24-jähriger Nigerianer Moses Akatugba erhält nach erzwungenem Geständnis Todesstrafe

Update: Am 28.5.2015 hat der regierende Gouverneur des Bundesstaates Delta, Dr. Emmanuel Uduaghan, die Begnadigung und Freilassung von Moses Akatugba bekannt gegeben. Als Grund wurde explizit der große öffentliche Druck genannt! Weitere Informationen unter: http://www.amnesty.de/2015/5/29/grosser-erfolg-moses-akatugba-wird-nicht-hingerichtet?destination=startseite

Moses AkatugbaIn unserer aktuellen Kolumne im Gießener Anzeiger berichtet Madelyn Rittner über einen jungen Erwachsenen aus Nigeria, der bereits mit 16 Jahren erstmals zum Folteropfer wurde. Diesen Monat thematisieren wir ausnahmsweise nicht das Schicksal eines Autors/Journalisten, sondern wenden uns aus aktuellem Anlass einem durch den Amnesty International Briefmarathon unterstützten Opfer von Folter und Gewalt zu: Dem mittlerweile 24-jährigen Moses Akatugba.

Den vollständigen Artikel gibt es auf der Website des Gießener Anzeigers und als PDF.

Sprachproblem als Hindernis

GIESSEN (red). Auf die Bedrohung und Verfolgung von Schriftstellern und Journalisten wollen Studierende der Justus-Liebig-Universität (JLU) aufmerksam machen. Deshalb haben die jungen Leute im Jahr 2008 die Initiative „Gefangenes Wort“ gegründet und zahlreiche Aktionen gestartet. Um noch intensiver auf Einzelschicksale hinzuweisen, kooperiert der Gießener Anzeiger mit der Studierendeninitiative und stellt jeweils zu Beginn des Monats einen Fall auf der Hochschulseite vor. Heute berichtet Julia Richter über den aus Ghana stammenden Autor und Sozialwissenschaftler Issah Tikumah. Entwurzelung, Trennung von Familie und Freunden, eine prekäre finanzielle Lage auch in Folge der Sprachbarriere in einem anderen Land, die das literarische Schaffen unmöglich machen kann, das sind Probleme, mit denen Schriftsteller im Exil zu kämpfen haben, wenn die unmittelbare Bedrohung durch die Regierung oder andere Gruppen in ihrem Heimatland von ihnen abgefallen ist.
Weiterlesen