Madelyn Rittner – Vorsitzende

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Madelyn Rittner (*1989)
2009-2015 Studium der Anglistik und Germanistik in Gießen mit Auslandssemestern in Sheffield (Vereinigtes Königreich) und Berkeley (USA)
2015 Kulturweit-Freiwilligendienst am Goethe-Institut, Mexiko-Stadt
2015-2017 Programmleiterin des Literarischen Zentrums Gießen e.V.
Seit 2017 Geschäftsführerin des Hessischen Literaturrats e.V.
Seit Juni 2017 Vorsitzende.

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Michael Novian – Stellvertretender Vorsitzender

Michael Novian
2002 – 2007 Studium: Lehramt für Gymnasien (L3) an der JLU Gießen in den Fächern Deutsch, kath. Religion und Mathematik

Mai 2008 – Dezember 2012 Wissenschaftlicher Mitarbeiter an der Professur für Systematische Theologie/Institut für Katholische Theologie an der JLU-Gießen

seit Januar 2013 Dekanatsreferent am FB04 (Geschichts- und Kulturwissenschaften) der JLU-Gießen
Lehrbeauftragter am Institut für Katholische Theologie (Systematische Theologie)

03.02.2017 Abschluss des Promotionsverfahrens an der JLU Gießen „Mythos. Neomythos. Retromythos. Verhältnisbestimmungen im Kontext des Klimawandeldiskurses“

Seit Juni 2017 Stellvertretender Vorsitzender von Gefangenes Wort.

 

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Lisa Weise – Kassiererin

Foto_HP_Lisa_WeiseLisa Weise (*1986)

2007-2014 als Gemeindepädagogin in der Kinder- und Jugendarbeit tätig.

2014-2017 Studium der Sozialen Arbeit in Frankfurt und Erfurt

Seit 2009 aktiv in der Initiative Gefangenes Wort, Gründungsmitglied des Vereins 2012

Hat 2016 das Amt der Kassiererin von Anne Krege übernommen.

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Lisa Novian

Lisa HenkelLisa Novian (*1992)

Seit Oktober 2011: Studium des Lehramts an Gymnasien (Germanistik und Katholische Theologie)

Seit Oktober 2013: Studentische Hilfskraft am Institut für Katholische Theologie, Biblische Theologie.

Im Mai 2014 löste sie Kathy Gareis als stellvertretende Vorsitzende ab.

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Verse auf Zigarettenpapier herausgeschmuggelt

Kolumne im Gießener Anzeiger

Der syrische Autor Faraj Bayrakdar

Der syrische Autor Faraj Bayrakdar

In der März-Ausgabe unserer Kolumne berichtet Elena Müller vom Schicksal des syrischen Autors Faraj Bayrakdar, der heute im schwedischen Exil lebt.

„Die Freiheit in uns ist größer als das Gefängnis, das uns hält.“ Diesen Satz hat ein Mann geschrieben, der 14 Jahre lang in den schlimmsten syrischen Gefängnissen eingesessen und martialische Folter ausgehalten hat. Faraj Bayrakdar wurde als Gegner des Assad-Regimes inhaftiert, er soll Mitglied der Kommunistischen Arbeiter Partei gewesen sein. Außerdem war er bereits mit 26 Jahren der Herausgeber eines literarischen Magazins, das die Werke junger syrischer Autoren publizierte. Diese Art des Protestes gegen die Regierung hat ausgereicht, um Bayrakdar ohne einen ordentlichen Prozess ins Gefängnis zu werfen…

Lesen Sie den ganzen Artikel hier in der Online-Ausgabe des Gießener Anzeigers.

Alternativ finden Sie ihn auch hier als PDF-Datei zum Herunterladen.

“Schriftstellerinnen sehen ihr Land”


Im Literarischen Colloquium Berlin (Am Sandwerder 5, 14109 Berlin, Tel ++49 30 816996-0) finden am 30.6.2012 ab 10.00 Uhr zum zweiten Mal die Internationalen Gespräche der Autorinnenvereinigung statt.

Unter dem Thema „Schriftstellerinnen sehen ihr Land“, betrachten und hinterfragen deutschsprachige Autorinnen die  weibliche Literaturlandschaft in verschiedenen europäischen Ländern – von Deutschland über Österreich und die Schweiz bis Lettland.

Zeitnah und themenaktuell geht es In Vorträgen und Diskussionen u.a. um „Leben und Schreiben in der Mediengesellschaft“ (Ute Hacker, München), „Frauenbilder in Zeiten der Globalisierung“ (Silke Scheuermann, Offenbach) und „Netzwerke und Professionalisierung“ (Alexa Stein, Bremen). Schirmherrin ist in diesem Jahr Tanja Dücker.

Absolutes Highlight sind neben der Verleihung des Projektstipendiums 2012  die 60-Sekunden-Lesungen „Schriftstellerinnen auf freier Wildbahn“.

