Sacharow-Preis 2019 an Ilham Tohti

Der Sacharow-Preis für Menschenrechte geht in diesem Jahr an Ilham Tohti. Der uigurische Wirtschaftswissenschaftler ist seit 2014 infolge einer Verurteilung wegen “Separatismus” in einem chinesischen Gefängnis inhaftiert. Tohti setzt sich seit Jahren für eine Versöhnung im Konfilkt zwischen Han-Chinesen und Uiguren ein.

Weitere Informationen finden Sie hier.

Oktober-Kolumne erschienen

In der Oktober-Ausgabe unserer monatlichen Kolumne im “Gießener Anzeiger” berichtet in diesem Monat Lena Frewer über den am 7. September erfolgten Gefangenenaustausch zwischen Russland und der Ukraine. Unter den Freigelassenen befanden sich drei Journalisten, darunter auch der ukrainische Filmemacher Oleg Senzow.

Den Artikel können Sie hier nachlesen.

Hermann-Kesten-Preis an Philippe Lançon

Das deutsche PEN-Zentrum vergibt den diesjährigen Hermann-Kesten-Preis an den französischen Journalisten Philippe Lançon. Der mit 10.000 Euro dotierte Preis würdigt Persönlichkeiten, die sich in besonderer Weise für verfolgte oder inhaftierte Schriftsteller*innen und Journalist*innen engagieren. Lançon überlebte im Januar 2015 das Attentat auf die Redaktion des Satiremagazins “Charlie Hebdo” und verarbeitet seine Erlebnisse im kürzlich auf Deutsch erschienenen Buch “Der Fetzen”.

Die Pressemitteilung zur Preisverleihung lesen Sie hier.

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“Dem Ausland wirft man Zückerchen hin” – April-Kolumne im Gießener Anzeiger erschienen

Auch in diesem Monat wird unsere Kolumne von Studierenden des Seminars “Online-Journalismus im Spannungsfeld von Pressefreiheit und Zensur” betreut. Im April schreibt Isabella Iskra über die Erfahrungen der türkischen Journalistin Pelin Ünker, die im Januar 2018 aufgrund ihrer Recherchen zu den “Panama-Papers” verhaftet wurde.

Den Artikel im Gießener Anzeiger können Sie hier nachlesen.

“Es bleibt alles liegen” – Nachlese zur Lesung mit Aziz Tunç, 20.02.2019

Am Mittwoch, den 20.02.2019, veranstalteten wir eine Lesung mit Aziz Tunç im Kerkradezimmer der Kongresshalle Gießen. Tunç ist kurdisch-alevitischer Herkunft und wurde 1956 im türkischen Elbistan geboren. Im Gespräch mit Zeynal Sahin vom Ausländerbeirat erzählte der Autor zunächst von seiner Erfahrungen mit Folter und wiederholten Festnahmen, die ihn seit den 1980er Jahren begleiten. Nur durch einen Zufall hielt er sich während des Putsches in der Türkei im Juli 2016 in Deutschland auf und lebt seither im Exil. IMG-20190221-WA0000

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v.l.n.r. Daniel Schneider, Aziz Tunç, Zeynal Sahin

Im Zentrum seiner Lesung stand ein Text aus seinem Buch zum Massaker von Marraş im Jahr 1978, bei dem 100 Menschen hauptsächlich kurdischer Herkunft starben. Der Autor trug den Text auf Türkisch vor, die Übersetzung wurde von Daniel Schneider vorgelesen. Er erzählte die Geschichte der Familie des Lehrers Süleyman, der 1978 in Marraş ermordet wurde. Aufgrund seiner Berichterstattung über dieses Ereignis war und ist er Verfolgungen und Repressalien durch den türkischen Staat ausgesetzt.

