Helfen statt nur zu reden

Der studentische Verein „GefangenesWort“ aus Gießen unterstützt verfolgte Autoren

Von Fabian Scheuermann

Wer lesen will“, so drückte es die Schriftstellerin Katja Behrens einmal aus, „muss dafür kämpfen, dass andere schreiben dürfen.“ Während es hierzulande selbstverständlich ist, seine Meinung in Wort und Bild festzuhalten, leben anderswo Schriftsteller und Journalisten in ständiger Angst vor Verfolgung und Repression. Laut der Nichtregierungsorganisation Freedom House existierten 2011 in zwei Dritteln aller Staaten Einschränkungen bei der Meinungs- und Pressefreiheit. „Dieses Problem wollen wir in
Gießen publik machen“, sagt Michael Weise von der Initiative „Gefangenes
Wort“. Seit vier Jahren setzt sich die auf mittlerweile rund ein Dutzend Mitstreiter gewachsene Studentengruppe für die Rechte verfolgter Autoren ein – vor allem in Form von Öffentlichkeitsarbeit.

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GIESSEN (olz). Gleich vier Ziele verfolgt der Verein „Gefangenes
Wort“ mit seinem Bücherflohmarkt, der am 26. und 27. November
im Pausenraum im Rathaus und am 28. und 29. November im
Foyer des Philosophikum I jeweils ab 9 Uhr seine Pforten öffnet.
Denn neben der finanziellen Unterstützung des ursprünglich aus
Ghana stammenden Autors und Sozialwissenschaftlers Issah
Tikumah wollen die Mitglieder auch auf den Umgang mit der
Meinungs- und Pressefreiheit in der Türkei hinweisen und den
türkischen Schriftsteller und Menschenrechtsanwalt Muharrem
Erbey fördern.

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