“Blutige Buchstaben” wegen kritischen Inhalts verboten

Der junge tibetische Schriftsteller Tashi Rabten sitzt wegen “Aufhetzung zur Spaltung der Nation” in chinesischem Gefängnis – Vier Jahre Haft

05.01.2013 – GIESSEN (red). Auf die Bedrohung und Verfolgung von Schriftstellern und Journalisten wollen Studierende der Justus-Liebig-Universität (JLU) aufmerksam machen. Deshalb haben die jungen Leute im Jahr 2008 die Initiative “Gefangenes Wort” gegründet, die sich mittlerweile zu einem Verein weiterentwickelt hat. Um noch intensiver auf Einzelschicksale hinzuweisen, kooperiert der Gießener Anzeiger mit dem Verein und stellt jeweils zu Beginn des Monats einen Fall auf der Hochschulseite vor. Diesmal berichtet Benjamin Kling über den aus Tibet stammenden Autor Tashi Rabten. Rabten, mit Pseudonym The’urang, ist ein junger tibetischer Literat, der das nachträglich verbotene Buch “Written in Blood” (“Blutige Buchstaben”) verfasste sowie als Herausgeber des regimekritischen Literaturmagazins “Shar Dhungri” tätig war. “Blutige Buchstaben”, das Ende Januar 2009 erschien, wurde von den chinesischen Behörden in seiner Verbreitung unterbunden. Sie beschlagnahmten die bereits verkauften Exemplare und verbrannten sie wegen des politisch-kritischen Inhalts.

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