Im anschließenden Gespräch mit dem Publikum ging es neben seiner Erfahrung als Autor im Exil vor allem um die Frage, wie sich die deutsche Gesellschaft gegen Unterdrückung von Meinungsfreiheit und Diskriminierung religiöser Minderheiten positionieren und mobilisieren kann.

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Gruppenfoto der Vereinsmitglieder mit dem Autor

Urteil gegen “Cumhuriyet”-Journalisten bestätigt

Die Urteile gegen die 14 Mitarbeiter der türkischen Zeitung “Cumhuriyet” wurden heute in Istanbul bestätigt. Die Journalisten wurden 2016 zu jeweils fünf Jahren Haft verurteilt, ein im vergangenen Jahr eingeleitetes Berufungsverfahren wurde heute abgelehnt. Ihnen werden Mitgliedschaft und Unterstützung von Terrororganisationen vorgeworfen.

Weitere Informationen zum Prozess erfahren Sie hier.

Wettbewerb für Schüler*innen zum Tag der Pressefreiheit

Unter dem Motto “Wir reden mit!” veranstalten Reporter ohne Grenzen, der Verband Deutscher Zeitschriftenverleger, die Stiftung Lesen und die Behörde des Bundesbeauftragten für die Stasi-Unterlagen zum Tag der Pressefreiheit einen Wettbewerb für Kinder und Jugendliche. Dabei geht es darum, Schüler*innen Raum für Themen ihrer Wahl zu geben, zu denen sie ihre Meinung äußern möchten. Bis zum 1. März haben Teilnehmende Gelegenheit, ihre Beiträge einzureichen.

Weitere Informationen finden Sie hier.

Radiojournalist in Mexiko ermordet

In Mexiko wurde nach Berichten von Reporter ohne Grenzen Deutschland am Wochenende der Radiojournalist Jesús Ramos Rodríguez ermordet. Während eines Gesprächstermins mit einem Lokalpolitiker in einem Hotel wurde er von einem Attentäter erschossen. Jesús Ramos Rodríguez ist bereits der zweite Journalist, der in diesem Jahr in Mexiko ermordet wurde.

Weitere Informationen finden Sie hier.

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Februar-Kolumne im Gießener Anzeiger

In diesem Monat berichtet Madelyn Rittner in unserer Kolumne über das Schicksal des uigurischen Professors Ilham Tohti, der aufgrund seines öffentlichen Bekenntnisses zu einem friedlichen Umgang Chinas mit der Minderheit der Uiguren zu einer lebenslangen Haftstrafe verurteilt wurde. Im November wurde das Urteil gegen ihn in Abwesenheit seines Rechtsbeistandes bestätigt.

Den Artikel können Sie hier nachlesen.

Juli-Ausgabe der monatlichen Kolumne erschienen

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In der Juli-Ausgabe unserer monatlichen Kolumne macht Alex Günter auf das Schicksal der beiden russischen Investigativjournalistinnen Jelena Walerjewna Milaschina und Irina Gordienko aufmerksam. Durch ihre Berichte über die Situation Homosexueller in ihrem Heimatland sind sie ständiger Bedrohung und Gewalt ausgesetzt.

Den Artikel können Sie in voller Länge hier nachlesen.

Zweifache Flucht aus der Heimat

Najet Adouani 2014 c Simone Ahrend sah-photo 5Im Rahmen unserer Artikelserie im Gießener Anzeiger steht im März das Schicksal der tunesischen Schriftstellerin Najet Adouani im Fokus. Annina Hofferberth berichtet über eine Autorin, die 2012 bereits zum zweiten Mal aus ihrer Heimat flüchten musste und dort nun Schreibverbot erhalten hat.

Im Februar 2014 machten wir erstmals in Form einer Kolumne auf Najet Adouani aufmerksam. Zudem war die Autorin erst kürzlich im Rahmen der Veranstaltungsreihe “Worte in Ketten” bei uns zu Gast. Den aktuellen Artikel von Annina Hofferberth zu Najet Adouani finden Sie hier.