Anbei für Interessierte noch einmal die Flyer mit genauem Programm:

Über Uns

Die Allgemeine Erklärung der Menschenrechte steht für Freiheit, Gerechtigkeit und Humanität. Sie stellt die ideelle Grundlage unserer Aktivitäten dar, mit denen wir uns für die Durchsetzung der Menschenrechte weltweit engagieren. Einen besonderen Schwerpunkt hierbei bildet Art. 19, welcher das Recht auf freie Meinungsäußerung umfasst:

„Jeder Mensch hat das Recht auf freie Meinungsäußerung. Dieses Recht umfasst die Freiheit, Meinungen unangefochten anzuhängen und Informationen und Ideen mit allen Verständigungsmitteln ohne Rücksicht auf Grenzen zu suchen, zu empfangen und zu verbreiten.“

Auf erschreckende Weise wird die Meinungsfreiheit in vielen Ländern unterdrückt oder missbraucht. Die Verteidigung der freien Meinungsäußerung in Wort, Schrift und Tat, die Freiheit der Äußerung von Ideen zum friedvollen, kritischen und konstruktiven Austausch, ohne die Befürchtung angegriffen, verfolgt oder verhaftet zu werden, bildet den Kern unserer Bemühungen. Der Verein „Gefangenes Wort“ hat sich zum Ziel gesetzt, durch öffentliche Kampagnen, Petitionen sowie durch kulturelle Veranstaltungen auf die bedrohliche Situation jener Menschen aufmerksam zu machen, die aufgrund ihrer literarischen, journalistischen, verlegerischen oder künstlerischen Tätigkeiten unter Repressionen leiden, zensiert, bedroht oder inhaftiert werden. Der Formulierung des Writers-In-Prison-Komitees entsprechend gilt jedoch eine Prämisse: „Personen, die wegen Propagierung von Gewalt oder gar ihrer Anwendung verurteilt wurden, und solche, die zum Rassenhass aufgerufen haben, werden nicht unterstützt“, weil ihre Aktivitäten mit der Charta des Internationalen PEN und der Allgemeinen Erklärung der Menschenrechte unvereinbar sind.

Im Zentrum unserer Öffentlichkeitsarbeit steht der seit 1980 am 15. November weltweit begangene Writers-In-Prison-Day. Alljährlich organisieren die nationalen PEN-Zentren und zahlreiche andere Organisationen, die sich für die Bewahrung und Durchsetzung der Menschenrechte engagieren, Veranstaltungen, um die internationale Öffentlichkeit immer wieder an das Schicksal all jener zu erinnern, die in ihren Ländern mundtot zu machen versucht werden, weil sie ihre Meinung zum Ausdruck bringen. Mit der Hilfe von zahlreichen Bücherspendern organisieren wir rund um den Writers-In-Prison-Day einen großen Bücherflohmarkt, dessen Erlös einem Schützling, dessen Familie oder einer couragierten und gemeinnützigen Organisation zugute kommt. Außerdem versuchen wir, die Öffentlichkeit durch Lesungen, Konzerte und Pressearbeit auf die kritische Lage der Meinungs- und Pressefreiheit in vielen Ländern aufmerksam zu machen. Unserer längerfristiges Ziel ist die Einrichtung des Programms „Stadt der Zuflucht“ in der Universitätsstadt Gießen, das verfolgten Schriftstellerinnen und Schriftstellern für einen bestimmten Zeitraum eine Unterkunft und ein Stipendium gewährt, um ihnen die Möglichkeit zu eröffnen, unbehelligt von Repressalien ihrer Berufung in Freiheit nachzugehen.

Die aktuellsten Informationen und Updates zu unseren Veranstaltungen findet Ihr in unserem Blog.

Außerdem findet Ihr uns auch bei Facebook und Twitter.

Falls Ihr über unsere aktuellen Projekte auf dem Laufenden gehalten werden wollt, tragt Euch rechts oben für unseren Newsletter ein.

Tsering Woeser – China

Tsering Woeser wurde 1966 in Lhasa geboren. Ihre Eltern waren loyale Kommunisten, der Vater ein tibetisch-chinesischer Vize-Kommandeur der Chinesischen Volksbefreiungsarmee. In Chengdu (Sichuan) besuchte sie die Oberschule sowie die Universität. Sie merkte schnell, dass sie zu einer Minderheit gehörte und begann, verbotene Schriften zu lesen: „Da standen Dinge, die das Gegenteil von dem waren, was man uns gelehrt hatte.“

Nach Abschluss des Studiums wurde sie Redakteurin einer literarischen Zeitung in Lhasa, wo sie mit Mönchen ins Gespräch kam, die ihr von der Niederschlagung der Proteste in Tibet 1989 erzählten. Diese Gespräche prägten sie nachhaltig. Nachdem sie ihren Arbeitsplatz verloren hatte, ging sie nach Peking, wo sie den chinesischen Schriftsteller Wang Lixiong heiratete.

