Sommerbücherflohmarkt am 25. Juni 2017

Am Sonntag, den 25. Juni 2017, veranstaltet Gefangenes Wort e.V. ab 10 Uhr (bis voraussichtlich 16 Uhr)Bild Sommerbücherflohmarkt 2015 einen Sommerbücherflohmarkt auf dem Vorplatz der Gießener Kongresshalle (Berliner Platz 2). Gefangenes Wort engagiert sich seit vielen Jahren für SchriftstellerInnen und JournalistInnen, die aufgrund ihrer freien Meinungsäußerung bedroht, verfolgt und inhaftiert werden. Der Erlös des Bücherverkaufs kommt der Vereinsarbeit zugute.

Der Bücherflohmarkt bietet eine umfangreiche Auswahl an Romanen, Krimis, Kinder- und Jugendliteratur sowie Sachbüchern zu günstigen Preisen. Der Flohmarkt findet nur bei trockenem Wetter statt.

Jahreshauptversammlung und Klausurtag 2017

Heute fand die diesjährige Jahreshauptversammlung von Gefangenes Wort e.V. statt.

Foto von der JHV 2017

Foto von der JHV 2017

Dabei stand u.a. die Wahl eines neuen Vorstandes an. Verabschiedet wurden Daniel Schneider als Vorsitzender sowie seine beiden Stellvertreterinnen Yuen-Yee Leung und Lisa Novian. Ihnen gilt ein herzlicher Dank für ihre Arbeit und ihr Engagement im letzten Jahr.

Zur neuen Vorsitzenden wurde Madelyn Rittner gewählt. Als stellvertretende Vorsitzende fungieren fortan Michael Novian und Michael Weise. Als Kassiererin wurde Lisa Weise im Amt bestätigt.

Beim anschließenden Klausurtag wurden die anstehenden Projekte und Aktionen besprochen. Nähere Informationen folgen dann zu gegebener Zeit.

„Es ist Zeit. China gehört allen“

ZuhYufu

Copyright © 2012 Ragged Banner Press.

„Es ist Zeit, Menschen Chinas! Es ist Zeit. Ein Lied gehört allen. Aus Deiner eigenen Kehle. Es ist Zeit, das Lied Deines Herzens zum Ausdruck zu bringen“, schreibt Zhu Yufu in “It’s time”. (frei übersetzt) Es ist Zeit, die eigene Meinung zu vertreten und sich für seine Rechte einzusetzen. In China kein einfaches Unterfangen.
Leslie Kuhlmann berichtet in der Mai Ausgabe  unserer monatlichen Kolumne im Gießener Anzeiger  über den chinesischen Dichter und Demokraten Zhu Yufu. Den ganzen Artikel findet ihr auf der Seite des Gießener Anzeigers.

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Für die Vielfalt der Sprachen

Foto: Daniel A. Anderson/University Communication

Foto: Daniel A. Anderson/University Communication

In der April-Ausgabe unserer Kolumne im Gießener Anzeiger berichtet Sergej Gil über den kenianischen Autor Ngugi wa Thiong’o. Der kenianische Autor, Professor in Englisch und Komparativer Literatur an der University of California in Irvine, hat seine Werke ursprünglich in englischer Sprache geschrieben. Erst spät ist ihm die Erkenntnis gekommen, welche Wichtigkeit es hat, in seiner eigenen Muttersprache zu schreiben. Fortan schrieb er nur noch in Kikuyu und Kiswahili. Dieser Beschluss konfrontierte ihn jedoch erst mit der Erkenntnis, welchen Herausforderungen er sich damit stellen muss. Den kompletten Artikel kann man auf der Webseite des Gießener Anzeigers lesen.

Buchtipp: “Zuflucht in Deutschland” Texte verfolgter Autoren

Buchcover Zuflucht in DeutschlandJosef Haslinger zählt zu den wichtigsten  und engagiertesten deutschsprachigen Schriftstellern der Gegenwart. Seit 2013 ist der österreichische Bestsellerautor („Opernball“, „Phi Phi Island“) Präsident des PEN-Zentrums Deutschland. Zusammen mit Franziska Sperr hat er nun unter dem Titel „Zuflucht in Deutschland“ eine Anthologie mit Texten von verfolgten Autoren herausgebracht.

