“Habe nichts, wenn mir meine Arbeit weggenommen wird”

© Gefangenes Wort

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In unserer monatlichen Kolumne im Gießener Anzeiger berichtet Michael Weise über den kurdisch-alevitischen Schriftsteller Aziz Tunç. Seit der Verhaftungswelle im Zuge des gescheiterten Militärputschs im Juli 2016 ist er zum zweiten Mal in seinem Leben auf der Flucht. Zur Zeit lebt er in einem Asylbewerberheim in Hanau. Die permanente Angst bleibt.

Hier gehts zum Artikel auf der Seite des Gießener Anzeigers.

Sechs Menschenrechtler wurden in der Türkei inhaftiert

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Steudtner und EserNach Informationen der ARD sollen sechs Menschrechtsaktivisten in der Türkei inhaftiert worden sein. Ihnen werden terroristische Motive vorgeworfen, ohne das bisher Beweise bekannt wären. Sie gehörten zu den zehn Aktivisten, die vor zwei Wochen festgenommen wurden. Unter Ihnen befindet sich auch der deutsche Photo- und Videojournalist Peter Steudtner und die türkische Amnesty-Vorsitzende Idil Eser.

Entzug der Akkreditierung einiger G20-Journalisten

32 Journalisten, welche am G20-Gipfel vertreten waren, wurde nun nachträglich die Akkreditierung entzogen. Mehrere Medien berichteten im Laufe des Tages über eine sogenannte Schwarze Liste, die bei der auf dem G20-Gipfel vertretenen Polizei zu sehen war. Nach Informationen der ARD sollen 80 Namen angeblich kontrollbedürftiger Personen darauf gestanden haben. 32 von Ihnen soll das BKA nun die zuvor erteilte Akkreditierung entzogen haben, so der Regierungssprecher Steffen Seibert. Nach Seibert sollen Sicherheitsbedenken die Ursache sein. Der Fotograf Björn Kietzmann berichtet im Gespräch mit der Tagesschau, dass er die genaue Ursache für dieses Vorgehen nicht kenne. Die einzige Konstante sehe er darin, dass die betroffenen Journalisten zuvor über die Türkei berichtet haben.

Die “Schwarzen Listen”, welche die Polizei vermutlich zur Identifizierung kontrollbedürftiger Personen bei sich hatte, waren für jederman leicht einsehbar. Dieses Verhalten wird von Datenschützern kritisiert.

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Gefangenes Wort erhält großzügige Spende

 (© Stadt Gießen)

Madelyn Rittner und Lisa Novian überbringen Oberbürgermeisterin Grabe-Bolz die Glückwünsche von Gefangenes Wort (© Stadt Gießen)

Die Gießener Oberbürgermeisterin Dietlind Grabe-Bolz zählt seit Jahren zu engagiertesten Unterstützern von Gefangenes Wort e.V. Anlässlich ihres 60. Geburtstags, zu dem ihr die Vorsitzende Madelyn Rittner und die ehemalige stellvertretende Vorsitzende Lisa Novian im Namen des Vereins herzlich gratulierten, verzichtete die Oberbürgermeisterin auf persönliche Geschenke und bat stattdessen um Spenden für die Gießener Tafel und Gefangenes Wort. Warum ihre Wahl neben der Tafel auch auf Gefangenes Wort fiel, erläutert Grabe-Bolz wie folgt: „Gerne habe ich anlässlich meines 60. Geburtstages zu Spenden für Gefangenes Wort e.V. aufgerufen. Mit seinem Einsatz für Hunderte weltweit in Gefängnissen sitzende Schriftsteller/innen, Autoren/innen, Journalisten/innen, Künstler/innen setzt sich der Verein für die Meinungsfreiheit, für die Inhaftierten und für die Freiheit des kritischen Geistes ein und weist uns darauf hin, dass wir für die Meinungsfreiheit kämpfen müssen, wenn wir den Gedanken der Freiheit ernst nehmen. Denn Freiheit ist immer auch die Freiheit des Andersdenkenden – hier und überall. Herzlichen Dank für Ihr Engagement!”