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Mohammad Hassan Fallahiya – Iran

Im November 2006 wurde der Journalist Mohammad Hassan Fallahiya verhaftet, nachdem er regierungskritische Artikel veröffentlicht und angeblich oppositionelle Gruppen im Ausland kontaktiert hatte. Fallahiya wurde am 21. April 2007 in einem Verfahren zu drei Jahren Haft verurteilt, in dem ihm laut Amnesty International jeder Rechtsbeistand verweigert wurde. Der P.E.N. forderte fortwährend bedingungslos seine Freilassung, da seine Inhaftierung eine eindeutige Verletzung des Rechts auf freie Meinungsäußerung darstelle.

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Melissa Rocío Patiño Hinostroza – Peru

Die 21-jährige peruanische Dichterin und Studentin Melissa Rocío Patiño Hinostroza ist Mitglied des „Círculo del Sur“, einer Dichtergruppe in Lima und leitet eine Lyriksendung im Radio für junge Leute. Seit 2008 steht sie vor Gericht. Im Februar desselben Jahres besuchte sie eine Konferenz in Ecuador, die von der Coordinadora Continental Boliviariana (CCB) organisiert worden war. Als sie von dort zurückkehrte, wurde sie zusammen mit sechs weiteren Teilnehmern verhaftet.

Es wird ihr vorgeworfen, Mitglied einer linken politischen Organisation zu sein, die laut der peruanischen Regierung in Kontakt mit terroristischen Vereinigungen steht. Patiño selbst leugnet, politisch aktiv zu sein. Sie wurde fast drei Monate im Hochsicherheitsgefängnis in Chorrillos (Lima) unter strenger Aufsicht festgehalten. Am 8. Mai 2008 wurde sie schließlich gegen eine Kaution von umgerechnet 240 Euro freigelassen und wartet seitdem auf ihren Prozess.

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Jorge Olivera Castillo – Kuba

Jorge Olivera Castillo war zwischen 1983 und 1993 Redakteur des staatlichen kubanischen Fernsehens und wurde gezwungen, seine Arbeit niederzulegen, nachdem er sich öffentlich gegen die Zensurpolitik Kubas ausgesprochen hatte.

Am 1. März 2006 wurde Castillo erneut zu einer Anhörung vor das kommunale Volkstribunal in Havanna vorgeladen, wo er über eine große Anzahl von Auflagen informiert wurde, die er zu befolgen habe, sollte er weiterhin außerhalb des Gefängnisses leben wollen. Obwohl er aus gesundheitlichen Gründen im Dezember des Jahres 2004 aus der Haft entlassen worden war, lägen die Haftgründe weiterhin vor, weshalb Castillo auf Geheiß der kubanischen Behörden jederzeit dazu gezwungen werden könne, den Rest seiner 18jährigen Haftstrafe zu verbüßen.

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Doğan Akhanlı – Türkei

Dogan Akhanli wurde 1957 in der Türkei geboren. Nach dem Militärputsch am 12. September 1980 musste er in den Untergrund gehen, da er als Student Mitglied der maoistischen Gruppe TDKP war. 1984 wurde er in Izmir verhaftet und saß anschließend drei Jahre in Istanbul im Gefängnis, wo er mehrmals gefoltert wurde. 1988 kam er vorübergehend frei und ging wieder in den Untergrund. Drei Jahre später floh er nach Deutschland, wo er als politischer Flüchtling anerkannt wurde. Seit 2001 ist er deutscher Staatsbürger, nachdem die Türkei ihn 1998 zwangsausgebürgert hatte.

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“Meine Gefangenschaft in Kerkern des Castro-Regimes”

Der folgende Text entstammt einem Gespräch, das die Internationale Gesellschaft für Menschenrechte mit Normando Herández González kurz nach seiner Ankunft im spanischen Exil führte. Das Original ist hier zu finden:

http://www.igfm.de

Normando Hernandez Gonzalez, im Gespräch mit der IGFM: “Meine Gefangenschaft in Kerkern des Castro-Regimes”

Normando Hernandez Gonzalez (Interview IGFM)Dank eines kubanischen politischen Gefangenen, der im Juli 2010 nach sieben Jahren Haft nach Spanien freigelassen wurde: Überleben war nur dank der internationalen Solidarität und der Liebe seiner Familie möglich

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Mit Schreibverbot belegt und fast zu Tode gefoltert (Lauterbacher Anzeiger)

Studentische Initiative “Gefangenes Wort” macht zum Gedenktag für inhaftierte Schriftsteller auf Schicksale aufmerksam – Lesung mit Dirk Sager

(klf). Rinchen Sangpo Geshe war 32 Jahre alt, als er von chinesischen Polizisten in einen unterirdischen Keller verschleppt wurde, wo er wochenlang gefangen gehalten und gefoltert wurde. Vor den Augen des tibetischen Mönches und Schriftstellers verbrannten die Sicherheitsbeamten sein Tagebuch und seine Manuskripte, verboten ihm jemals wieder zu schreiben. Der Mönch, der es sich zur Aufgabe gemacht hat, an die Geschichte und Kultur Tibets zu erinnern, floh in die Berge. Bis heute hält er sich versteckt, leidet aber noch immer unter den Folgen der Folter, wegen der er manchmal tagelang seine Beine nicht benutzen kann.

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