Juni-Kolumne zu kurdischer Aktivistin Nurcan Baysal

Türkische Militäroffensive: Rauch steigt im Oktober 2019 zwischen Häusern nach einem Bombenangriff über der nordsyrischen Stadt Ras al-Ain auf. Symbolfoto: dpa

Im Juni geht es in unserer Kolumne im Gießener Anzeiger um die kurdische Journalistin und Menschenrechtsaktivistin Nurcan Baysal. Über die kurdisch-türkische Konfliktlage informiert sie seit einigen Jahren und wurde für ihre Arbeit bereits mehrfach ausgezeichnet. Infolge der türkischen Militäroffensive in Syrien kam es im vergangenen Oktober eine Hausdurchsuchung, eine zehnmonatige Haftstrafe Baysals ist vorerst ausgesetzt.

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April-Kolumne über chinesischen Journalisten Li Zehua

Corona in Wuhan: Medizinisches Personal, das aufgrund der Pandemie Schutzanträge trägt, rollt einen Patienten ins Krankenhaus. Foto: dpa

In der April-Ausgabe unserer monatlichen Kolumne berichtet Daniel Schneider über den chinesischen Journalisten Li Zehua. Nachdem er in einem Wuhaner Krematorium gearbeitet hatte, äußerte er sich kritisch über die offizielle Darstellung der chinesischen Regierung zu den ergriffenen Maßnahmen der Viruseindämmung. Der 25-jährige ist seit dem 26. Februar verschollen.

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Februar-Kolumne im Gießener Anzeiger

n der Februar-Ausgabe unserer Kolumne im Gießener Anzeiger berichtet Madelyn Rittner über den aserbaidschanischen Journalisten Afgan Mukhtarli. Er wurde im Mai 2017 zu sechs Jahren Haft verurteilt, nachdem er über Korruption in Regierungskreisen berichtet hatte. Seine Familie konnte nach Deutschland fliehen.

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Sacharow-Preis 2019 an Ilham Tohti

Der Sacharow-Preis für Menschenrechte geht in diesem Jahr an Ilham Tohti. Der uigurische Wirtschaftswissenschaftler ist seit 2014 infolge einer Verurteilung wegen “Separatismus” in einem chinesischen Gefängnis inhaftiert. Tohti setzt sich seit Jahren für eine Versöhnung im Konfilkt zwischen Han-Chinesen und Uiguren ein.

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Oktober-Kolumne erschienen

In der Oktober-Ausgabe unserer monatlichen Kolumne im “Gießener Anzeiger” berichtet in diesem Monat Lena Frewer über den am 7. September erfolgten Gefangenenaustausch zwischen Russland und der Ukraine. Unter den Freigelassenen befanden sich drei Journalisten, darunter auch der ukrainische Filmemacher Oleg Senzow.

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Hermann-Kesten-Preis an Philippe Lançon

Das deutsche PEN-Zentrum vergibt den diesjährigen Hermann-Kesten-Preis an den französischen Journalisten Philippe Lançon. Der mit 10.000 Euro dotierte Preis würdigt Persönlichkeiten, die sich in besonderer Weise für verfolgte oder inhaftierte Schriftsteller*innen und Journalist*innen engagieren. Lançon überlebte im Januar 2015 das Attentat auf die Redaktion des Satiremagazins “Charlie Hebdo” und verarbeitet seine Erlebnisse im kürzlich auf Deutsch erschienenen Buch “Der Fetzen”.

Die Pressemitteilung zur Preisverleihung lesen Sie hier.

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“Dem Ausland wirft man Zückerchen hin” – April-Kolumne im Gießener Anzeiger erschienen

Auch in diesem Monat wird unsere Kolumne von Studierenden des Seminars “Online-Journalismus im Spannungsfeld von Pressefreiheit und Zensur” betreut. Im April schreibt Isabella Iskra über die Erfahrungen der türkischen Journalistin Pelin Ünker, die im Januar 2018 aufgrund ihrer Recherchen zu den “Panama-Papers” verhaftet wurde.

Den Artikel im Gießener Anzeiger können Sie hier nachlesen.

“Es bleibt alles liegen” – Nachlese zur Lesung mit Aziz Tunç, 20.02.2019

Am Mittwoch, den 20.02.2019, veranstalteten wir eine Lesung mit Aziz Tunç im Kerkradezimmer der Kongresshalle Gießen. Tunç ist kurdisch-alevitischer Herkunft und wurde 1956 im türkischen Elbistan geboren. Im Gespräch mit Zeynal Sahin vom Ausländerbeirat erzählte der Autor zunächst von seiner Erfahrungen mit Folter und wiederholten Festnahmen, die ihn seit den 1980er Jahren begleiten. Nur durch einen Zufall hielt er sich während des Putsches in der Türkei im Juli 2016 in Deutschland auf und lebt seither im Exil. IMG-20190221-WA0000

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v.l.n.r. Daniel Schneider, Aziz Tunç, Zeynal Sahin

Im Zentrum seiner Lesung stand ein Text aus seinem Buch zum Massaker von Marraş im Jahr 1978, bei dem 100 Menschen hauptsächlich kurdischer Herkunft starben. Der Autor trug den Text auf Türkisch vor, die Übersetzung wurde von Daniel Schneider vorgelesen. Er erzählte die Geschichte der Familie des Lehrers Süleyman, der 1978 in Marraş ermordet wurde. Aufgrund seiner Berichterstattung über dieses Ereignis war und ist er Verfolgungen und Repressalien durch den türkischen Staat ausgesetzt.

Im anschließenden Gespräch mit dem Publikum ging es neben seiner Erfahrung als Autor im Exil vor allem um die Frage, wie sich die deutsche Gesellschaft gegen Unterdrückung von Meinungsfreiheit und Diskriminierung religiöser Minderheiten positionieren und mobilisieren kann.

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Gruppenfoto der Vereinsmitglieder mit dem Autor