zu besuchen? Dann habt Ihr vom 16. Oktober bis zum 23. November in der Gießener Universitätsbibliothek die Möglichkeit, dies nachzuholen.

In China wird „Pu der Bär“ zensiert, in Belarus werden Menschen inhaftiert, weil sie klatschen. In Mexiko sterben jedes Jahr Journalisten, weil sie Korruption und Drogenhandel anprangern. Weltweit wird das Recht auf Meinungsfreiheit immer wieder bedroht, eingeschränkt oder radikal unterdrückt. Die Ausstellung zum Thema Meinungsfreiheit und Zensur zeigt anhand historischer und aktueller Beispiele, wie sich das Recht auf freie Meinungsäußerung entwickelt hat und in welchem Verhältnis die jeweiligen Zensurpraktiken dazu stehen. Im Vordergrund stehen hierbei die Länder Deutschland, Ungarn, Russland, die Türkei, China, Äthiopien und Mexiko, die sowohl historisch als auch in Hinsicht auf die aktuelle Lage der Meinungsfreiheit thematisiert werden. Neben den schriftlichen Dokumenten verleihen Bilder, dreidimensionalen Exponate sowie Kunstobjekte des freien Künstlers Pjervoj Ogonjok der Ausstellung Anschaulichkeit.

Die Vernissage findet am Donnerstag, den 16. Oktober 2014, um 18 Uhr in der UB statt, alle Interessierten sind herzlich eingeladen. Eröffnet wird die Ausstellung von der Gießener Oberbürgermeisterin Dietlind Grabe-Bolz, dem Bibliotheksdirektor Dr. Peter Reuter und unserem Vereinsmitglied Lars Meuser. Anschließend besteht die Möglichkeit, die Ausstellung bei einem Umtrunk zu erkunden.

Mitglieder des äthiopischen Bloggerkollektivs “Zone 9″ inhaftiert

Free Zone 9 BloggersDie Bloggergruppe “Zone 9″ berichtet über gesellschaftspolitische Themen, um öffentliche Diskussionen in seiner ostafrikanischen Heimat anzustoßen und sich für ein freieres Äthiopien einzusetzen. Neun Unterstützer der Bloggerveinigung wurden im April 2014 inhaftiert, ein Urteil steht noch aus. Im Falle des Vorwurfs terroristischer Aktivitäten drohen den neun Autoren 15 Jahre Haft, im schlimmsten Fall die Todesstrafe. Elena Müller berichtet in der Juli-Kolumne über das Schicksal dieser außergewöhnlichen Gruppe junger Freidenker.
Lesen Sie den gesamten Artikel entweder direkt beim Gießener Anzeiger oder hier als pdf-Datei.

Umstrittenes Urteil gegen Pinar Selek außer Kraft

Gefangenes Wort e.V. begrüßt mit Erleichterung die Entscheidung des türkischen Kassationsgerichts, das umstrittene Urteil einer lebenslangen Freiheitsstrafe für die türkische Friedensaktivisten, Journalistin und Soziologin Pinar Selek außer Kraft zu setzen. Nach mehr als 16 Jahren scheint der Justizskandal eine Ende zu nehmen.

Pinar Selek hat sich insbesondere durch ihre Studien über die Situation von Minderheiten wie Kurden und Armenier und diskriminierten Gruppen wie Lesben, Transsexuelle und Straßenkinder einen Namen gemacht. Ende der 1990er-Jahre ist sie während ihrer Recherchen über die kurdische PKK unter Terrorverdacht geraten. Am 9. Juli 1998 kam es auf dem “Ägyptischen Basar” in Istanbul zu einer verheerenden Explosion mit fast 130 Verletzten und sieben Toten. Die Journalistin ist aufgrund ihres Engagements rasch ins Fadenkreuz der türkischen Sicherheitsbehörden und der Justiz geraten. Selek saß ohne Rechtsbeistand zwei Jahre in Untersuchungshaft und ist nach eigenen Angaben mehrmals gefoltert worden.

Über 16 Jahre haben sich die Prozesse hingezogen, drei Mal wurde sie freigesprochen, und von anderen Instanzen wieder verurteilt. Selek hielt sich inzwischen in Frankreich auf. Die Prozesse entsprachen nach Meinung zahlreicher europäischer Beobachter in keiner Weise rechtsstaatlichen Prinzipien. Die einhelligen Expertenmeinungen, nach denen es sich um eine Gasexplosion gehandelt haben soll, die auf eine lecke Gasflasche zurückzuführen sei, erhielten kaum Beachtung in den Prozessen. Am vergangenen Mittwoch hat nun das Kassationsgericht in Ankara die lebenslange Freiheitsstrafe, die 2013 erneut verhängt worden ist, außer Kraft gesetzt. Das Gericht begründete dies mit dem illegitimen Zustandekommen des Urteils. Damit ist das Verfahren allerdings noch nicht abgeschlossen, sondern muss neu aufgerollt werden.

Der Fall Selek unterstreicht erneut die Wichtigkeit einer unabhängigen und rechtsstaatlich verfahrenden Justiz. Zugleich wird die Wirkkraft einer internationalen kritischen Öffentlichkeit deutlich, welche die umstrittenen Verfahren über die Jahre hinweg mit Engagement und kritischem Protest verfolgt haben.

Mexikanischer Journalist Pedro Matías Arrazola angegriffen für Berichterstattung

OLYMPUS DIGITAL CAMERAPedro Matías Arrazola berichtet immer wieder kritisch über Korruption in der mexikanischen Regierung. Wegen eines gewalttätigen Übergriffes, hinter dem er die Regierung vermutete, musste er für ein Jahr ins Exil nach Deutschland. Mittlerweile arbeitet der Journalist wieder in seinem Bundesstaat Oaxaca. Madelyn Rittner berichtet in der Juni-Kolumne über das Schicksal des mutigen Reporters. Lesen Sie den gesamten Artikel entweder direkt beim Gießener Anzeiger oder hier als pdf-Datei.

Bericht zur Jahrestagung 2014 des PEN-Zentrums Deutschland

Vom 15. bis 18. Mai fand die Jahrestagung des PEN-Zentrums Deutschland  in Schwäbisch Hall statt. Während des viertägigen Treffens wurden nicht nur 25 Autorinnen und Autoren in die Schriftstellervereinigung aufgenommen, sondern auch Christoph Hein einstimmig zum neuen Ehrenpräsidenten gewählt. Hein war von 1998 bis 2000 Präsident des damals frisch wiedervereinigten deutschen PEN.

Darüber hinaus bestimmten aktuelle politische und literaturpolitische Entwicklungen die Jahrestagung. So zeigen sich die Mitglieder in ihren Resolutionen besorgt über die aktuellen Entwicklungen in der Ukraine (zur Resolution) und unterstützen das gemeinsame Bemühen der PEN-Zentren Russlands und der Ukraine zu einer friedlichen Lösung (zur Resolution). Zudem protestieren sie vehement gegen die Strafanzeige des türkischen Premierministers Erdogan gegen den Journalisten Can Dündar (zur Resolution) und positionieren sich mit einem Zehn-Punkte-Manifest zum Urheberrecht (zur Resolution).

In einem ausführlichen Artikel berichtet Regula Venske, Generalsekretärin des PEN-Zentrums Deutschland, ausführlich über die Jahrestagung; für die Deutsche Welle berichtet Jochen Kürten. Unter folgendem Link kann zudem eine Foto-Serie abgerufen werden.