Die Gäste folgten dem Wunsch des Stadtoberhaupts und zeigten sich äußerst großzügig: Nach derzeitigem Stand beläuft sich die Summe der Spenden auf 3171,15 €. Die Vorsitzende Rittner ist hoch erfreut, „dass Frau Oberbürgermeisterin Grabe-Bolz unseren Verein Gefangenes Wort anlässlich ihres 60. Geburtstages nicht nur finanziell fördert, sondern uns vor allem auch während ihrer Geburtstagsfeier im Gießener Rathaus eine Plattform bot, um unsere Tätigkeiten vorzustellen. Aber nicht nur dafür, sondern auch für ihre Unterstützung in den vergangenen Jahren, sind wir der Oberbürgermeisterin zu großem Dank verpflichtet.“ Mit den Einnahmen unterstützt Gefangenes Wort Schriftsteller/innen und Journalisten/innen auf der ganzen Welt, die aufgrund ihrer kritischen Meinungsäußerung drangsaliert, inhaftiert und verfolgt werden. Und der Unterstützungsbedarf ist – leider – nach wie vor hoch, denn derzeit sind weltweit allein über 350 Journalisten/innen, Medienassistenten/innen und Blogger/innen im Gefängnis.

Examenskonzert in Gießen – Erlös kommt Gefangenes Wort zugute

Heute Abend, am Donnerstag, den 29. Juni 2017,  interpretieren junge Musiker und Musikerinnen der Frankfurter Hochschule für Musik und Darstellende Kunst (HfMDK) die Werke bekannter und weniger bekannter Komponisten auf ihre eigene kreative Art. Das Konzert beginnt um 19.30 Uhr und findet in der Gießener Uni-Aula (Ludwigstraße 23) statt. Mit dabei ist auch das Philharmonische Orchester Gießen unter der Leitung von Martin Spahr. Der Erlös des Konzerts kommt Gefangenes Wort zugute. Ein ganz herzlicher Dank geht daher schon jetzt an alle Beteiligten! Weitere Informationen finden Sie auf der Homepage der HfMDK, beim Stadttheater Gießen und in der Berichterstattung des Gießener Anzeigers.

Knapp 500 Bücher finden neue BesitzerInnen und LeserInnen

IMG_1230Das war ein erfolgreicher Sommerbücherflohmarkt 2017. Heute gingen fast 500 Bücher über den Ladentisch und freuen sich auf ein neues Zuhause. Ein ganz herzliches Dankeschön geht an alle HelferInnen, aber auch an alle BücherfreundInnen. Schön, dass ihr da wart.

Der Erlös kommt wie immer unserer Vereinsarbeit zugute.

Sommerbücherflohmarkt am 25. Juni 2017

Am Sonntag, den 25. Juni 2017, veranstaltet Gefangenes Wort e.V. ab 10 Uhr (bis voraussichtlich 16 Uhr)Bild Sommerbücherflohmarkt 2015 einen Sommerbücherflohmarkt auf dem Vorplatz der Gießener Kongresshalle (Berliner Platz 2). Gefangenes Wort engagiert sich seit vielen Jahren für SchriftstellerInnen und JournalistInnen, die aufgrund ihrer freien Meinungsäußerung bedroht, verfolgt und inhaftiert werden. Der Erlös des Bücherverkaufs kommt der Vereinsarbeit zugute.

Der Bücherflohmarkt bietet eine umfangreiche Auswahl an Romanen, Krimis, Kinder- und Jugendliteratur sowie Sachbüchern zu günstigen Preisen. Der Flohmarkt findet nur bei trockenem Wetter statt.

Jahreshauptversammlung und Klausurtag 2017

Heute fand die diesjährige Jahreshauptversammlung von Gefangenes Wort e.V. statt.

