Inhaftierte Journalist*innen Marlene Förster und Matej Kavčič wieder frei!

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© Lydia Förster

Wir sind erleichtert über die Freilassung der Journalistin Marlene Förster und ihres Kollegen Matej Kavčič! Seit dem 20. April wurden die beiden im Irak gefangen gehalten, ihnen wurde Spionage und Unterstützung von Terrorismus vorgeworfen. Ob es noch zu einem Prozess kommen wird, ist unklar. Marlene Förster befindet sich wieder in Deutschland, auch ihr Kollege konnte inzwischen den Irak verlassen. Über die Freilassung von Marlene Förster, die lange in Marburg gelebt hat, berichteten unter anderem die Oberhessische Presse und die Hessenschau.

 

 

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Journalistin im Westjordanland ermordet

Wir sind erschüttert über den Mord an der palästinensischen Journalistin Shirin Abu Akle. Sie und ihr Kollege Ali al-Samudi waren gestern in Jenin (Westjordanland) im Einsatz, um im Auftrag von al-Dschasira über eine israelische Militäroperation zu berichten. Shirin Abu Akle wurde tödlich getroffen, ihr Kollege durch eine Kugel in den Rücken schwer verletzt. Beide waren deutlich als Journalist*innen zu erkennen. Damit liegt ein eindeutiger Verstoß gegen die Genfer Konvention vor. Reporter ohne Grenzen fordert Israel in einer Pressemitteilung zur umgehenden Aufklärung auf.
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Mai-Kolumne über die russische Friedensbewegung

© Dmitri Lovetsky (dpa)

© Dmitri Lovetsky (dpa)

 

In der Mai-Ausgabe unserer monatlichen Kolumne im Gießener Anzeiger schreibt Lena Frewer unter dem Titel “Haltung zeigen im ‘Informationskrieg’” über den Protest vieler Russ*innen gegen Desinformation und Zensur. Trotz ständiger Bedrohung durch staatliche Repressalien findet die Friedensbewegung noch immer Ausdrucksformen ihrer Haltung und der politischen Aufklärung der russischen Bevölkerung.

Der Artikel kann hier nachgelesen werden.

Veranstaltung zur Woche der Meinungsfreiheit

Woche-der-MeinungsfreiheitIm Rahmen der Woche der Meinungsfreiheit findet auch die Veranstaltung “Sprache. Macht. Politik. – Literatur in Zeiten des Krieges” mit Marina Weisband, Dmitrij Kapitelman und Kateryna Mishchenko statt. Die Aufzeichnung des Gesprächs ist online abrufbar ab Samstag, 7. Mai 2022.
Mit dieser Veranstaltung möchten die Frankfurter Buchmesse und der Börsenverein des Deutschen Buchhandels auch auf die Ukraine-Hilfe der deutschen Buchbranche aufmerksam machen:
Die Spendenaktion der Börsenvereinsgruppe und des ukrainischen Verlegerverbandes unterstützt Autor*innen, Verleger*innen und Buchhändler*innen in Not.
Spenden können Sie per Überweisung an die Stiftung Buchkultur und Leseförderung des Börsenvereins des Deutschen Buchhandels.
Stichwort: Ukraine
IBAN: DE13 5085 1952 0000 1249 17
BIC: HELADEF1ERB
Hier geht es zur Aufzeichnung.
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Rangliste der Pressefreiheit 2022 veröffentlicht

 

© Reporter ohne Grenzen

© Reporter ohne Grenzen

Heute zum Internationalen Tag der Pressefreiheit hat Reporter ohne Grenzen Deutschland die weltweite Rangliste der Pressefreiheit für das Jahr 2022 veröffentlicht. Im Vergleich zum letzten Jahr hat sich die Lage in Deutschland sichtbar verschlechtert: 2021 lag Deutschland noch auf Rang 13, nun auf 16. Im letzten Jahr hat insbesondere Gewalt gegen Medienschaffende auf Demonstrationen zugenommen.

Die vollständige Rangliste ist auf der Homepage von “Reporter ohne Grenzen” einsehbar.

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Rückblick: Hermann Kesten-Preis 2020/21

In der letzten Woche haben zwei unserer Mitglieder die Verleihung des Hermann-Kesten-Preises im Staatstheater Darmstadt besucht. Da die Verleihung im vergangenen Jahr ausgefallen ist, wurden bei der diesjährigen Veranstaltung drei Personen mit dem Preis des deutschen PEN-Zentrums geehrt. Die Veranstaltung wurde von Michel Friedman moderiert, der neu gewählte PEN-Präsident Deniz Yücel hielt eine Begrüßungsrede.

Den Förderpreis für das Jahr 2020 erhielt die ägyptische Journalistin Lina Attalah. Nachdem die Zeitung “Egypt Independent”, für die sie schrieb, 2013 geschlossen wurde, gründete sie im selben Jahr das Online-Nachrichtenportal “Mada Masr”. Es besteht bis heute und gilt als eines der letzten unabhängigen Medien in Ägypten.

