Postkarten-Aktion: Publizieren legalisieren!

Dem unabhängigen belarussischen Lohvinau-Verlag wurde im Herbst 2013 aus politischen Gründen die Lizenz entzogen. Gemeinsam haben das PEN Zentrum Deutschland, Libereco und Gefangenes Wort eine Postkarten-Aktion lanciert um die Rückgabe der Verlags-Lizenz zu fordern. Bitte versenden auch Sie Appell-Postkarten!
Wenn Sie Postkarten verteilen und versenden möchten, teilen Sie bitte per E-Mail an info@lphr.org oder info@gefangenes-wort.de Ihre Adresse und die Anzahl der gewünschten Postkarten mit. Die Postkarten werden Ihnen dann kostenfrei zugesandt.
Hier können Sie sich die Postkarte als PDF ansehen.

Für politisches Engagement saß der weißrussische Journalist Dzmitry Bandarenka in Haft

GIESSEN (red). Auf die Bedrohung und Verfolgung von Schriftstellern und Journalisten wollen Studierende der Justus-Liebig-Universität (JLU) aufmerksam machen. Deshalb haben die jungen Leute im Jahr 2008 die Initiative „Gefangenes Wort“ gegründet und zahlreiche Aktionen gestartet. Um noch intensiver auf Einzelschicksale hinzuweisen, kooperiert der Gießener Anzeiger mit der Studierendeninitiative und stellt jeweils am ersten Samstag des Monats einen Fall auf der Hochschulseite vor. Diesmal berichtet Mirka Jersch über den weißrussischen Journalisten Dzmitry Bandarenka.

Dzmitry Bandarenka ist frei!

Dzmitry Bandarenka ist gestern nach über einem Jahr Haft freigelassen worden. Trotz seiner gesundheitlichen Probleme will er nach eigenem Bekunden seinen Einsatz für die Meinungsfreiheit in Belarus fortsetzen. Auch Andrej Sannikov, für dessen Kandidatur zur Präsidentschaft sich Bandarenka bei den Wahlen 2010 eingesetzt hatte, wurde aus dem Gefängnis entlassen. Einige Fotos und Statements von Bandarenka sind unter folgendem Link zu sehen bzw. lesen:

http://charter97.org/en/news/2012/4/15/50831/

 

Werkstattgespräch mit Schriftstellerin Katja Behrens

GIESSEN. Weißrussland nach der Präsidentschaftswahl im Dezember 2010. Weil er sich an einer Demonstration gegen die Regierung von Präsident Alexander Lukaschenko beteiligt hat, wurde der Journalist und Regimekritiker Dzimitry Bandarenka zu zwei Jahren Strafkolonie verurteilt. Mit seinem Schicksal steht Bandarenka nicht allein, denn weltweit sind Schriftsteller und Publizisten gerade wegen ihrer Tätigkeit Repressalien ausgesetzt. Um verfolgten Autoren zu helfen, hat sich 2008 die studentische Initiative „Gefangenes Wort“ gegründet, die zu diesem Zweck seit 2009 regelmäßig unter anderem Bücherflohmärkte veranstaltet und die Erlöse des Marktes im vergangenen Jahr Bandarenka zukommen lässt.

Bericht Behrens 10.02.2012

3161 Euro erwirtschaftet

Aus: Gießener Anzeiger, 22. November 2011 / Hochschule 

3161 Euro erwirtschaftet

Bücherflohmarkt der Initiative „Gefangenes Wort“ läuft gut
GIESSEN (olz). Eine beachtliche Bilanz: Mit ihrem Bücherflohmarkt zum Writers-in-Prison-Day hat die Initiative „Gefangenes Wort“ 3151 Bücher verkauft und dadurch insgesamt einen Erlös von 3161 Euro erwirtschaftet. Der Markt, der in der vergangenen Woche von Montag bis Donnerstag zunächst im Rathaus und später im Foyer des Philosophikum I stattfand, war zugunsten des in Weißrussland inhaftierten Journalisten Dzimitry Bandarenka veranstaltet worden.

Als Regimekritiker, Berater des Oppositionskandidaten Andrej Sannikow und Demonstrant gegen die Regierung von Präsident Alexander Lukaschenko wurde Bandarenka im Umfeld der Präsidentenwahl im Dezember 2010 verhaftet. Nicht nur wirtschaftlich hilft die Initiative, an der sich zurzeit etwa 20 Ehrenamtler beteiligen, sondern auch mit einer Petition, die im Lauf des Flohmarkts von über 400 Unterstützern unterschrieben wurde, und die die Freilassung des inhaftierten Autors erreichen soll.

Wer bei „Gefangenes Wort mitmachen möchte: Informationen gibt es unter www.gefangenes-wort.de. Es sind auch Nicht-Universitätsangehörige willkommen.

Dzmitry Bandarenka – Weißrussland

Autor-Patenschaft 2011

Zur Person
- * 28. September 1963
- verheiratet mit Olga Bandarenka, gemeinsame Tochter Julia
-  Bandarenka ist Gründer der Menschenrechtsorganisation Charter`97 und Koordinator der Bürgerkampagne Europäisches Belarus
-  während der Präsidentschaftswahlen 2010 war er Pressesprecher und Stellvertreter – des Oppositionskandidaten Andrej Sannikau
- engagiert sich aktiv für die Menschenrechte in Belarus, ist Mitglied der belarussischen Journalistenvereinigung

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Mahnwache für weißrussische Gefangene

Am 10.November findet in Warschau vor der weißrussischen Botschaft sowie in mehreren europäischen Städten eine Mahnwache für Andrey Sannikau, Dzmitry Bandarenka, Mykola Statkievich und andere politische Gefangene statt. Menschenrechtsaktivisten, weißrussische Oppositionelle und deren Familien protestieren gegen die unrechtmäßige Inhaftierung politischer Gefangener. Wir unterstützen diese Initiative ausdrücklich und fordern die weißrussische Regierung ebenfalls auf, Sannikau, Bandarenka, Statkievich und ihre Mitgefangenen freizulassen.

Zum „Writers-in-Prison-Day“ am 15. November veranstaltet die Initiative „Gefangenes Wort“ erneut Bücherflohmarkt

02.11.2011 Gießener Anzeiger

GIESSEN (olz). „Es ist ein absoluter Luxus, dass in vielen Ländern Meinungs- und Pressefreiheit herrschen“, sagt Julia Richter, die sich in diesem Jahr an der Organisation des Bücherflohmarktes zum „Writers-in-Prison-Day“ am 15. November beteiligt.. Ziel des Flohmarktes, der am 14. und 15. November im Pausenraum des Rathauses und am 16. und 17. November im Foyer des Philosophikum I veranstaltet wird, ist es, unterdrückten Autoren zu helfen.

Vier Mitglieder der Initiative2011 geht der Erlös aus dem Bücherverkauf, der bereits 2008 an der Justus-Liebig-Universität ins Leben gerufen wurde, an den weißrussischen Journalisten Dzimitry Bandarenka. Hierzulande ist diese Situation schlicht unvorstellbar: Weil er sich im Umfeld der Präsidentenwahl im Dezember 2010 in seinem Heimatland Weißrussland an einer Demonstration gegen die Regierung von Präsident Alexander Lukaschenko beteiligt hat, wurde der Journalist Dzimitry Bandarenka zu zwei Jahren Strafkolonie verurteilt. Und es soll gesundheitlich schlecht stehen um den jahrelangen Regimekritiker und Berater des Oppositionskandidaten Andrej Sannikow.

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