The association

Die Allgemeine Erklärung der Menschenrechte steht für Freiheit, Gerechtigkeit und Humanität. Sie stellt die ideelle Grundlage unserer Aktivitäten dar, mit denen wir uns für die Durchsetzung der Menschenrechte weltweit engagieren. Einen besonderen Schwerpunkt hierbei bildet Art. 19, welcher das Recht auf freie Meinungsäußerung umfasst:

„Jeder Mensch hat das Recht auf freie Meinungsäußerung. Dieses Recht umfasst die Freiheit, Meinungen unangefochten anzuhängen und Informationen und Ideen mit allen Verständigungsmitteln ohne Rücksicht auf Grenzen zu suchen, zu empfangen und zu verbreiten.“

Auf erschreckende Weise wird die Meinungsfreiheit in vielen Ländern unterdrückt oder missbraucht. Die Verteidigung der freien Meinungsäußerung in Wort, Schrift und Tat, die Freiheit der Äußerung von Ideen zum friedvollen, kritischen und konstruktiven Austausch, ohne die Befürchtung angegriffen, verfolgt oder verhaftet zu werden, bildet den Kern unserer Bemühungen. Der Verein „Gefangenes Wort“ hat sich zum Ziel gesetzt, durch öffentliche Kampagnen, Petitionen sowie durch kulturelle Veranstaltungen auf die bedrohliche Situation jener Menschen aufmerksam zu machen, die aufgrund ihrer literarischen, journalistischen, verlegerischen oder künstlerischen Tätigkeiten unter Repressionen leiden, zensiert, bedroht oder inhaftiert werden. Der Formulierung des Writers-In-Prison-Komitees entsprechend gilt jedoch eine Prämisse: „Personen, die wegen Propagierung von Gewalt oder gar ihrer Anwendung verurteilt wurden, und solche, die zum Rassenhass aufgerufen haben, werden nicht unterstützt“, weil ihre Aktivitäten mit der Charta des Internationalen PEN und der Allgemeinen Erklärung der Menschenrechte unvereinbar sind.

Im Zentrum unserer Öffentlichkeitsarbeit steht der seit 1980 am 15. November weltweit begangene Writers-In-Prison-Day. Alljährlich organisieren die nationalen PEN-Zentren und zahlreiche andere Organisationen, die sich für die Bewahrung und Durchsetzung der Menschenrechte engagieren, Veranstaltungen, um die internationale Öffentlichkeit immer wieder an das Schicksal all jener zu erinnern, die in ihren Ländern mundtot zu machen versucht werden, weil sie ihre Meinung zum Ausdruck bringen. Mit der Hilfe von zahlreichen Bücherspendern organisieren wir rund um den Writers-In-Prison-Day einen großen Bücherflohmarkt, dessen Erlös einem Schützling, dessen Familie oder einer couragierten und gemeinnützigen Organisation zugute kommt. Außerdem versuchen wir, die Öffentlichkeit durch Lesungen, Konzerte und Pressearbeit auf die kritische Lage der Meinungs- und Pressefreiheit in vielen Ländern aufmerksam zu machen. Unserer längerfristiges Ziel ist die Einrichtung des Programms „Stadt der Zuflucht“ in der Universitätsstadt Gießen, das verfolgten Schriftstellerinnen und Schriftstellern für einen bestimmten Zeitraum eine Unterkunft und ein Stipendium gewährt, um ihnen die Möglichkeit zu eröffnen, unbehelligt von Repressalien ihrer Berufung in Freiheit nachzugehen.

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