Am 16.05. um 19 Uhr findet im Literaturhaus Darmstadt eine Lesung und Gespräch mit Franziska Sperr statt, in der Sie als Herausgeberin und Vizepräsidentin des PEN zwei Darmstädter Stipendiaten Sanath Balasooriya und Enoh Meyomesse aus Kamerun mit ihren Texten aus der Anthologie vorstellt. Weitere Termine sind der 23.06 und der 10.11 (Mehr Details finden Sie hier).

“Zuflucht in Deutschland”
Texte verfolgter Autoren
Herausgegeben von: Josef Haslinger + Franziska Sperr 
ISBN: 978-3-596-29800-6
Fischer Taschenbuch, März 2017
Euro 9,99

Askarow nach Bericht über gewalttätige ethnische Unruhen zu jahrelanger Haft verurteilt

Elena Müller berichtet diesen Monat in unserer Kolumne über den kirgisischen Journalisten und Menschenrechtsaktivisten Asimschon Askarow, dem seit seiner Festnahme im September 2010 kein fairer Prozess gemacht wurde.Azimzhan_Askarov
Der Vorwurf: “Beihilfe in einem Mordfall und Anstachelung zum Hass”…

Hier geht es zum Artikel des Gießener Anzeigers.

Aserbaidschan: “Unverhohlene Repressalien gegen unabhängige Journalisten”

Lisa Weise geht in ihrem Artikel einerseits auf die Drangsalierungen ein, denen der Fotojournalist und Videoblogger Mehman Huseynov in Aserbaidschan ausgesetzt ist. Andererseits schildert sie das bedrückende Schicksal des Autors Rashad Ramazano, der in einem aserbaidschanischen Gefängnis inhaftiert ist und dessen Gesundheitszustand kritisch ist.Hier finden Sie Lesen Sie hier den ganzen Artikel.

Der internationale PEN ruft Im Fall des Autors Ramazano dazu auf Protestbriefe an die Regierung zu schreiben sowie Briefe zur Ermutigung an Ramazano ins Gefängnis. Adressen und weiter Informationen finden Sie hier beim internationalen PEN.

Auch der deutsche PEN hat einige Informationen sowie die Adresse der aserbaischanischen Botschaft auf seine Homepage gestellt.

Asli Erdogan berichtet über ihre Zeit im Gefängnis

Seit dem 29.Dezember 2016 ist die Schritstellerin Asli Erdogan wieder in Freiheit. Vorerst, denn das Gerichtsverfahren gegen Sie dauert an. Wie vielen anderen Journalist*innen, die in der Türkei verhaftet wurden, wird ihr die Gründung und die Mitgliedschaft in einer terroristischen Organisation vorgeworfen.
In einem bewegenden Interview berichtet die Schritstellerin Asli Erdogan in der FAZ über ihre Zeit in einem türkischen Frauengefängnis.

Derzeit sitzen nach Informationen von Reporter ohne Grenzen (ROG) noch mehr als 80 Journalist*innen in türkischen Gefängnissen. In einer Petition fordert daher ROG, der deutsche PEN sowie der Börsenverein des Deutschen Buchhandels e.V. die Bundesregierung und die EU-Kommission auf, klar Position zur Lage in der Türkei zu beziehen, die Meinungs- und Pressefreiheitfreiheit in ihren Entscheidungen, Handlungen und Äußerungen kompromisslos und aktiv einzufordern und sie nicht zum Verhandlungsgegenstand zu machen. Hier kann man mitmachen.

Wortstark. Medien- und Meinungsfreiheit in Bangladesch

Der Verei2017-01-12 09.49.33n NETZ aus Wetzlar, der sich für Menschen in Bangladesch einsetzt, hat sich im vergangenen Jahr in einer Ausgabe der NETZ-Zeitschrift mit der Medien- und Meinungs-freiheit in Bangladesch auseinandergesetzt. Der Wandel der Medienlandschaft und die Rolle des Radios im bangladeschischen Unabhängigkeits- krieg werden dabei ebenso thematisiert wie der zunehmende Druck auf Medienmacher in Bangladesch. Die Ausgabe kann auf der Homepage der Organisation einzelnd bestellt oder heruntergeladen werden. 

Todesstrafe für Kritik an Missständen

In unserer ersten Kolumne des neuen Jahres berichtet Daniel Schneider über den mauretanischen Blogger Mohamed Cheikh Ould Mkhaitir, der seit 3 Jahren inhaftiert ist.
Sein Fall erinnert an den Blogger Raif Badawi mit einem entscheidenden Unterschied… Hier geht es zum Artikel auf der Homepage des Gießener Anzeigers.