Foto von der JHV 2017

Foto von der JHV 2017

Dabei stand u.a. die Wahl eines neuen Vorstandes an. Verabschiedet wurden Daniel Schneider als Vorsitzender sowie seine beiden Stellvertreterinnen Yuen-Yee Leung und Lisa Novian. Ihnen gilt ein herzlicher Dank für ihre Arbeit und ihr Engagement im letzten Jahr.

Zur neuen Vorsitzenden wurde Madelyn Rittner gewählt. Als stellvertretende Vorsitzende fungieren fortan Michael Novian und Michael Weise. Als Kassiererin wurde Lisa Weise im Amt bestätigt.

Beim anschließenden Klausurtag wurden die anstehenden Projekte und Aktionen besprochen. Nähere Informationen folgen dann zu gegebener Zeit.

„Es ist Zeit. China gehört allen“

ZuhYufu

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„Es ist Zeit, Menschen Chinas! Es ist Zeit. Ein Lied gehört allen. Aus Deiner eigenen Kehle. Es ist Zeit, das Lied Deines Herzens zum Ausdruck zu bringen“, schreibt Zhu Yufu in “It’s time”. (frei übersetzt) Es ist Zeit, die eigene Meinung zu vertreten und sich für seine Rechte einzusetzen. In China kein einfaches Unterfangen.
Leslie Kuhlmann berichtet in der Mai Ausgabe  unserer monatlichen Kolumne im Gießener Anzeiger  über den chinesischen Dichter und Demokraten Zhu Yufu. Den ganzen Artikel findet ihr auf der Seite des Gießener Anzeigers.

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Für die Vielfalt der Sprachen

Foto: Daniel A. Anderson/University Communication

Foto: Daniel A. Anderson/University Communication

In der April-Ausgabe unserer Kolumne im Gießener Anzeiger berichtet Sergej Gil über den kenianischen Autor Ngugi wa Thiong’o. Der kenianische Autor, Professor in Englisch und Komparativer Literatur an der University of California in Irvine, hat seine Werke ursprünglich in englischer Sprache geschrieben. Erst spät ist ihm die Erkenntnis gekommen, welche Wichtigkeit es hat, in seiner eigenen Muttersprache zu schreiben. Fortan schrieb er nur noch in Kikuyu und Kiswahili. Dieser Beschluss konfrontierte ihn jedoch erst mit der Erkenntnis, welchen Herausforderungen er sich damit stellen muss. Den kompletten Artikel kann man auf der Webseite des Gießener Anzeigers lesen.

Buchtipp: “Zuflucht in Deutschland” Texte verfolgter Autoren

Buchcover Zuflucht in DeutschlandJosef Haslinger zählt zu den wichtigsten  und engagiertesten deutschsprachigen Schriftstellern der Gegenwart. Seit 2013 ist der österreichische Bestsellerautor („Opernball“, „Phi Phi Island“) Präsident des PEN-Zentrums Deutschland. Zusammen mit Franziska Sperr hat er nun unter dem Titel „Zuflucht in Deutschland“ eine Anthologie mit Texten von verfolgten Autoren herausgebracht.

Am 16.05. um 19 Uhr findet im Literaturhaus Darmstadt eine Lesung und Gespräch mit Franziska Sperr statt, in der Sie als Herausgeberin und Vizepräsidentin des PEN zwei Darmstädter Stipendiaten Sanath Balasooriya und Enoh Meyomesse aus Kamerun mit ihren Texten aus der Anthologie vorstellt. Weitere Termine sind der 23.06 und der 10.11 (Mehr Details finden Sie hier).

“Zuflucht in Deutschland”
Texte verfolgter Autoren
Herausgegeben von: Josef Haslinger + Franziska Sperr 
ISBN: 978-3-596-29800-6
Fischer Taschenbuch, März 2017
Euro 9,99