Worte in Ketten – Lesung mit Najet Adouani am 11. März

Najet Adouani 2014 c Simone Ahrend sah-photo 5Najet Adouani (Copyrights: Simone Ahrend)

Am Sonntag, den 11. März, findet um 11 Uhr die Lesung “Worte in Ketten” in der Stadtbibliothek Lich statt. Der Hörbuchsprecher und Autor Sven Görtz liest Texte verfolgter und verbotener Autoren aus Syrien, Russland, Kamerun, China, der Türkei und anderen Ländern. Auf die Lesung folgt ein Gespräch mit der tunesischen Autorin und Journalistin Najet Adouani, die aufgrund ihrer schriftstellerischen Tätigkeit in ihrer Heimat verfolgt wird.

Das freie Wort ist ein Menschenrecht. Doch nicht überall auf der Welt. In einer wachsenden Zahl von Diktaturen und autokratischen Staaten werden systematisch Menschen unterdrückt, ja teils mit dem Tode bedroht, die es wagen, öffentlich Kritik zu üben oder einfach nur das zu tun, was ihre Arbeit ist – Schreiben. Sei es als Journalist und Blogger, als Dichter, Dramatiker und Schriftsteller. Das freie Wort liegt in Ketten. Wer Glück hat, kann fliehen – wer nicht, verliert seine Freiheit oder sein Leben. Nicht erst seit der Verhaftung des deutsch-türkischen Journalisten Deniz Yücel wirft das Problem eine drängende globale Frage auf: Wie können wir, die wir in einem Rechtsstaat leben, diesen Menschen Hilfe und Unterstützung sein?
Eine Antwort lautet: indem wir die verfolgten Autoren der Anonymität entreißen und ihren Texten Gehör verschaffen. Das ist neben der Freude an guter und ansprechender Literatur der Kerngedanke der Lesung und des Autorengesprächs.

Organisiert wird die Veranstaltung von Gefangenes Wort, der VHS Landkreis Gießen, Sven Görtz und der Stadtbilbiothek Lich.