Den Hermann Kesten-Preis des vergangenen Jahres erhielt der Journalist Günter Wallraff. In seiner Laudatio hob der Bundestagsabgeordnete Cem Özdemir die Bedeutung von Wallraffs Industriereportagen hervor und seinen unermüdlichen Einsatz für die Benachteiligten in der Gesellschaft. Seine in den 1970er Jahren entwickelten investigativen Recherchemethoden sind bis heute stilprägend für Journalist*innen in aller Welt.

Irena Brežná ist die diesjährige Preisträgerin des mit 10.000 Euro dotierten Preis. Die Schriftstellerin, die 1968 von der Slowakei in die Schweiz kam, hat sich in ihrem journalistischen wie literarischen Werk immer wieder mit Menschenrechten befasst und vielbeachtete Reportagen etwa über den Tschetschenien-Krieg in den 1990er Jahren veröffentlicht.

Im Anschluss an die Ehrungen kamen Deniz Yücel, Michel Friedman, Irena Brežná, Günter Wallraff sowie Cem Özdemir zu einem Podiumsgespräch zum Stellenwert der Meinungsfreiheit zusammen.

Die Reden aller Laudator*innen können hier nachgelesen werden.

Der PEN-Präsident Deniz Yücel eröffnet die Veranstaltung

Der PEN-Präsident Deniz Yücel eröffnet die Veranstaltung

Die ägyptische Journalistin Lina Attalah, Preisträgerin des Förderpreises 2020

Die ägyptische Journalistin Lina Attalah, Preisträgerin des Förderpreises 2020

Günter Wallraff erhält den Herrmann Kesten-Preis 2020

Günter Wallraff erhält den Hermann Kesten-Preis 2020

Irena Brežná ist die diesjährige Preisträgerin

Irena Brežná ist die diesjährige Preisträgerin

Podiumsdiskussion im Anschluss an die Preisverleihung

Podiumsdiskussion im Anschluss an die Preisverleihung

 

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Juni-Kolumne zu kurdischer Aktivistin Nurcan Baysal

Türkische Militäroffensive: Rauch steigt im Oktober 2019 zwischen Häusern nach einem Bombenangriff über der nordsyrischen Stadt Ras al-Ain auf. Symbolfoto: dpa

Im Juni geht es in unserer Kolumne im Gießener Anzeiger um die kurdische Journalistin und Menschenrechtsaktivistin Nurcan Baysal. Über die kurdisch-türkische Konfliktlage informiert sie seit einigen Jahren und wurde für ihre Arbeit bereits mehrfach ausgezeichnet. Infolge der türkischen Militäroffensive in Syrien kam es im vergangenen Oktober eine Hausdurchsuchung, eine zehnmonatige Haftstrafe Baysals ist vorerst ausgesetzt.

Zum vollständigen Artikel hier entlang.

April-Kolumne über chinesischen Journalisten Li Zehua

Corona in Wuhan: Medizinisches Personal, das aufgrund der Pandemie Schutzanträge trägt, rollt einen Patienten ins Krankenhaus. Foto: dpa

In der April-Ausgabe unserer monatlichen Kolumne berichtet Daniel Schneider über den chinesischen Journalisten Li Zehua. Nachdem er in einem Wuhaner Krematorium gearbeitet hatte, äußerte er sich kritisch über die offizielle Darstellung der chinesischen Regierung zu den ergriffenen Maßnahmen der Viruseindämmung. Der 25-jährige ist seit dem 26. Februar verschollen.

Der Artikel ist hier nachzulesen.

Februar-Kolumne im Gießener Anzeiger

n der Februar-Ausgabe unserer Kolumne im Gießener Anzeiger berichtet Madelyn Rittner über den aserbaidschanischen Journalisten Afgan Mukhtarli. Er wurde im Mai 2017 zu sechs Jahren Haft verurteilt, nachdem er über Korruption in Regierungskreisen berichtet hatte. Seine Familie konnte nach Deutschland fliehen.

Den Artikel können Sie hier nachlesen.

Sacharow-Preis 2019 an Ilham Tohti

Der Sacharow-Preis für Menschenrechte geht in diesem Jahr an Ilham Tohti. Der uigurische Wirtschaftswissenschaftler ist seit 2014 infolge einer Verurteilung wegen “Separatismus” in einem chinesischen Gefängnis inhaftiert. Tohti setzt sich seit Jahren für eine Versöhnung im Konfilkt zwischen Han-Chinesen und Uiguren ein.

Weitere Informationen finden Sie hier.

Oktober-Kolumne erschienen

In der Oktober-Ausgabe unserer monatlichen Kolumne im “Gießener Anzeiger” berichtet in diesem Monat Lena Frewer über den am 7. September erfolgten Gefangenenaustausch zwischen Russland und der Ukraine. Unter den Freigelassenen befanden sich drei Journalisten, darunter auch der ukrainische Filmemacher Oleg Senzow.

Den Artikel können Sie hier nachlesen.