Lebenslang für die Wahrheit

can_duendar_lebenslangIm November 2015 werden Can Dündar, Chefredakteur der regierungskritischen Tageszeitung »Cumhuriyet«, und Erdem Gül, Hauptstadtkorrespondent, verhaftet. Die türkische Staatsanwaltschaft wirft ihnen Spionage und Verrat von Staatsgeheimnissen vor, Staatspräsident Erdogan stellt persönlich Strafanzeige und fordert lebenslange Haft. Hintergrund ist ihre Berichterstattung über Waffenlieferungen des türkischen Geheimdienstes an syrische Extremisten. Nach drei Monaten kommen die Journalisten vorläufig frei. Anfang Mai beginnt der Prozess: Dündar wird zu sechs, Gül zu fünf Jahren Gefängnis verurteilt; das Urteil ist noch nicht rechtskräftig.

In »Lebenslang für die Wahrheit« erzählt Dündar die ganze Geschichte von der Entdeckung der geheimen Waffenlieferungen über die Entscheidung, das belastende Filmmaterial zu veröffentlichen, bis zu den Ereignissen, die der Veröffentlichung folgten: Die Drohungen, die er und die Redaktion erhalten haben, die Angst vor Terroranschlägen, seine Zeit in Einzelhaft. Dündars Aufzeichnungen aus dem Gefängnis zeigen, dass sein Widerstand ungebrochen ist und er nicht aufgeben wird im Kampf für Presse- und Meinungsfreiheit.

Can Dündar: Lebenslang für die Wahrheit – Aufzeichnungen aus dem Gefängnis
Hoffmann und Campe Verlag
In einer Übersetzung von Sabine Adatepe

„Vehement gegen Kurs von Präsident Erdogan gestellt“

can_dündarVor mehr als einem Jahr haben wir an dieser Stelle über Can Dündar berichtet. Damals deutete sich bereits an, dass dem türkischen Schriftsteller und Journalisten erneut juristische Sanktionen drohten. Hintergrund: Ein Bericht von Mai 2015 in der türkischen Tageszeitung Cumhuriyet, in dem Dündar zusammen mit dem Leiter des Hauptstadtbüros, Erdem Gül, Belege für mögliche Waffenlieferungen der Türkei an syrische Extremisten veröffentlichte. Videos und Fotos sollten dokumentieren, dass der türkische Geheimdienst MIT im Sommer 2014 Waffen an Extremisten in Syrien lieferte. Präsident Recep Tayyip Erdogan drohte nach Veröffentlichung des Berichts, dass die Verfasser hierfür einen hohen Preis zahlen würden.

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Weg sein – hier sein

Weg sein - hier sein - CoverWenige Themen werden in Europa mit mehr Leidenschaft diskutiert als das der Flüchtlinge. Doch die Betroffenen selbst nehmen daran nicht teil. Woher kommen sie eigentlich? Wie sah ihr Alltag aus, ihr Leben zwischen Wohnung, Arbeit, Familie, Freunden und Nachbarn? Welche Welt, welche Lieben und Sehnsüchte haben sie verlassen, und wie schwer ist es, in der neuen Welt einen Platz zu finden mit neuen Lieben und Sehnsüchten? Was löst es bei ihnen aus, wenn der europäische Mob Häuser anzündet, die zu ihrem Schutz gebaut wurden, wenn kaltherzige Politiker Angst vor ihnen schüren?
Dieses Buch soll die Stimme der Literatur hörbar machen, um überhaupt die Voraussetzung für eine ernsthafte »Flüchtlingsdebatte« zu schaffen, die sich um Schicksale dreht und nicht um Obergrenzen. Die jetzt in deutscher Sprache vorliegenden Texte können nur ein Anfang sein. Aber sie geben ihren Autoren eine Stimme zurück, von der wir hoffen, dass sie an vielen Orten zu hören sein wird.
Zu den Autoren gehört auch Amer Matar, der im November 2012 im Rahmen unserer Lesereihe “W.I.E. erzählt…” in Gießen zu Gast war.

“Exilliteratur im Jahre 2016. Reflektiert, anspruchsvoll und ohne das Pathos der Wehleidigkeit. Stimmen, die hierzulande so bislang nicht zu vernehmen waren – und doch das Hierzulande thematisieren.” (Jürgen Deppe in Neue Bücher auf NDR Kultur / 24 October 2016)

Weg sein – hier sein.
Mit einem Vorwort von Sherko Fatah
und 19 Porträtfotografien von Mathias Bothor
Secession Verlag für Literatur
24,00 €